Der "tiefere Sinn von Krankheit" ist oft nicht zu begreifen, manchmal aber doch
Zumindest für Diabetes haben sie aber keine Interessenten gefunden und mussten daher resigniert feststellen: " Es gibt Krankheiten, die möchte niemand haben." Möglicherweise darf man das Thema aber auch nicht zu eng eingrenzen. Vielleicht gibt es ja Krankheiten mit einem besseren Image? Wie steht es um die Nachfrage nach Fußpilz, Leistenbruch, Beulenpest, Röteln? Wie beliebt sind Bandscheibenvorfälle oder Neurodermitis? Wer möchte gern mal Magengeschwüre, einen Hörsturz oder Keuchhusten ausprobieren? Natürlich, das weiß auch die Wissenschaft, kann man solche Fragen nicht allgemeingültig beantworten, sondern muss individuelle Vorlieben und Neigungen einbeziehen. Entscheidend sollte immer sein, ob die Krankheit zu einem passt, ob man sich mit ihr wohlfühlt.
Um den "tieferen Sinn von Krankheit" zu erforschen, helfen diese Erkenntnisse aber kaum weiter. Erste Zwischenergebnisse der Forscher - für seine Kassenbeiträge was geboten kriegen, im Wartezimmer Zugang zu anderen sozialen Gruppen finden, Krankengeld kassieren - mögen in die richtige Richtung weisen, lassen aber viele Fragen offen. Doch noch steht das auf Jahrzehnte angelegte Projekt ja ganz am Anfang, außerdem erhofft man sich Synergieeffekte durch die Kooperation mit der Forschungsgruppe "Welche Ziele verfolgen Erdbeben?".
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