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De Maizières Counter-Strike

Killerspielspaßbremse Bundeswehr

Endlich werden die wahren Ursachen von Terror und Amok bekämpft.

Bundesinnenminister de Maizière überprüft derzeit persönlich sämtliche Bundeswehrlaptops mittels Sichtkontrolle. Zur Großansicht
DPA

Bundesinnenminister de Maizière überprüft derzeit persönlich sämtliche Bundeswehrlaptops mittels Sichtkontrolle.

Bisher gab es diesbezüglich nur zwei noch dazu voneinander isolierte Ideen. Doch nun könnte eine pfiffige Kombination beider Forderungen für mehr Sicherheit sorgen: Die Regierung will das Grundgesetz ändern und die Bundeswehr im Inneren sogenannter Killerspiele einsetzen!

Denn in populärer Unterhaltungssoftware spielen Bundeswehrangehörige derzeit keine nennenswerte Rolle. Sie wirken zwar in Afghanistan und Mali, aber nicht in Ego-Shootern. Das soll sich ändern. Künftig wird Deutschland nicht nur am Hindukusch verteidigt, sondern auch in Counter-Strike oder Call of Duty. Sobald ein intaktes Transportflugzeug verfügbar ist, werden erste Truppenteile in die virtuelle Realität verlegt.

Eine von Thomas de Maizière in Auftrag gegebene Konzeptstudie sieht zudem gewisse Änderungen in den Spielabläufen vor. So soll beim Betätigen der linken Maustaste künftig kein Projektil mehr abgefeuert, sondern ein Brunnen gebohrt, eine Mädchenschule gebaut oder mit dem Dorfältesten über die Opiumernte diskutiert werden. Das, so der Innenminister euphorisch, werde "die Gewaltspirale brutal durchbrechen".

Im Verteidigungsressort verfolgt man einen etwas anderen Ansatz. Ursula von der Leyen will das umstrittene Sturmgewehr G36 nun doch nicht ausmustern, sondern als Standardwaffe in Ballerspielen einsetzen: "Wenn du tausend Mal klickst und immer noch niemand umfällt, dann erlahmt dir irgendwann der Trigger-Finger. Spätestens das verdirbt jedem Hardcore-Gamer den Spaß."

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