Endlich einmal eine gute Nachricht für die Ostsee: Zum
ersten Mal seit zehn Jahren fließen wieder große Mengen
sauerstoffreichen Nordseewassers in das Baltische Meer.
"Wir sind optimistisch, dass dieser Zufluss das
Tiefenwasser der Ostsee für einen längeren Zeitraum
gesunden lässt", sagt Rainer Feistel vom Institut für
Ostseeforschung in Warnemünde. Ausgelöst hat das seltene
Phänomen der Wind: Anfang Januar drückte er konstant Wasser
aus der Ostsee heraus, ihr Pegel sank rapide. Danach blies
der Wind plötzlich genau aus der entgegengesetzten Richtung
und sorgte so für den Nordseewasser-Zufluss sehr zur
Erleichterung der Meeresforscher. Feistel: "Den letzten
großen Einbruch hatten wir 1993. Seitdem ist der
Sauerstoffgehalt ständig geringer
geworden."
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© DER SPIEGEL 5/2003
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