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27.05.2009
 

Vom Helden zum Verbrecher:

Der tiefe Sturz des Karl-Heinz Kurras

Der Berliner Innensenator Erhart Körting will prüfen lassen, ob dem ehemaligen Polizisten Karl-Heinz Kurras, der 1967 einen Studenten erschossen hatte, wegen seiner kürzlich aufgedeckten Tätigkeit als Stasi-IM die Pension gestrichen werden kann.

Kriminalobermeister Kurras: Illegaler Zweitjob?
DPA

Kriminalobermeister Kurras: Illegaler Zweitjob?

Unterstützt wird Körting durch Veteranenverbände der Berliner Polizei- und Justizorgane. Sie betonen, es handele sich um einen komplexen Fall: Einerseits habe sich Kurras große Verdienste um Berlin erworben, indem er die Stadt von einem dieser langhaarigen, ungewaschenen Faulpelze befreit habe. Andererseits sei natürlich die Kollaboration mit der Stasi eine Schande für jeden Demokraten.

Diese beiden Punkte müsse man nun sorgfältig gegeneinander aufwiegen und dann zu einer Entscheidung kommen. Einer Stellungnahme des Landesverwaltungsamtes zufolge könnte Kurras dabei ein Formfehler zum Verhängnis werden: Die Mitarbeit beim MfS sei eine genehmungspflichtige nebenberufliche Tätigkeit gewesen, für die er die Erlaubnis seines Vorgesetzten hätte einholen müssen.

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