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"Seine Tollität"

Erdogan kommt doch nach Köln

Ankara sorgt sich um die Meinungsfreiheit in Deutschland und spricht von einer "Schande für die Demokratie".

Vorfreude im Kölner Festkomitee: "Auch als Büttenredner ist 'Prinz Recep' unschlagbar!" Zur Großansicht
AP

Vorfreude im Kölner Festkomitee: "Auch als Büttenredner ist 'Prinz Recep' unschlagbar!"

Denn das Bundesverfassungsgericht hatte eine Videoansprache des türkischen Präsidenten an seine gestern in Köln versammelten Anhänger verboten.

Nun sagt die Rheinmetropole "sorry": Recep Tayyip Erdogan ist eingeladen, im kommenden Februar nicht nur per schnöder Datenübertragung, sondern leibhaftig und fünf Stunden lang in Köln aufzutreten - und das nicht nur vor kläglichen 40.000 Fans, sondern einem ekstatischen Millionenpublikum.

Nach SPAM-Informationen wurde Erdogan offiziell gebeten, beim Rosenmontagszug 2017 als "Prinz Recep" das legendäre Kölner Dreigestirn anzuführen. Im Festkomitee herrscht große Vorfreude: "Es wäre großartig, diesen wunderbaren Allmachthaber als 'Seine Tollität' feiern zu können." Wenn der hohe Gast wolle, könne er aber auch als Bauer ("Seine Deftigkeit") oder Jungfrau ("Ihre Lieblichkeit") auftreten.

Allerdings wollen die Organisatoren sich auch für den Fall vorbereiten, dass der Präsident wegen daheim anhaltender Säuberungs- und Aufräumarbeiten verhindert ist: "Dann werden wir, um ihn kultisch zu verehren, eine modellhafte Nachbildung seiner Einzigartigkeit durch die Stadt fahren lassen." Jedenfalls werde der kommende Karneval nicht ohne ihn stattfinden: "Unvorstellbar. Weil: Der Mann ist einfach jeck. Jecker geht's nicht."

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