AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 16/2003

Internet Elektronischer Müll

Sie machen Reklame für Wunderdiäten oder Penisverlängerungen, sie preisen Porno-Seiten an oder bewerben hundertprozentig sichere Methoden, schnell reich zu werden. Die Menge unerwünschter Werbung in der Mailbox, so genannter Spam, nimmt dramatisch zu.


Im Jahr 2001 waren etwa 8 Prozent aller verschickten Mails in den USA Spam, mittlerweile liegt die Quote bei mehr als 30 Prozent.

Der durchschnittliche deutsche Internet-Nutzer wird in diesem Jahr rund 700 Werbe-E-Mails erhalten, für US-Bürger rechnen Experten sogar mit 2500 Briefen. Vor allem für Firmen wird die Flut zum Problem, weil ihre Mitarbeiter zum Teil 40 oder mehr Mails löschen müssen, bevor sie die wichtigen Nachrichten bearbeiten können.

Alle Versuche, Spam zu bekämpfen, sind bisher fehlgeschlagen. Zwar gibt es Filterprogramme, aber die sind entweder leicht auszutricksen oder umständlich zu bedienen. Die einzige Lösung besteht zurzeit darin, mehrere E-Mail-Boxen zu haben: eine für wichtige Kontakte, die anderen für die normale Kommunikation ­ die Zweitadresse wechselt man, wenn der Müllanteil zu groß wird.



© DER SPIEGEL 16/2003
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