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Ausgabe 41/2010

Hochschulen: Das bescheidene Geschlecht

Von und

Weiblich, schlau, unterbezahlt: Frauen bringen sich selbst um den Lohn ihrer Leistung, weil sie schon bei ihrer ersten Bewerbung zurückhaltend auftreten. Selbst mit Spitzennote fordern Studentinnen weniger als ihre schwächeren männlichen Kommilitonen.

Sie haben so viel gelernt in ihren Jahren an der Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz, wissen alles über die Resistenzmechanismen gegen Antibiotika, den Kohlenstoffkreislauf oder die Geschichte des Buchhandels - und nun üben sie das wahre Leben.

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Das Seminar heißt "Studentinnen planen Karriere", auf dem Programm steht der Lebenslauf, und auf die Frage der Referentin Petra Hirsch, was da denn hineingehöre, antworten die neun Studentinnen pflichtschuldig: Praktika, Studiennoten, Auslandsaufenthalte, das Übliche eben.

"Ein Stipendium ist nicht so wichtig, oder?", schiebt eine der Teilnehmerinnen noch nach. "Doch, auf jeden Fall", antwortet die Karrieretrainerin, wer denn ihr Studium fördere? "Die Studienstiftung des deutschen Volkes. Das hatte ich bisher nie erwähnt."

Ein Fehler, und ein typischer. Das renommierte Stipendium zu verschweigen bleibt beim Workshop an diesem Freitagnachmittag nicht das einzige Versäumnis.

Eine Geografiestudentin erzählt, es sei ihr unangenehm, in der Firma ihres Nebenjobs nach einem Arbeitszeugnis zu fragen. "Das müssen Sie sich unbedingt noch holen", rät Petra Hirsch. Eine junge Medienwissenschaftlerin erläutert, war-um sie sich auf eine Stellenanzeige nicht bewerben mochte: "Ein Profi" in dem gefragten Computerprogramm sei sie ja gerade nicht.

"Das können Sie ja immer noch werden, wenn Sie den Job haben", entgegnet die Trainerin. "Trauen Sie sich, präsentieren Sie Ihr Können!" Die Runde nickt zustimmend. "Männer machen das ständig so", murmelt eine der Studentinnen.

EU-Justizkommissarin Viviane Reding erwartet mehr Tatendrang

Frauen machen das nicht so. Sie sind das bescheidene Geschlecht.

Und das hat Auswirkungen, wenn es ums Geld geht. Das ist einer der signifikantesten Schlüsse, die aus der Studentenspiegel-Umfrage zu ziehen sind. In ihr gaben die teilnehmenden Studentinnen und Studenten nicht nur Auskunft über Studienverlauf und Karriereträume, sondern auch darüber, was sie für eine Entlohnung erwarten. Dabei offenbaren sich erhebliche Unterschiede zwischen Frau und Mann:

  • Mit 2877 Euro brutto pro Monat rechnen Studentinnen im ersten Vollzeitjob, ihre männlichen Kommilitonen hingegen mit 3456 Euro, also 20 Prozent mehr.
  • Auch wenn die beiden Geschlechter denselben Studiengang belegen, klafft die Schere auseinander, unter Juristen beispielsweise um 19 Prozent.
  • In den meisten Fächern erwarten selbst die besten 25 Prozent der Frauen noch weniger Gehalt als die schlechtesten 25 Prozent der Männer.

Die Zahlen des Studentenspiegels schärfen den Blick auf ein Thema, das Politik und Wirtschaft schon seit einiger Zeit heiß diskutieren: die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern.

Mitte September bekräftigte die EU-Kommission, dass sie künftig stärker gegen ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen vorgehen werde. "Ich erwarte mehr Ambition und mehr Tatendrang", sagte EU-Justizkommissarin Viviane Reding speziell an die Adresse Deutschlands. In der Bundesrepublik, so hat die Hochschule Pforzheim errechnet, verdienen männliche Studienabgänger knapp neun Prozent mehr als weibliche. Und in Frankreich will das Parlament ein Gesetz auf den Weg bringen, nach dem Unternehmen bestraft werden sollen, falls sie ungerecht entlohnen.

Wer wenig fordert, bekommt auch weniger

Angesichts der Daten des Studentenspiegels sind Zweifel angebracht, ob die Ungleichbezahlung per Appell an die Arbeitgeber oder gar per Gesetz abgeschafft werden könnte. Denn die Gehaltslücke ist bereits da, bevor junge Akademikerinnen ins Berufsleben eintreten - in den Köpfen der künftigen Bewerberinnen.

