Schwangere Frau mit Zigarette
Selbst moderates Rauchen in der Schwangerschaft verändert das Verhalten von Babys auf dramatische Weise, melden amerikanische Ärzte jetzt in der Zeitschrift "Pediatrics": Im Unterschied zu 29 Sprösslingen von Nichtraucherinnen erwiesen sich 27 Raucherinnenkinder nach ihrer Geburt als zappeliger, erregbarer, verkrampfter, anfälliger für Stress und schwerer zu trösten.
Bekannt war bisher nur, dass Rauchen zu niedrigem Geburtsgewicht führt. Das kann aber nicht die Ursache für die jetzt beobachteten Verhaltensauffälligheiten sein, da in der Studie nur Raucherbabys mit normalem Geburtsgewicht berücksichtigt wurden.
In ihrem auffälligen Betragen ähnelten sie den Kindern von drogensüchtigen Müttern, die während der Schwangerschaft Kokain oder Heroin konsumieren. Je höher die Nikotinkonzentration im Mutterleib, desto stärker gestört waren die Kinder. Selbst wenn eine Mutter nur sechs bis sieben Zigaretten pro Tag raucht, ist ein Effekt messbar.
© DER SPIEGEL 23/2003
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