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Kommentar

Antarktis Infarktis

Die Nachricht macht schaudern: Schon wieder ist die Bevölkerung der Antarktis angewachsen.

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Es kommentiert unser Kommentator Jens-Karl Bochtler.

Und einmal mehr ist die Bestie Mensch dafür verantwortlich: Noch vor wenigen Jahrhunderten lag der Süd-Kontinent (Geschätzte Größe: 50 Milliarden Quadratkilometer plus Spesen) ruhig da, mit Temperaturen für echte Liebhaber, doch weitgehend unbehelligt. Von einer Pinguinplage wusste man nichts. Dann begann das beschönigend sogenannte "Zeitalter der Entdeckungen". Seitdem wächst die Zahl der Pinguine stetig an. Zunächst wurden sie noch für Meerjungfrauen gehalten, boten wohl vereinzelten Polarforschern auch sexuelle Dienstleistungen an. Doch diese kurze, unschuldige Phase der Antarktiseroberung ging bald vorüber: Stahlschiffe pflügten sich durchs Eis, Fernrohre und Satelliten wurden in Stellung gebracht: Binnen weniger Jahrzehnte hat die Zahl der Pinguine sich verdoppelt und -dreifacht! Allein durchs Scheißedurchzählen! Und der Mensch lässt nicht ab: Gerade erst wieder sind 6000 neue Kaiserpinguine herbeibeobachtet worden. Aus dem Nichts! Wie, fragen wir, soll die Antarktis das verkraften? Ist das ganze Grau-Weiß dort unten wirklich Eis und Schnee, wie uns verdächtig gleichlautende Berichte immer wieder einreden wollen - oder doch... igitt. Eines sollte klar sein: Wenn die Beobachterei so weitergeht, wird bald die Millionen-Pinguin-Grenze explodieren - und wer ernährt dann all die Tiere? Was bedeuten ihre nach verdautem Fisch riechenden Abgase für die Erdatmosphäre? Unser eindringlicher Appell geht an die Forscher: Haltet ein! Wir haben nur diese eine Antarktis.

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