Hamburg - Der BND unterrichtete schon vor Monaten sowohl das Kanzleramt als auch den Auswärtigen Ausschuss des Bundestags über den Verdacht. US-Außenminister Colin Powell hatte vor drei Wochen dem Weltsicherheitsrat Zeichnungen solcher rollenden Labore vorgelegt.
Für extrem unwahrscheinlich hält das Kanzleramt dagegen Meldungen, bei den mutmaßlichen Giftküchen handle es sich um jene Iveco- Lastwagen mit toxikologischen Laboren aus Deutschland, die in den achtziger Jahren mit offizieller Genehmigung der Bundesregierung in den Irak geliefert worden waren. Obwohl die Ausstattung der Labore ausgerechnet eine hessische Firma besorgte, die später in Verdacht geriet, die irakische Giftgasproduktion mit aufgebaut zu haben, gelten die Anlagen als völlig ungeeignet für die Produktion.
Die deutschen Lkw sollten nach Giftgaseinsätzen der irakischen Armee überprüfen, ob Saddams Truppen gefahrlos vorrücken können.
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© DER SPIEGEL 9/2003
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