Wem im Tal des Nils die braungraue Schlange mit zwei dunklen Bändern um den Nacken begegnet, dem hat sich ein Exemplar der gerade neu entdeckten Nubischen Speikobra (Naja nubiae) in den Weg gestellt.
Doch Freude über die seltene Begegnung sollte den Respekt nicht übersteigen: Bis zu drei Meter kann das Reptil sein Gift spritzen. "Wie eine Wasserkanone", erklärt Wolfgang Wüster von der University of Wales in Bangor und warnt vor dem giftigen Strahl: "Trifft das Gift die Augen, kann man sogar erblinden." Der Zoologe hat unter anderem anhand von Erbgutanalysen eine Schlange dieses Aussehens als neue Kobra-Art identifiziert.
Der britische Tierschutzverein hat den Kaltblüter bei einem Schlangenfan sichergestellt und dem Londoner Zoo überstellt. Dort wurde das knapp 80 Zentimeter lange Tier zunächst für eine Rote Speikobra gehalten. Beim näheren Betrachten stellten die Pfleger im Reptiliengehege allerdings Unterschiede fest. Dank Wüster muss die Artenzahl der Echten Kobras im Tierlexikon nun auf 20 korrigiert werden.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Natur | RSS |
© DER SPIEGEL 28/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH