AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 27/2003

Tiere Monster vom Grund des Ozeans


Blattschupper Nacktaugenkalmar Gespenstkrabbe

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Was Forscher in den letzten Wochen im Meer zwischen Neuseeland und Australien aufgespürt haben, sieht eher nach der Requisite eines Horrorfilms aus: Da ist ein Fisch namens Blattschupper mit Zähnen fast so groß wie sein Kopf, ein Tintenfisch aus der Gruppe der Nacktaugenkalmare mit einem großen und einem kleineren Auge oder eine Langnasen-Chimäre, an deren Kopf ein dolchartiger Fortsatz zum Empfang von Elektrosignalen sitzt. Bizarr auch eine Gespenstkrabbe mit langen roten Beinen.

Insgesamt 500 Fischspezies und 1300 Arten wirbelloser Tiere entdeckte das Wissenschaftlerteam aus Neuseeland und Australien bei Untersuchungen in Tiefen bis zu 1200 Metern. Einige davon unbekannt. Über ein Jahr werden die Wissenschaftler brauchen, bis sie alle kuriosen Lebensformen exakt klassifiziert haben. Dann geht es um die Erforschung ihrer anatomischen Funktionsweise.

Ein Geheimnis kennen die Zoologen bereits: Damit der Blattschupper sich mit seinen riesigen Zähnen nicht ins Gehirn pikst, verfügt er am gegenüberliegenden Kiefer über spezielle Schächte. Wie ein Schwert in die Scheide gleiten die Zähne beim Zubeißen dort hinein.



© DER SPIEGEL 27/2003
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