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Peking diffamiert Dissidenten

Ai Weiwei hält den Strand fest

Lügenpresse! Lügenpresse! Lügenpresse!

Durch die internationalen Medien geistert derzeit ein Foto, das angeblich den Aktionsaktivisten Ai Weiwei am Strand der griechischen Insel Lesbos zeigt und, wie es weiter heißt, gegenwärtig auf der India Art Fair in Neu Delhi ausgestellt wird.

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AP

Übereinstimmend behauptet die Lügenmischpoke, der oppositionellste Chinese der Welt habe mit einer Eigenkörperinstallation das Schicksal des ertrunkenen dreijährigen Syrers Alan Kurdi nachstellen und so die europäische Flüchtlingspolitik anprangern wollen.

Welch infame Unterstellung! Diese bizarre Behauptung soll Ai Weiwei bei seinen Milliarden Fans in Misskredit bringen! Bestimmt steckt das chinesische Regime dahinter! Niemals würde ein so kreativer, sensibler und stilsicherer Künstler sich in eine derart abgeschmackte Trittbrettfahrerpose begeben!

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Erstens war die Szene gar nicht arrangiert. In Wirklichkeit wurde Ai Weiwei von einem Bildreporter überrascht - während eines Schwächeanfalls beim Hühnergöttersammeln.

Zweitens hatte Ai Weiwei "aus rein biologischem Interesse" den Geschlechtsakt zweier Strandkrabben beobachtet und war dabei eingeschlafen.

Drittens ist Ai Weiwei sowieso noch gar nicht volljährig, sondern ein recht groß gewachsener dreijähriger Junge.

Viertens war Ai Weiwei vor den Bermudas zusammen mit anderen gut gelaunten Prominenten auf einem Bananenboot unterwegs, wurde dann aber von Paris Hilton ins Wasser geschubst und schließlich von einer gnädigen Woge ans Ufer geschwemmt. Ein Glück: Er lebt.

Fünftens protestierte Ai Weiwei mit einem beispiellosen Kraftakt gegen Erosionsprozesse. Er hielt ein Stück Strand fest, um zu verhindern, dass das Meer noch mehr wertvolle Landmasse abtragen kann.

Sechstens: Keine Witze über dicke Männer!

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