Lieblingsarbeitgeber von Schülern: Freunde und Helfer wollen wir sein
Was soll nur aus mir werden? Die meisten Schüler würden sich "am ehesten" bei der Polizei bewerben, zeigt eine neue Umfrage. Bei der Wahl ihres Wunscharbeitgebers ist ihnen Jobsicherheit wichtig. Viele entscheiden sich aber auch einfach für bekannte Firmennamen, etwa Pro Sieben.
Für Deutschlands Schüler zählen bei der Wahl ihrer Wunscharbeitgeber vor allem Sicherheit und starke Marken. Sie sehnen sich offenbar nach einem Arbeitgeber mit einem bekannten Namen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter fast 10.000 Schülern in den Klassenstufen 8 bis 13. Demnach ist der beliebteste Arbeitgeber die Polizei - fast elf Prozent der Befragten würden sich "am ehesten" dort bewerben. Die Bundeswehr liegt auf dem dritten Platz, mit 7,4 Prozent.
Ganz nach oben auf die Wunschliste der Jugendlichen schaffen es aber auch bekannte Marken. Der Fernsehsender ProSiebenSat.1 erreicht Platz zwei unter den beliebtesten Arbeitgebern, der Autokonzern BMW und die Modekette H&M liegen auf den Plätzen vier und fünf.
Das Marktforschungsunternehmen Trendence hat für das sogenannte Schülerbarometer in der ersten Jahreshälfte 9.992 Schüler befragt. Sie bekamen Zugang zu einem Online-Fragebogen, auf dem sie aus einer Liste aus möglichen Arbeitgebern auswählen konnten. Die Frage dazu lautete: Bei welchem dieser Arbeitgeber würden Sie sich am ehesten bewerben? Auch wurde danach gefragt, welche Arbeitsfelder einem liegen und wie wichtig einem etwa die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder Weiterbildungsangebote sind. Es war das siebte Mal, dass die Marktforscher diese Umfrage machten.
Demnach wünschen sich immer weniger Schüler ein hohes Gehalt und viel Eigenverantwortung; viel wichtiger sei mittlerweile das Sicherheitsbedürfnis. Zugleich fürchteten sich immer weniger Schüler vor Arbeitslosigkeit, sie würden ihre Jobchancen besser einschätzen als je zuvor. Allerdings, so die Marktforscher, falle es vielen Schülern schwer, sich für einen Beruf oder ein Studium zu entscheiden.
So ein Arbeitgeber-Ranking hat allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft. Es verrät weniger über den Ausbildungsmarkt als über die Art, wie sich Jugendliche informieren. Jedenfalls scheint es plausibel, dass die gute Platzierung von ProSieben etwa einiges mit dem Fernsehverhalten der Schüler zu tun hat - und die von H&M mit dem Einkaufsverhalten.
Wenn Studenten oder Uni-Absolventen gefragt werden, geben ähnliche Ranglisten zumindest Auskunft darüber, ob ein Arbeitgeber für die Hochqualifizierten von morgen attraktiv wirkt. Die Schülerbefragung zeigt wohl eher, welche Firmennamen die Jugendlichen besonders gut kennen.
otr/dapd
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