Vorwurf an US-Schule: Lehrerin soll in Pornofilm mitgespielt haben

Tagsüber Lehrerin, in der Freizeit Pornodarstellerin? Wegen des Vorwurfs, in einem Sexfilm mitgespielt zu haben, ist eine amerikanische Lehrerin vom Unterrichten beurlaubt. Überführt hatten die Pädagogin ihre Kollegen. Die Schulbehörde rät den Schülern davon ab, nach dem Video zu suchen.

Eine kalifornische Lehrerin darf vorerst nicht mehr unterrichten, weil sie in einem Pornofilm mitgespielt haben soll. Die Schulbehörde von Oxnard im Süden des US-Bundesstaats beurlaubte die Frau, nachdem ein Video im Internet aufgetaucht war, das sie offenbar in pornografischen Szenen zeigt. Die Lehrerin unterrichte 13- bis 14-jährige Schüler in Naturwissenschaften, berichtete der Sender "KTLA" aus Los Angeles.

Die Affäre war am vergangenen Freitag ins Rollen gekommen, als einige Schüler der Haydock Intermediate School in Oxnard behaupteten, die Lehrerin in dem Video entdeckt zu haben. Die Schulleitung konnte das Video zuerst nicht finden, was allerdings an der Firewall des Schulnetzes lag - und gab in einer E-Mail ans Kollegium Entwarnung.

Daraufhin meldeten sich zwei Lehrer, die das Video auf ihren Smartphones heruntergeladen hatten, berichtete der Leiter des Schulbezirks, Jeff Chancer. Ein Mitarbeiter der Schulverwaltung habe den Film angesehen und glaube, dass die Lehrerin darin auftauche. "Ich habe Teile des Videos gesehen. Es ist harte Pornografie", sagte Chancer. Schüler aus Oxnard seien darin nicht zu sehen.

Kinder sollen nicht nach dem Video suchen

Der Schulbezirksleiter wandte sich am Dienstag in einem Brief an die Eltern. "Wir bitten Sie, in den kommenden Tagen besonders darauf zu achten, welche Seiten Ihre Kinder mit ihren Telefonen oder anderen internetfähigen Geräten besuchen", heißt es darin. Auch die Lehrer seien aufgefordert worden, den Kindern auszureden, nach dem Video zu suchen. Er äußerte sich nicht dazu, ob die Lehrerin zugegeben habe, in dem Video mitgespielt zu haben.

Die Polizei von Oxnard ermittele in dem Fall nicht, sagte eine Polizeisprecherin. Die Schulbehörde will nun entscheiden, ob und wie die Lehrerin gemaßregelt werden soll. "Vielleicht ist es kein Verbrechen im Sinne des Strafrechts, aber uns erscheint es wie ein Verbrechen, was moralische Verworfenheit anbelangt", sagte Chancer dem Sender "KTLA".

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