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Gefährliche Parasiten: Indien lässt 270 Millionen Schulkinder entwurmen

Landesweite Maßnahme: Entwurmungstag Fotos
AP

Es ist die wahrscheinlich weltgrößte Entwurmungsaktion, die es je gab: In Indien mussten an diesem Mittwoch 270 Millionen Schüler Tabletten gegen Würmer einnehmen.

Nirgendwo sonst gibt es nach Angaben der Regierung in Neu Delhi so viele mit Würmern Infizierte wie in Indien. Aus diesem Grund hat das Land den sogenannten Nationalen Entwurmungstag ins Leben gerufen. An diesem Mittwoch sollten daher möglichst alle 1- bis 19-Jährigen auf dem Subkontinent entwurmt werden, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte.

Rund 270 Millionen Kinder haben Tabletten gegen die länglichen Parasiten erhalten. Wer am Mittwoch in der Schule oder im Kindergarten fehlte, solle die Tablette in den nächsten Tagen nehmen.

Vor allem Kleinkinder handeln sich die bis zu knapp über einen Zentimeter langen weißen Würmchen ein. Die Eier finden sich durch Spuren von infizierten Kotresten in der Erde oder im Sand. Auch eine Infektion über die Atmung ist möglich: Die winzigen Eier schwirren in der Luft und können so in den Organismus gelangen.

Bei einer Therapie sind neben einem Medikament zusätzlich entsprechende Hygienemaßnahmen notwendig. Weltweit werden etwa 50 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben befallen.

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kha/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Och Joh!
Dr.Watson 10.02.2016
Hierzu würde mich eine Aussage interessieren, wie hoch hierzulande das Risiko eines Befalls einzuschätzen ist. Wohl nahezu jeder der hier ein Tier besitzt, das auch "draussen" halbwegs frei herum laufen darf, kennt diese Plagegeister nur zu gut und fragt sich, können diese "wandern".
2.
bronstin 10.02.2016
Zitat von Dr.WatsonHierzu würde mich eine Aussage interessieren, wie hoch hierzulande das Risiko eines Befalls einzuschätzen ist. Wohl nahezu jeder der hier ein Tier besitzt, das auch "draussen" halbwegs frei herum laufen darf, kennt diese Plagegeister nur zu gut und fragt sich, können diese "wandern".
Da brauchen sie nicht mal so weit zu gehen... auch hierzulande sind Nematoden & Co ein No-Go-Thema. Will sich ja keiner Bloßstellen lassen mit mangelnder Hygiene. Oder schauen sie mal in Kindergarten oder Krippe beim Thema Kopfläuse: Einhellige Antwort - "Unser Kind hat das nicht und kann das garnicht haben" - weltfremder gehts dann schon nicht mehr...
3. Nun ja...
globalundnichtanders 11.02.2016
...eine einmalige Entwurmung bringt halt leider rein gar nichts. Zum Einen werden dabei nicht alle Würmer erwischt, zum anderen erfolgt die Infektion mit neuen Wurmeiern spätestens am nächsten Tag, Hygienemängel sind die Ursache, diese kann man in einem Land wie Indien auch nicht von heute auf morgen abstellen. Zu 1: Rund 50% der mitteleuropäischen Bevölkerung hat irgendwann in seinem Leben mit einem Wurmbefall zu kämpfen. Selbstverständlich können viele der Wurmarten die die Haustiere befallen auch auf den Menschen übertragen werden.
4.
abby_thur 16.02.2016
Zitat von Dr.WatsonHierzu würde mich eine Aussage interessieren, wie hoch hierzulande das Risiko eines Befalls einzuschätzen ist. Wohl nahezu jeder der hier ein Tier besitzt, das auch "draussen" halbwegs frei herum laufen darf, kennt diese Plagegeister nur zu gut und fragt sich, können diese "wandern".
Bei Hunden sieht man es auf jeden Fall mit Kot, insofern man diesen aufsammelt. Das Risiko sich anzustecken ist da, allerdings nur bei fragwürdigen hygienischen Bedingungen zu Hause
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