Die wichtigste Nebensache der Welt Sex sells not

Ein Artikel über Franck Ribérys Affären konnte im "Focus" nicht erscheinen. Dafür hat der Chefredakteur des Blattes, Helmut Markwort, gesorgt.


Ribéry beim Sex mit (volljährigen) Kollegen
DPA

Ribéry beim Sex mit (volljährigen) Kollegen

Und zwar, so Bayern-Aufsichtsrat Helmut Markwort, sei der Text "wegen seiner journalistischen Schwächen" nicht erschienen. Welche Schwächen, fragen "Focus"-Fans bang, mögen das gewesen sein? Auf Nachfrage des Satire-Portals SPAM hat Markwort jetzt präzisiert:

- Der Artikel soll einen Satz mit mehr als acht (unterschiedlichen!) Wörtern enthalten haben, davon eines ausländischer Herkunft (Lateinische Republik).

- Ein an und für sich gut lesbarer Absatz soll mit schwierigen Fakten (Bundesligatore Ribérys, Alter, Penislänge) kontaminiert gewesen sein. "Die", so Markwort, "hätten selbstverständlich in eine Tortengrafik gehört."

- Der Text habe einfach nicht zum geplanten Titelthema "Morgens Aufstehen - aber richtig!" gepasst.

- Der Artikel habe farblich nicht zur nebenstehenden Anzeige für Grippemittel gepasst.

- Um den Artikel schreiben zu können, habe der Autor nachweislich die Herren Rummenigge, Hoeneß und sogar Ribéry angerufen. "Dabei hatten die alle ein wichtiges Spiel vor sich!" Aussagen, die unter solch immensem Druck entstünden, so Markwort, seien praktisch wertlos.



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