AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 14/2004

Hamas Rantissi kündigt Anschläge "ohne Tabu" an

Mit einer weiteren Eskalation der Gewalt droht der neu ernannte Hamas-Chef im Gaza-Streifen, Abd al-Asis al-Rantissi: "Es gibt kein Tabu, die Tore sind offen", sagte der Nachfolger des von Israel getöteten Fundamentalisten-Führers Ahmed Jassin dem SPIEGEL.


Hamas-Kämpfer: Allzeit zum Kampf bereit
AP

Hamas-Kämpfer: Allzeit zum Kampf bereit

Hamburg - Er hoffe sehr, dass der nächste Anschlag "wirklich stark" sein werde. Denn auch nach dem Tod ihres Mitbegründers Jassin werde die Hamas "den Weg von Scheich Jassin weitergehen" und "gegen die Besatzer operieren". Für die extremistische Organisation sei nun oberste "Priorität, die Palästinenser im Widerstand zu vereinen", betonte Rantissi.

Rantissi: "Ich hasse Scharon"
AP

Rantissi: "Ich hasse Scharon"

Dass die Fundamentalisten auch Israels Premier Ariel Scharon ins Visier nehmen, schloss Rantissi nicht aus. "Ich hasse Scharon", bekannte der neue Hamas-Führer, aber die Planung künftiger Anschläge sei "dem militärischen Flügel der Hamas überlassen".



© DER SPIEGEL 14/2004
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