Die Lücke hat zu tun mit Lebens- und Karriereplänen, die sich grundsätzlich unterscheiden von denen vieler männlicher Kommilitonen. So wählen Abiturientinnen überproportional Studienfächer, die weniger einträglich sind, zum Beispiel Erziehungs- oder Sozialwissenschaften und Sprachen. Ihnen sind Heirat und Familie wichtiger als den Männern, und wenn später einmal Nachwuchs anstehen sollte, dann sind sie auch bereit, für die Erziehung die eigene Laufbahn "zumindest vorübergehend zurückzustellen".

Ein ganzer Katalog weiblicher Werte scheint bei den Ergebnissen durch: Realitätssinn, Verwurzelung, soziale Verantwortung. Deutlich mehr Frauen als Männer beklagten, dass in der Gesellschaft zu viel Leistungsdruck herrsche.

Der Atmosphäre an den Hochschulen, dem Klima auf dem Arbeitsmarkt dürfte die aktuelle Generation der Jungakademikerinnen, die längst die Hälfte aller Studienanfänger stellen, guttun. Nur finanziell zahlt sich ihr Marsch durch die Institutionen des Bildungswesens für sie nicht entsprechend aus. Warum das so ist, macht die Umfrage überraschend klar deutlich: Wer wenig fordert, bekommt auch weniger - für Psychologen der klassische Fall einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Nelson Killius, 42, kennt diesen Mechanismus aus täglichem Erleben. In München leitet er das Recruiting der Unternehmensberatung McKinsey und hat die Studentenspiegel-Studie mitbetreut. "Wenn ich den Lebenslauf einer Frau vor mir liegen habe, weiß ich, dass sie die Hälfte weglässt." Dazu gehörten etwa Sprachen, berufliche Erfahrungen, soziales Engagement oder Hiwi-Jobs an der Uni: "Es ist zum Haareraufen."

Männer stapeln hoch, Frauen tief

So habe er bei einer Bewerberin, die im Studium sehr erfolgreich war, erst durch mehrmaliges Nachfragen herausgefunden, dass diese als Studentin nebenbei freiwillig in einem Altersheim aushalf. Dann habe sie aber gleich abgewiegelt: "Das mache ich nur einmal pro Woche." Killius' Resümee: "Männer neigen zum Hochstapeln, Frauen zum Tiefstapeln."

Eine Beobachtung, die von Personalchefs unterschiedlichster Branchen geteilt wird. Ulrike von den Driesch, 44, hat in Köln für einen Versicherungskonzern und ein Handelsunternehmen Hunderte Einstellungsgespräche geführt. Die Neigung zum Understatement, berichtet die Psychologin, fange schon bei den Bewerbungsunterlagen an. "Ein Mann schreibt rein, wenn er drei Monate mit dem Rucksack durch Kalifornien gereist ist. Eine Frau macht das nur, wenn sie dort auch ein Sprachzertifikat erworben hat."

Männer vermarkten auch abgelegene Hobbys, Frauen beschränken sich eher auf Zeugnisse, in denen die eigenen Fähigkeiten beurkundet sind. Eine typisch männliche Antwort sei im Gespräch: "Ich kann das lernen." Frauen legten hingegen eher offen, was ihnen für einen Job noch fehle, sagt Ulrike von den Driesch.

Das wirke sich in Gehaltsverhandlungen aus. Die männliche Strategie: eine konkrete Zahl nennen, häufig unter Verweis auf einen Bekannten im Unternehmen oder in der Branche. Die weibliche Strategie: fragen, was im Unternehmen denn so gezahlt werde, und dann diese Summe akzeptieren.

Auch wenn für Berufseinsteiger der Spielraum nicht allzu groß sei, seien 500 Euro Unterschied beim ersten Monatslohn in vielen Jobs durchaus drin. Das zum Gehaltspoker hilfreiche Selbstbewusstsein versucht Ulrike von den Driesch nun den Studentinnen und Studenten der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach einzuimpfen.

