20.09.2013 10:39
Aua, autsch!
Kassen im Wahlkampf
Die Privatkasse Barmenia hat ihre Mitglieder in einem Rundbrief vor einer rot-grünen Regierung gewarnt. Nun ziehen immer mehr gesetzliche Kassen mit Warnungen nach.
In einer flammenden Info-Broschüre mit Vorher-Nachher-Bildern von zunächst noch gesund strahlenden Models warnt die AOK jetzt vor einer drastischen Zunahme von Herzrhythmusbeschwerden, Mundfäule und Nekrophilie, sollte die FDP dieses Mal über die 5-Prozent-Hürde kommen. Vorbeugend empfiehlt die Kasse ihren Mitgliedern, am besten noch im Wahllokal mindestens zehn Kniebeugen zu machen. "Versuchen Sie, beim Hochkommen jeweils einen wahlwilligen FDP-Sympathisanten voll Karacho am Kinn zu treffen!" Auch die "Techniker Krankenkasse" sieht sich in Zukunft außerstande, "die Kostenübernahme für Psychotherapien weiterhin zu leisten, wenn es zu vier weiteren Merkel-Jahren kommt". Besorgt zeigt sich auch die DAK in ihrem aktuellen Wahlrundschreiben: Neuesten Studien zufolge komme es bei einer Wiederwahl von Schwarz-Gelb zu einer spürbaren Zunahme von gramgebeugten Fehlhaltungen im Bundesgebiet, mit schwersten Folgen für Hüftgelenke, Knieknorpel, Bandscheiben. Nur wer nachweisen könne, dass er alles versucht hat, um die schwarz-gelbe Koalition zu verhindern, dürfe dann noch mit einer Kostenübernahme für die notwendigen Operationen rechnen.
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