Von Birger Menke und Jochen Leffers
Die schwarz-grünen Reformpläne spalten Hamburg: Seit mehr als zwei Jahren schon wogt der Streit über die Zukunft der Schulen und gipfelt in der Entscheidung am Sonntagabend. Sollen Schüler weiter nach vier Jahren getrennt werden? Oder erst nach Klasse sechs auf eine weiterführende Schule wechseln?
Man könnte das als Detailfrage abtun. Doch dieses Detail hat Sprengkraft - es geht um eine Richtungsentscheidung, wie sozialpolitisch man Schulpolitik gestalten darf.
Die Schulreformer setzen auf die integrative Kraft längeren gemeinsamen Lernens, das allen Schülern nütze. Sie wollen mehr Chancengerechtigkeit, damit die vor allem für Migranten fatale Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg schrumpft.
Die Reformgegner sind sicher, dass leistungsstarke Schüler unter einer längeren Grundschulzeit leiden würden. Sie wollen, dass die Gymnasien unangetastet bleiben: keine Experimente, die Gymnasiasten schaden könnten.
Der Sonntagabend wird zeigen, welche Seite sich durchsetzt. Was plant Hamburgs Senat genau? Wie läuft der Volksentscheid ab, und welche Folgen kann er haben? SPIEGEL ONLINE gibt Antworten.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik SchulSPIEGEL | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Wissen | RSS |
| alles zum Thema Hamburg | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH