AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 2/2009
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05.01.2009
 

Privatfernsehen

Es bewegt uns noch

Von Markus Brauck, Isabell Hülsen und Thomas Tuma

Das deutsche Privatfernsehen feiert seinen 25. Geburtstag. Und nicht alles war seither grauenvoll. Viele Formate setzten langfristige Akzente - im Guten wie im Schlechten.

Vor 25 Jahren begann nach langem politischen Hickhack ein ganz besonderes Zeitalter in Deutschland - die Ära des Privatfernsehens. Ein paar versprengte Ludwigshafener Kabel-Haushalte waren die ersten, die schon am Neujahrstag 1984 ab 9.58 Uhr das Programm des damaligen Sat.1-Vorläufers PKS empfangen konnten. Tags darauf startete RTL. Bis zur flächendeckenden Versorgung der Republik mit bonbonfarbener Unterhaltung verging dann allerdings noch einige Zeit.

Aus den dilettantischen Hinterhof-Angreifern wurden zwei große Fernsehkonzerne mit Milliardenumsätzen. Die RTL-Familie gehört heute weitgehend dem Gütersloher Bertelsmann-Konzern. Die Mehrheit am Rivalen ProSiebenSat.1 ist im Besitz von zwei Finanzinvestoren, die dem Senderverbund Milliardenschulden aufgebürdet haben.

Und auch wenn bereits 1979 der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt befand, kommerzielles Fernsehen sei "gefährlicher als Kernenergie", muss man mittlerweile doch feststellen: Es war nicht alles schlecht in diesem Vierteljahrhundert.

Vieles hielt (oder hält) sich in dem angeblich so atemlosen Kommerz-TV erstaunlich lange, manches schon seit 10, 15 oder gar mehr als 20 Jahren. Einige Formate haben immerhin Debatten ausgelöst, die es wert waren.

Daher nun: ein Rückblick auf 25 Jahre in willkürlich ausgewählten Kapiteln - und ein Nachtrag.

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