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15.09.2008
 

Jetzt doch?

Bedienzuschlag-Mehdorn lässt nicht locker

Gibt Hartmut Mehdorn tatsächlich klein bei und verzichtet auf den Bedienzuschlag? Unbestätigte Meldungen aus der Zentrale der Deutschen Bahn lassen vermuten, dass der Bahnchef im Verborgenen weiter an seinen Plänen arbeitet.

Auch nach der offiziellen Rücknahme der Bedienzuschlag-Pläne gehen die Unterschriftensammlungen gegen diese Pläne weiter: Gegen eine Einschreibgebühr von 2,50 Euro kann an den Bahnschaltern jeder gegen Mehdorns Vorhaben protestieren
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DDP

Auch nach der offiziellen Rücknahme der Bedienzuschlag-Pläne gehen die Unterschriftensammlungen gegen diese Pläne weiter: Gegen eine Einschreibgebühr von 2,50 Euro kann an den Bahnschaltern jeder gegen Mehdorns Vorhaben protestieren

"Aufgrund neuer Überlegungen und allgemeinen Missverständnisses" hat Bahnchef Mehdorn aktuelle Wirrnisse überarbeitet - mit einer Nachbesserung seiner Nachbesserung des abgelehnten Bahnschalter-Bedienzuschlags (2,50 Euro pro Mensch-Mensch-Kontakt).

Erste Umplanungspläne sahen noch vor, dass alle Kunden, welche am Schalter eine sehr traurige Melodie vom Handy abspielen, vom Bedienzuschlag befreit sind. Nach harscher Kritik an diesem Plan besserte Mehdorn flexibel nach: Schon ab mitteltrauriger Melodie vom Handy oder Kassettenrecorder (!) sollte die Befreiung gelten.

Nach der neuesten, verbesserten, aber noch geheimen Nachbesserung sieht es nun wieder ganz anders aus: Jetzt soll grundsätzlich jeder und überall doch (auch im Mensch-Maschine-Kontakt) den Bedienzuschlag erst mal zahlen. Dann stellen sich alle am Schalter an. Wer dort (durch Vorspielen einer traurigen Melodie) glaubhaft machen kann, dass er sein Ticket tatsächlich durch einen Mensch-Maschine-Kontakt erhalten hat oder einfach nur so eine traurige Melodie vorspielt, erhält nach Zahlen des Bedienzuschlags einen (anderen) Bedienzuschlag wieder zurück.

Zudem heißt der Bedienzuschlag ab sofort "freiwilliger Bedienzuschlag" - niemand sei schließlich gezwungen, ein Bahnticket zu kaufen. "Ich glaube, so grenzen wir niemanden aus", erklärte Mehdorn.

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