Von Detlef Hacke
Am Sonntag (13 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) startet die Formel 1 in die Saison, und es scheint, als stünde in Bahrain eine Entladung bevor, so angespannt ist die Atmosphäre. Von der bisher spannendsten Saison schreiben die Zeitungen, vom Comeback des Jahrtausends ist die Rede, von Jagd, Stolz, Verrat und Rache.
Ferrari will das abtrünnige Idol Schumacher besiegen und schickt Ex-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien ins Rennen. McLaren, von Daimler zum Kundenteam herabgestuft, will beweisen, dass es den schnelleren Mercedes baut, und bildet mit den Champions der vorigen beiden Jahre, Lewis Hamilton und Jenson Button, eine Art englisches Nationalteam. Es geht gegen die Deutschen, der Klassiker. Londons Presse schreit "Schlacht" und "Krieg" und nennt Schumacher den "brit basher".
Und in Deutschland? "Wir wollen alles oder nichts", ruft Daimler-Chef Zetsche beim Genfer Autosalon, als hinge von der Formel 1 das Schicksal des Konzerns ab. Welcher Fahrer wird Schumacher am stärksten herausfordern: Sebastian Vettel, 22, der Vizeweltmeister von Red Bull Racing, oder Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, 24? Wem werden die Sympathien gelten: Vettel, intelligent, unverkrampft und schlagfertig? Oder Rosberg, modebewusster und kosmopolitischer als die anderen, ein blonder Posterboy?
Oder wird doch Schumacher ganz vorn sein, der Altmeister, Werbebotschafter, Fitnessfreak, Weltstar? Laut Umfragen glaubt die Hälfte der Deutschen daran, dass er dieses Jahr Weltmeister werden kann.
Am Mittwoch ist Michael Schumacher von Genf aus in seinem Privatjet nach Bahrain geflogen. Er wurde dort erwartet.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Formel 1 | RSS |
| alles zum Thema Formel 1 | RSS |
© DER SPIEGEL 10/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH