VW-Kurzarbeit abgewendet Getriebefreier Motor toppt alle Abgaswerte

So macht man aus der Not eine Tugend:


Die VW-Werkstätten freuen sich schon auf den nächsten großen Rückruf: Die Getriebe bereits ausgelieferter Fahrzeuge werden demontiert und verschrottet.
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Die VW-Werkstätten freuen sich schon auf den nächsten großen Rückruf: Die Getriebe bereits ausgelieferter Fahrzeuge werden demontiert und verschrottet.

Volkswagen wird derzeit von Zulieferern boykottiert. Angesichts fehlender Getriebeteile hätten zehntausende Mitarbeiter beinahe in die Kurzarbeit gehen müssen. Doch das ist nun vom Tisch - allerdings nicht infolge erfolgreicher Verhandlungen, sondern dank deutscher Ingenieurskunst!

Denn unter dem Druck des aktuellen Engpasses haben VW-Techniker eine spektakuläre Entdeckung gemacht:

Ein Automotor verbraucht erheblicher weniger Treibstoff, wenn er nicht über Achse und Räder des Fahrzeugs mit dem Straßenbelag verbunden ist und damit auch keinen Widerstand mehr überwinden muss.

Einem isolierten Antriebsaggregat ist es völlig egal, ob Gegenwind herrscht oder die Strecke steil ansteigt. Ohne hinderliche Kraftübertragungsmechanik verbraucht es im Stadtverkehr genauso viel Sprit wie auf der Landstraße.

Erste Messreihen belegen: Ein getriebefreier VW-Diesel setzt weit weniger Kohlendioxid frei und hält problemlos alle Emissionsstandards ein, an denen der Konzern jüngst noch so peinlich scheiterte. Für den Kraftfahrer ändert sich wenig: Der Wagen lässt sich ganz normal starten.

"Autopapst" Ferdinand Hudendöffer gegenüber SPAM: "Wenn sie in Wolfsburg gleich auf die überflüssigen Bauelemente verzichtet hätten, wäre ihnen der Abgasskandal erspart geblieben. Na ja, egal, besser jetzt als nie. Dumm gelaufen für die Zulieferer: Die können sich ihre Zahnräder jetzt in die Haare schmieren."

Als erstes überarbeitetes Modell kommt der Golf TF (Transmission Free) noch im Herbst in den Handel.



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