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15. Januar 2013, 13:17 Uhr

Neuer Missbrauchsskandal (diesmal ohne Kirche)

Fall Armstrong noch viel schlimmer!

Lance Armstrong gibt alles zu - genauer gesagt, nicht alles, sondern noch viel mehr.

Wie große deutsche Online-Medien übereinstimmend berichten, hat der Radfahrer Dopingmittel nicht einfach nur verwendet, sondern sie sogar heimlich missbraucht:

Konkurrenz für Laborchef Dr. Klenk?

So hat Armstrong dem Vernehmen nach eingeräumt, Muskelwachstumshormone zur Stabilisierung seiner Frisur benutzt zu haben. Ein Ex-Stallgefährte: "Sollten sich diese Selbstvorwürfe bestätigen, ist der Skandal noch größer als gedacht: Der Halunke missbrauchte unser Doping für seine Haare und nur für die Haare."

Überflussgesellschaft

Dopingmissbrauch hat viele Gesichter. Auf einer US-Internetseite mit Haushaltstipps (vergleichbar mit www.frag-mutti.de) gibt User "Lance" folgenden Ratschlag: "Hartnäckige Verkrustungen im Backofen kann man super mit Epo lösen. Ich nehme dazu eine Ampulle handelsübliches Erythropoetin und verteile den Inhalt auf die Problemzonen. 30 Minuten einweichen, abwischen, fertig." Ein Radsportfunktionär: "Dieser Snob zweckentfremdet eine kostbare Stimulanz als Putzmittel, während manche seiner Kollegen kaum wissen, wie sie nach Alpe d'Huez hinaufkommen sollen. Empörend!"

Kollateralschaden


Schon länger ist bekannt, dass der "Texaner des Jahres 2012" eine Art Zentrifugenfarm unterhielt, um Eigenblut mit Hämoglobin anzureichern. Überraschend jedoch die Enthüllung einer Ex-Freundin: "Der Typ betrieb damit einen Heidenaufwand, und das nur, um dann das Treiben der possierlichen roten Blutkörperchen stundenlang unter dem Mikroskop zu beobachten. Der hat das Zeug studiert, statt es sich zu spritzen. Bei aller Liebe, aber das ist doch pervers."

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