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1. Spitzennote: in welchem Geschäft kann man sich dafür etwas kaufen?
Riff 15.10.2010
Zitat von sysopWeiblich, schlau, unterbezahlt: Frauen bringen sich selbst um den Lohn ihrer Leistung, weil sie schon bei ihrer ersten Bewerbung zurückhaltend auftreten. Selbst mit Spitzennote fordern Studentinnen weniger als ihre schwächeren männlichen Kommilitonen. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,722489,00.html
Ach, herrje. Schon wieder so ein Aufeinandergehetze von Männlein und Weiblein. Muss das ein allwöchentliches Ritual sein? Wer weniger fordert, hat bessere Aussichten, eingestellt zu werden! Vielleicht ist es somit nur kluge Berechnung und keine Selbstunterschätzung. Wer verlangt, nach seiner Leistung und seinem Können bezahlt zu werden, fliegt doch als erstes in die Ablage des "human resources manager". Egal, welchen Geschlechts er, sie oder es ist. Männer können hier von den Frauen also noch lernen.
2. ...
acitapple 15.10.2010
Zitat von sysopWeiblich, schlau, unterbezahlt: Frauen bringen sich selbst um den Lohn ihrer Leistung, weil sie schon bei ihrer ersten Bewerbung zurückhaltend auftreten. Selbst mit Spitzennote fordern Studentinnen weniger als ihre schwächeren männlichen Kommilitonen. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,722489,00.html
wenn ich mir den artikel durchlese habe ich den eindruck, dass die softskills der männer vielleicht doch etwas ausgeprägter sind als die der damen. immerhin schaffen sie es mit weniger leistung einen höheren ertrag zu erwirtschaften ;-)
3. Das ist auch klug, weil mehr nicht zu holen ist
GM64 15.10.2010
Zitat von sysopWeiblich, schlau, unterbezahlt: Frauen bringen sich selbst um den Lohn ihrer Leistung, weil sie schon bei ihrer ersten Bewerbung zurückhaltend auftreten. Selbst mit Spitzennote fordern Studentinnen weniger als ihre schwächeren männlichen Kommilitonen. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,722489,00.html
Wenn man arg drängelt, nervt sich der Chef. Wenn der Chef meint, dass man es Wert ist, dann zahlt er auch. Man muss halt den Eindruck hinterlassen, dass man wichtig ist, und das fällt häufig sehr schwer. Man muss für den Chef nützlich sein. Das heißt nicht, dass man so und solche Kenntnisse hat. Er muss sich mit einem Identifizieren können. Dann kommt auch das Geld. Die Chef Sekretärin verdient meistens mehr als ein Ingenieur. Sie ist für den Chef halt wichtiger, weil eine Vertraute. Wenn die Firma pleite geht bleibt nur noch der SysAdmin. Als Systemadministrator verdient man auch wesentlich mehr als ein Entwickler und der muss aber mehr können und mehr leisten. Viele sind eher bereit dem Hund ein goldenes Halsband zu kaufen als für ein Handy auszugeben. Der Hund ist halt sympathischer als als der Handy Hersteller. Vor allem macht der Hund immer was man will. Wer auf dem Christkindlesmarkt Würstchen verkauft, verdient auch mehr als so mancher mit Studium.
4. Bewusstsein stärken
immerzu 15.10.2010
Zitat von RiffAch, herrje. Schon wieder so ein Aufeinandergehetze von Männlein und Weiblein. Muss das ein allwöchentliches Ritual sein? Wer weniger fordert, hat bessere Aussichten, eingestellt zu werden! Vielleicht ist es somit nur kluge Berechnung und keine Selbstunterschätzung. Wer verlangt, nach seiner Leistung und seinem Können bezahlt zu werden, fliegt doch als erstes in die Ablage des "human resources manager". Egal, welchen Geschlechts er, sie oder es ist. Männer können hier von den Frauen also noch lernen.
Was der Artikel mit "Aufeinandergehetze" zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht ganz. Ich halte die dort beschriebenen Haltungen der Frauen für ganz typisch und für eine der Hauptursachen dafür, dass Frauen den Männern karrieretechnisch noch immer hinterherhinken. Die Thematik war schon zu meiner Studienzeit eine. Auch wurde und wird beispielsweise in Rhetorikseminaren für Frauen immer wieder auf die angesprochene Zurückhaltung unter anderem bei Gehaltsverhandlungen hingewiesen. Trotzdem muss ich mir auch heute noch nach doch einigen Berufsjahren immer wieder vor solchen Verhandlungen bewusst machen, was ein Mann in meiner Position verlangen würde. Es handelt sich ganz klar um eine Erziehungsfrage. Ehrgeiz wird noch immer bei Jungen wesentlich positiver bewertet als bei Mädchen. Von daher sollten sich Eltern halt immer wieder an ihre eigene Nase fassen und ihre Töchter mit ausreichend Selbstvertrauen "versorgen".
