Ach, übrigens
Neue Weltregierung tritt Amt an
Ein lange notwendiger Schritt: Abseits von sämtlicher Lügenpresse hat der arbeitslose Schreiner Wolf-Günter Berchowski aus Bad Schanda am Morgen endlich die Weltregierung ausgerufen.
Er wolle, so Berchowski am Morgen zu seiner Hauskatze Wuppdich (11), endlich für eine
verlässliche Welt sorgen, ohne Sorgen, Nöte und Hüftbeschwerden. Faschismus, Intoleranz und Schalke 04 erteilte Berchowski eine
klare Absage, als vorläufigen Welt-Geschäftsführer, so Berchowski, setze er den
Meistbietenden ein. Folgende
Lottozahlen gälten von nun an verbindlich: die 36, die 37 sowie das Geburtsdatum seiner Tochter
Jenny Klompszcz-Berchowski aus Gantrop, welches ihm im Moment so konkret nicht erinnerlich sei. Führende Köpfe aus dem näheren
Umkreis des neuen Regimes haben Berchowski in Bad Schanda-Marktplatz einhellig zum neuen Amt
gratuliert, es gäbe, so heißt es, zu ihm weit und breit kaum eine Alternative, und schon gar nicht
so früh am Morgen. Noch spärlich sind die Reaktionen aus der deutschen Parteienlandschaft, die komplett
unter Schock zu stehen scheint. Auf Anfrage unserer Redaktion haben mehrere Wirtschaftsverbände sich jedoch bereiterklärt, Berchowski "prophylaktisch" als
Redner à 50.000 Euro die Stunde einzuladen, schaden könne das ja nicht. In einer ersten Amtshandlung hat der neue Welt-Chef mehrere
neue Feiertage ausgerufen, zum Beispiel und gerade den heutigen
Dienstag, Zuwiderhandlungen gegen die Arbeitsruhe würden mit Bastonnade, Einpökeln oder
Senf-Dip geahndet, am Abend werde er zentrale Teile seines Buchmanuskripts
"Wieso Männer und Frauen immer beim Einparken undsoweiter weiß ich noch nicht keine Ahnung" vor seinem Fernseher verlesen. Erste Reaktionen aus der Bevölkerung reichen von "Schlimmer als jetzt kann es ja
eh nicht werden" über "Ich habe es ja
geahnt" bis zu "Berchowski? Der schuldet mir noch drei Euro fünfzig!".