Das Finale der US-Football-Meisterschaft, der Super Bowl, ist nicht nur ein nationales Ereignis, es ist auch ein sehr gutes Geschäft für die Betreiber von Internet-Wettbüros. In den Tagen und Stunden vor dem Beginn des Endspiels steigt die Zahl der abgegebenen Wetten massiv an, vorausgesetzt, die Büros sind über das Netz erreichbar. Vor dem diesjährigen Super Bowl konnten viele Wetten nicht platziert werden.
Den Verdienstausfall verdanken die Firmen organisierten Gangsterbanden, sie teilten den Wettbüros schon vor Monaten in E-Mails mit, dass ihre Zugänge zum Netz blockiert würden, wenn sie kein Schutzgeld überwiesen. Die geforderten Summen lagen zwischen 15.000 und 30.000 Dollar. Ermittler vermuten, dass es sich um Banden mit Erfahrung in dieser Art von Geschäft handle. Anfänger seien gieriger und würden größere Summen fordern. Sehr wahrscheinlich operieren die Täter von Osteuropa aus.
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© DER SPIEGEL 7/2004
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