5. .
matthias_b. 15.10.2010
Zitat von RiffAch, herrje. Schon wieder so ein Aufeinandergehetze von Männlein und Weiblein. Muss das ein allwöchentliches Ritual sein? Wer weniger fordert, hat bessere Aussichten, eingestellt zu werden! Vielleicht ist es somit nur kluge Berechnung und keine Selbstunterschätzung. Wer verlangt, nach seiner Leistung und seinem Können bezahlt zu werden, fliegt doch als erstes in die Ablage des "human resources manager". Egal, welchen Geschlechts er, sie oder es ist. Männer können hier von den Frauen also noch lernen.
Ach was, meine Freundin hat auf ihre Stelle die perfekten Voraussetzungen mitgebracht. Wurde genommen, hat aber überhaupt nicht verhandelt. Der Personalchef wollte sie dann mit 2100 brutto abspeisen, erst hinterher wurde ihr Gehalt auf 2300 erhöht - weil es sonst verglichen mit denen von Kollegen auf gleicher Position praktisch widerrechtlich wäre. Wo Lohn verhandlungssache ist, brauchen sich nicht handelnde Frauen nicht über geringere Bezahlung wundern. Welcher Personalchef drängt seinen Mitarbeiterinnen schon freiwillig mehr auf, nur um "gender equivalence" zu erreichen?
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Bürokaufleute
Bürokauffrauen mit bis zu drei Berufsjahren verdienen mit 1782 Euro nur rund 1,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, die auf 1813 Euro kommen. Bei Mitarbeitern mit vier bis zehn Berufsjahren steigt der Rückstand auf 10,7 Prozent.
Industriekaufleute
Industriekauffrauen mit bis zu drei Berufsjahren verdienen im Schnitt 11,5 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (1962 statt 2216 Euro), in den folgenden Jahren (vier bis zehn Berufsjahre) schwächt sich die Einkommensdifferenz etwas ab; sie beträgt dann noch 10,3 Prozent.
Großhandelskaufleute
In diesem Beruf beträgt der Einkommensabstand der Frauen gegenüber den Männern gut 14 Prozent. In den ersten drei Jahren bedeutet dies einen Rückstand von durchschnittlich 286 Euro, bei Mitarbeitern mit vier bis zehn Berufsjahren wächst er absolut auf 335 Euro.
Buchhalter
In den ersten drei Berufsjahren liegen Frauen acht Prozent hinter den Männern zurück. Bei Mitarbeitern mit vier bis zehn Berufsjahren wächst dieser Rückstand auf 14,9 Prozent. Bei den Frauen steigt das durchschnittliche Einkommen von 2053 auf 2317 Euro, bei den Männern von 2230 Euro auf 2722 Euro.
Bankkaufleute
Bankkauffrauen verdienen in den ersten drei Jahren im Schnitt mit 2462 Euro insgesamt 105 Euro (4,1 Prozent) weniger als Bankkaufmänner. Dieser Abstand wächst in der Gruppe der Beschäftigten mit vier bis zehn Berufsjahren auf 217 Euro (7,4 Prozent).
Sozialpädagogen
Berufsanfängerinnen liegen mit einem Einkommen von 2211 Euro in den ersten drei Berufsjahren im Schnitt 5,6 Prozent vor ihren männlichen Kollegen (2093 Euro). Weibliche Angestellte mit vier bis zehn Berufsjahren verdienen dagegen im Schnitt 9,4 Prozent weniger als männliche Sozialpädagogen.
Mathematiker und Statistiker
Mathematikerinnen starten mit einem kräftigen Einkommensrückstand von 15,7 Prozent gegenüber ihren männlichen Kollegen. Sie verdienen im Schnitt in den ersten drei Jahren 3100 Euro, Männer 3677 Euro. In der Folgezeit (vier bis zehn Berufsjahre) steigern die Frauen ihr Durchschnittseinkommen auf 4237 Euro. Männer verdienen in dieser Zeitspanne im Schnitt 4187 Euro und liegen damit 1,2 Prozent hinter den Frauen.
Juristen
Zu Beginn ihrer Berufskarriere verdienen Juristinnen im Schnitt 7,3 Prozent weniger als Männer. Sie verdienen in den ersten drei Berufsjahren im Schnitt 3207 Euro, rund 252 Euro weniger als ihre Kollegen. Bei Mitarbeitern mit vier bis zehn Berufsjahren wächst der Abstand sogar auf 12,4 Prozent. Juristinnen verdienen dann im Schnitt 3845 Euro, Juristen 4391 Euro.

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