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Ausgabe 14/2005
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04.04.2005
 

Literatur

Teuflisches Programm

Rätsel, Codes und Geheimnisse sind seine Passion. Und Kryptologen, die Leute, die sie berufsmäßig knacken, sind seine Helden. Der amerikanische Bestsellerautor Dan Brown, 40, der mit seinem Gral-Schmöker "Sakrileg" immer noch die Verkaufslisten beherrscht, debütierte in den neunziger Jahren ebenfalls mit einem Rätsel-Thriller.

Nun ist das Buch unter dem griffigen Titel "Diabolus" auch bei uns erschienen. Susan Fletcher, eine junge, selbstverständlich betörend schöne Computerspezialistin, arbeitet im geheimsten Rechenzentrum der Welt. Hier dechiffriert die National Security Agency (NSA), der allergeheimste US-Geheimdienst, hauptsächlich hochkompliziert verschlüsselte Texte.

Der riesige Computer ist so leistungsstark, dass er noch jeden Code knacken konnte. Drogenbosse, Terroristen, feindliche Staatsmänner oder andere böse Buben, die sich in ihren Mails, Faxen oder Telefongesprächen einer Geheimsprache bedienen, werden vom NSA-Rechner enttarnt. Doch die technische Überlegenheit ist plötzlich in Gefahr: Diabolus, ein schier unentwirrbares Teufelsprogramm, bedroht den Computer und zwingt ihn zu selbstzerstörerischen, langwierigen Rechenoperationen. Wird Diabolus nicht innerhalb einer bestimmten Zeit gestoppt, könnten Hacker ungehindert auf die Daten des Rechenzentrums zugreifen. Ein ehemaliger NSA-Mitarbeiter wird verdächtigt, aus Rache den Angriff auf den Computer gestartet zu haben. Susans Freund David Becker, ein Universitätsdozent, wird nach Europa geschickt, um den flüchtigen Bösewicht zu fangen und ihm das Passwort zu entreißen, das Diabolus einzig stoppen kann.

Routiniert und leider reichlich vorhersehbar spult Dan Brown seine Bits-und-Bytes-Story ab. Spannung erzeugt er nach bewährtem Suspense-Muster. Am Ende bekommen dann sowohl die Liebe als auch die Wahrheit ihre wohlverdiente Chance.


Dan Brown: "Diabolus". Aus dem Amerikanischen von Peter A. Schmidt. Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach; 528 Seiten; 19,90 Euro.

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