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Studie fordert Abschaffung

Montag massiv unter Druck

Einer neuen Studie zufolge, die SPAM exklusiv vorliegt, sind 84 Prozent der Deutschen für eine ersatzlose Streichung des Tags "Montag".

Typisches Montagswetter in (möglicherweise) Hamburg Zur Großansicht
DPA

Typisches Montagswetter in (möglicherweise) Hamburg

Um den Wochenbeginn harmonischer zu gestalten, plädieren 64 Prozent der Befragten für die Einführung eines neuen Tages, um den "verbrauchten" (sagen 54%), "nicht mehr glaubwürdigen" (46%) und "ranzig-altöligen, irgendwie muffig riechenden" (22%) Montag zu ersetzen - der, aller Kritik zum Trotz, seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1974 ein fester Bestandteil der Woche gewesen ist. Kulturschützer warnen daher auch vor einer übereilten Abschaffung des umstrittenen Wochentages. Bundestagspräsident Norbert Lammert etwa, der selber an einem Montag montiert worden ist, erinnert: "Wenn es gar keinen Montag mehr gäbe, würden viele Menschen nach dem Sonntag in ein tiefes Loch fallen." Umfragen unter intensiven Samstags- und Sonntags-Nutzern ergeben ein ähnliches Bild: "Unverkatert", sagt etwa Hans W. aus L., "könnte ich den Wochenbeginn überhaupt nicht stemmen." Auch ist noch nicht ganz klar, welcher Tag an die Stelle des Montags treten könnte. Der Donnerstag etwa, der bislang relativ uncharakteristisch in der hinteren Wochenmitte herumdümpelt, könnte "als Wochen-Opener" zu einem "ganz neuen, kantigen Image kommen", so erste PR-Experten. Arbeitsmarktpolitiker fordern die Verschiebung des Freitags auf die vakante Stelle, welcher dann den Samstag, und dieser wie gehabt den Sonntag nach sich zöge. Fraglich ist allerdings, ob überhaupt irgend einem Tag die Rolle des Wochenbeginns dauerhaft zuzumuten ist. Eine Arbeitsgruppe der Grünen hat bereits ein Rotationssystem vorgelegt. Führende Talkshowgäste dagegen haben sich für einen (noch unbenannten) Karenztag ausgesprochen, der "zwischen Sonntag und Wochenbeginn" liegen soll. Die Finanzierung ist dabei insgesamt noch unklar, aber das ist ja normal.

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