Ausländer, die in Deutschland studieren wollen, müssen vor Aufnahme des Studiums Deutschkenntnisse nachweisen. Bei der so genannten Hörverstehen-Prüfung hat das Münchner Goethe-Institut, das die Tests entwickelt, nun neue Hürden aufgebaut: Der Text, den die Prüflinge zusammenfassen sollen, ist auf einer bundesweit verschickten Kassette in stark Berchtesgadener Sprachfärbung gesprochen. Die Durchfallquote, so Dozenten, ist denn auch deutlich höher als bei hochdeutsch gesprochenen Texten. Doch das Goethe-Institut will trotz Protestnoten der Deutschlehrer die Bayern-Kassette weiter verwenden. "Schließlich müssen die Ausländer", sagt Michaela Perlmann-Balme, zuständige Referentin für Sprachprüfungen, "auch österreichischen und Schweizer Tonfall verstehen können."
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