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Ausgabe 8/2010
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22.02.2010
 

Luftfahrt

Gehirnschlag im Cockpit

Von Gerald Traufetter

6. Teil: Minute vier: Aufprall


Über 200 Tonnen Metall, Plastik, Kerosin und menschliche Körper zerschellen auf der Wasseroberfläche. Mit welcher Wucht, liest sich aus dem forensischen Untersuchungsbericht, der minutiös beschreibt, wie Lungenflügel gerissen und Knochen der Länge nach zerborsten sind. Manche Leichen hat der Gurt in zwei Teile zertrennt.

Viele der gefundenen Wrackteile sind nicht größer als ein Quadratmeter. Die Bruchkanten verlaufen in einem auffälligen Winkel. Demzufolge knallte die Maschine nicht senkrecht, sondern wie eine flache Hand auf das Wasser; die Flugzeugspitze war fünf Grad nach oben gestellt. Aufschlussreich ist besonders das große Seitenleitwerk am Heck, das von der brasilianischen Marine aus dem Wasser geborgen wurde. Es riss sich aus der Verankerung und flog nach vorn weg. Die daraus bestimmte Wucht bedeutet: Mit mehr als dem 36-Fachen der Erdbeschleunigung (36g) wird der A330 abgebremst.

Während Airbus die Bedeutung der Pitot-Sonden beim Absturz des A330 noch immer herunterspielt, haben die Ingenieure des Unternehmens bereits neue Techniken entwickelt, die den Ausfall der Geschwindigkeitssensoren künftig schon vor dem Abheben entdecken sollen. Am 3. Dezember 2009 hat Airbus dafür in den USA ein Patent angemeldet. Fehler in der Geschwindigkeits-Messung könnten "katastrophale Folgen haben", heißt es in der Patent-Anmeldung.

Schon seit einigen Jahren bietet Airbus seinen Kunden (für 300 000 Euro pro Maschine) auch ein spezielles Sicherheitsprogramm ("Buss") an. Wenn die Geschwindigkeitsanzeige ausfällt, zeigt die Software den Piloten an, in welche sichere Fluglage er die Maschine bringen muss.

Air France hat den Kauf der Sonderausstattung bislang abgelehnt.

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insgesamt 351 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.03.2010 von speculum strigidarum: Netiquette anyone?

Ich will Ihnen die verbale Unverschämtheit oben einmal nicht anrechnen. Natürlich hat schon jeder erfahrene Langstreckenflieger einmal z.B. beim Durchfliegen der ITC Windshears aloft erlebt. Wake turbulence (Wirbelschleppen) [...] mehr...

09.03.2010 von Knalltüte: Wirbelschleppen

Eine der bekanntesten Fotoaufnahmen von Wirbelschleppen einer 747 findet man hier (durchrollen nach unten) Why Ultralights shouldn't do formation flying with 747's. (http://www.aviationpics.de/pretty/pretty.htm) Es gibt sie [...] mehr...

08.03.2010 von Satiro: Shear Winds?

Tja, was man sich so alles vorstellen kann! ;-) Wirbelschleppen (engl. wake turbulence),und Scherwinde (wind shear ) können einen Flieger, welcher gerade vom Computer gesteuert wird, auch in ziemlich heikle Situationen [...] mehr...

07.03.2010 von speculum strigidarum: Q-Corner / Excessive turbulence

Coffin Corner ist im stabilen Reiseflug incl. Rate Turns kein Thema, denn: die Maximum Altitude liegt immer unter der Altitude, in der man die Coffin Corner erreichen würde. Dass man durch exzessive Turbulenz aber die [...] mehr...

06.03.2010 von Knalltüte: Gehirnschlag im FMC

Werte SPON-Passgiere, lassen Sie sich bitte nicht davon irritieren, dass der FMC (Foren-Managment-Computer) der Turing-Software temporär in den Underground-Modus der 2ten CPU geschaltet wurde, ab jetzt wieder voll im Flight Modus. [...] mehr...

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Protokoll: Die letzten Signale des Unglücks-Airbus

23 Uhr (Ortszeit)

Der Pilot meldet der Zeitung "O Estado de S. Paulo" zufolge, dass er durch "CBs" fliege - schwarze, elektrisch aufgeladene Wolken, die mit starken Winden und Blitzen einhergehen. Satellitendaten haben gezeigt, dass Gewitterwolken zu dieser Zeit bis zu 160 Kilometer pro Stunde schnelle Sturmböen gegen die Flugrichtung der Maschine schickten.

23.10 Uhr

23.13 Uhr

23.14 Uhr






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