Hamburg - Er habe mit mehreren anderen Hamburger Islamisten 1998 einen Bombenanschlag auf das US-Generalkonsulat in der Hansestadt ins Auge gefasst, habe Zammar ausgesagt. Unklar freilich ist, unter welchen Umständen die Verhöre stattfanden. Das Objekt, so Zammar, sei ausgespäht worden; die Gruppe habe aber wegen der hohen Sicherheitsvorkehrungen einen Anschlag für schwer durchführbar gehalten und deshalb von dem Plan Abstand genommen.
Monate später vermittelte Zammar der Gruppe um Atta eine Ausbildung in al-Qaida- Lagern in Afghanistan. Dort sollen auch die Anschläge vom 11. September besprochen worden sein.
Der gebürtige Syrer Zammar, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war Ende vergangenen Jahres in Marokko festgenommen und nach Syrien verschleppt worden. Sollte ihm der Nahost-Staat keinen Prozess machen, wollen sich deutsche Ermittler um seine Auslieferung bemühen.
© DER SPIEGEL 45/2002
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