Bald Rekordmeister? Hertha BSC offenbart Geheimplan

Nach insgesamt acht Hertha-Siegen im Kalenderjahr 2014 zeigt Sportchef Michael Preetz sich im SPAM-Gespräch "sehr, sehr zufrieden".


Publikumsliebling Herthinho (l.) wird immer wieder von den Fans gefordert, Trainer Luhukay jedoch bremst den Star: "Er kennt einfach zu viele Laufwege."
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Publikumsliebling Herthinho (l.) wird immer wieder von den Fans gefordert, Trainer Luhukay jedoch bremst den Star: "Er kennt einfach zu viele Laufwege."

"Natürlich hätte man den einen oder anderen Zufallssieg noch vermeiden können", so Preetz in den Katakomben des Olympiastadions unmittelbar nach dem jüngsten 0:5 gegen Hoffenheim. "Aber wir sind auf einem guten Weg. Dazu kommt das alljährliche Pokalaus bei einem Drittligisten. Die Fans lieben solche Traditionen!" Siege nämlich, das weiß Preetz, gefährden Herthas Jahrhundert-Unternehmen. "Ja, ich sage ganz offen und ehrlich: Wir wollen Rekordmeister werden!" Drei Zweitliga-Titel hat die Hertha bereits, ist damit bundesweit ganz vorne dabei. "Und bedenken Sie, dass man immer mindestens zwei Jahre braucht, um diesen Titel zu verteidigen!" Ein Vorstoß, als Zweitligachampion nicht in die ungeliebte Bundesliga aufsteigen zu müssen, sei bei der DFL auf Ablehnung gestoßen. "Dabei seien wir doch ehrlich: Was hat die große, ruhmreiche Hertha in einer Liga mit Hoffenheim, Paderborn und Augsburg zu suchen?" Damit ist aber auch das sportliche Dilemma des Hauptstadtklubs angedeutet: Bald schon wird er sich in seiner Stammliga mit starker Konkurrenz aus Dortmund, Stuttgart, Hamburg, Bremen zu messen haben. "Das wird ein Hauen und Stechen um den Titel", weiß Preetz, "aber wenn es nicht klappt, können wir ja wenigstens versuchen, mal gegen einen Viertligisten aus dem Pokal zu fliegen."



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