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02. März 2012, 11:58 Uhr

Von wegen Sudoku

Ist Schäuble noch zu stoppen?

Ja, im Fernsehen sah es so aus, als hätte der Finanzminister sich ausgerechnet während der Griechenland-Bundestagsdebatte mit Sudoku die Zeit vertrieben.

Schön wär's. In Wirklichkeit ist es viel schlimmer:

Schäuble kann's nicht...

Was Wolfgang Schäuble da macht, ist kein Spiel, sondern Krisenhilfe. Täglich überweist der eigensinnige Politiker per Tablet-Computer dreistellige Millionenbeträge nach Athen. Ein Mitarbeiter berichtet: "Der Minister folgt dabei zwanghaft einem Muster: Jede neue Tranche muss unbedingt aus einer komplett anderen Ziffernfolge als die vorangegangene bestehen." Konstante Transfers lehnt Schäuble ab. Die Griechen könnten sonst glauben, das wäre für uns Deutsche nur Routine, quasi wie ein Dauerauftrag.

...lassen


SPAM liegt die Liste mit den letzten Februar-Transfers vor: Anfangs überwies Schäuble nur 287.613.549 Euro nach Athen. Tags darauf waren es plötzlich 594.782.631 Euro. In Athen soll diese Sprunghaftigkeit zu größeren Sparanstrengungen führen. "Irgendwann werden sie merken, dass sie sich nicht auf einen Fixbetrag verlassen können", so der Minister, "und ich sage Ihnen: Das wird denen garantiert zu denken geben!"

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