Materialermüdung? Schere zwischen Arm und Reich kaputt!

Auch Solinger Edelstahl kommt irgendwann an seine Belastungsgrenze.


Die beste Idee kommt mal wieder von den Grünen: eine neue Schere zwischen Arm und Reich aus einem nachwachsenden, energieneutralen Naturwerkstoff.
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Die beste Idee kommt mal wieder von den Grünen: eine neue Schere zwischen Arm und Reich aus einem nachwachsenden, energieneutralen Naturwerkstoff.

Lange wurde gewarnt. Immer wieder. Vergebens. Nun ist passiert, was passieren musste: Nach SPAM-Informationen hat sich die berühmte Schere zwischen Arm und Reich in der vergangenen Nacht ein entscheidendes Stückchen zu weit geöffnet und ist infolgedessen kurz über einem der beiden, auch "Auge" genannten Klingengriffe zerbrochen.

Defektauslösend soll gewesen sein, dass inzwischen die 62 reichsten Erdenbürger so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung und in Deutschland die oberen zehn Prozent über 52 Prozent des Vermögens verfügen.

Wissenschaftler untersuchen derzeit, ob die Dysfunktion durch Konstruktionsfehler oder Materialermüdung begünstigt wurde. Die Regierung hat die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) umgehend beauftragt, einen geeigneten Werkstoff für eine neue Schere zwischen Arm und Reich zu entwickeln, die sich schadlos noch erheblich weiter öffnen lässt.

Währenddessen warnen Unternehmerverbände bereits vor dem nächsten Desaster: Auch die Schere zwischen Arm und Arm dürfe nicht überlastet werden. Schon jetzt eigne sich angeblich nur ein Drittel aller Flaschensammler etwa die Hälfte des in öffentlichen Anlagen herumliegenden Leerguts an. Ein Sprecher: "Hier müssen wir massiv gegensteuern. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit."

Beruhigende Signale kommen dagegen aus der Medienwirtschaft: Nicht nur SPAM-Mitarbeiter versichern, dass die sogenannte Schere im Kopf noch einwandfrei funktioniert.



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