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Ausgabe 17/2011

Verbraucherschutz: Gilde der Handlanger

Von Udo Ludwig

Zusatzstoffe in Zigaretten stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Deutsche Wissenschaftler helfen der Tabaklobby dabei, ein Verbot der Substanzen zu verhindern.

Rauchverbot: Gilde der Handlanger Fotos
dapd

Friedrich Wiebel hat gelernt, gegen die Tabakindustrie zu verlieren. 35 Jahre ist es her, dass der Mediziner einen Zigarettenautomaten verbieten lassen wollte, der auf dem Schulweg seiner drei Kinder stand. Vergebens: Der Apparat ist noch heute an derselben Stelle.

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Das Bundesverdienstkreuz, das er als Vorsitzender des Ärztlichen Arbeitskreises Rauchen und Gesundheit verliehen bekam, hat Wiebel vor einigen Wochen an den Bundespräsidenten zurückgeschickt. Er hat es aus Protest getan - weil ein Hamburger Wissenschaftler, der von der Tabakindustrie finanziert wurde, die gleiche Auszeichnung erhalten hat.

Aber aufgeben kommt für den 73-Jährigen in seinem Kampf für Nichtraucherschutz nicht in Frage. Neulich hat er einen Brief an die EU geschickt. Wiebel prangert darin Wissenschaftler an, die die Gefahren von Zigaretten verharmlosen.

Der Einfluss der Tabakindustrie auf Behörden, Regierungen und Wissenschaftler, erklärt Wiebel, "ist ein wesentlicher Grund für die großen Mängel in der Tabakprävention". In seinem jüngsten Kampf geht es um Zusatzstoffe, die die Hersteller den Zigaretten beimischen.

Die Industrie verwendet bis zu 600 Substanzen: Kakao, Lakritze, Johannisbrotmehl, Honig, Rum oder Zimtalkohol. Die Zusatzstoffe stehen im Verdacht, das Suchtpotential zu erhöhen und die Bekömmlichkeit des Tabakrauchs besonders für Jugendliche zu verbessern. In den USA sind viele Beimischungen verboten. Die EU weigert sich bisher, es den Amerikanern gleichzutun.

Denn bisher war die Lobby der Tabakindustrie sehr erfolgreich darin, Politikern strenge Regelungen auszureden. Grundlagen für die Einflussnahme liefern besonders deutsche Wissenschaftler (SPIEGEL 24/2006). Und dann gibt es noch jene Experten, die nützlich sind, genehme Studienergebnisse in politische Entscheidungen einfließen zu lassen: Leute wie Jürgen Hahn, Oberchemierat am Chemischen Untersuchungsamt des Landes Baden-Württemberg. Hahn, sagt Wiebel, sei ein typischer Vertreter dieser Gilde der Handlanger.

Bei Rauchern könnten sich Teile des Erbguts verändern

Bereits vor zehn Jahren hatte die EU gefordert, die Substanzen in den Zigaretten stärker zu kontrollieren, sie sah das als einen wichtigen Aspekt der Gesundheitsvorsorge. Einige Stoffe stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Anfang April vermeldeten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, dass sich bei Rauchern Teile des Erbguts verändern - was zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führen könnte. Die Molekularbiologen vermuten, dass Giftstoffe im Tabakrauch auf die Gene einwirken.

Die Zigarettenhersteller hingegen agitieren in Europa weiterhin erfolgreich gegen eine Reduzierung dieser Substanzen. Nach dem ersten EU-Vorstoß veröffentlichte die Tabakindustrie eigene Untersuchungen. Ergebnis: Die Stoffe seien nicht bedenklich. Um die Botschaft zu verbreiten, organisierte die Branche internationale Kongresse.

Und mittendrin war oftmals der Landesbedienstete Hahn. Selbstverständlich habe Hahn Kontakt mit den Zigarettenherstellern, erklärt der Chef seiner Behörde, und zwar in "amtlicher Überwachungsfunktion". Hahn selbst äußert sich nicht zu den Vorwürfen. Wiebel kennt Hahn aus der gemeinsamen Zeit einer Arbeitsgruppe für Zusatzstoffe des Verbraucherschutzministeriums. Wiebel und Vertreter des DKFZ vertraten die Auffassung, jede den Zigaretten beigemischte Substanz müsse untersucht werden, ob sie per se oder bei der Verbrennung giftig sei. Hahn, der Leiter der Arbeitsgruppe, hielt das für überzogen.

"Keine Belastung der Tabakindustrie durch zu intensive Prüfvorschriften"

Schließlich mache es für den Raucher "keinen Unterschied, ob er an Krebs aufgrund des Tabaks erkrankt oder aufgrund der Zusatzstoffe". Außerdem sollten die kleineren und mittleren Betriebe der Tabakindustrie nicht durch zu intensive Prüfvorschriften belastet werden, so Hahn laut einer Protokollnotiz.

Die Arbeitsgruppe ging ohne einheitliches Votum auseinander, Hahns Gegenspieler verfassten eine eigene Stellungnahme. Aber Hahn bekam aus dem Ministerium einen Forschungsauftrag, der die Frage der Gefährlichkeit der Zusatzstoffe klären sollte. Ende vergangenen Jahres veröffentlichte der Chemiker zusammen mit einer Angestellten des Ministeriums in einem Forschungsmagazin der Tabakindustrie seine Erkenntnisse.

Das Ergebnis: Die Stoffe seien halb so schlimm. Das deckt sich weitgehend mit anderen Studien im selben Heft, die direkt von der Tabakbranche bezahlt worden sind. Durch Hahns Studie bekommt die Argumentation der Zigarettenproduzenten gegen das Verbot von Zusatzstoffen quasi einen amtlichen Stempel. Der Leiter seiner Behörde betont, Hahns Kontakte zur Tabakindustrie hätten "keinen Einfluss" auf seine Arbeit gehabt.

Das sieht Nichtraucherschützer Wiebel etwas anders. Weil Hahn auch in einer wichtigen internationalen Arbeitsgruppe sitzt, die demnächst über Richtlinien für die Zusatzstoffe entscheidet, schrieb Wiebel an die EU-Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher. Er berichtete darin über die Verfilzung deutscher Wissenschaftler mit der Tabakindustrie. Das ist fünf Monate her - auf eine Antwort wartet Wiebel bis heute.

Enge Verbindung zur Tabakindustrie

Den Toxikologen Wiebel empört, dass der Filz auch Vertreter seiner eigenen Fachrichtung einschließt. So stieß Thomas Kyriss, Thoraxchirurg der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen, bei Recherchen in den internen Dokumenten der Tabakindustrie immer wieder auf einen Namen: Heidi Foth, Leiterin des Instituts für Umwelttoxikologie an der Uni Halle-Wittenberg. Laut diesen Dokumenten war Foth eng verbandelt mit der Tabakindustrie. Der Leiter eines Labors des Philip-Morris-Konzerns war offensichtlich so vertraut mit ihr, dass er sie mit "Liebe Heidi" anschrieb und ihr "viel Vergnügen" auf einem Meeting in Hawaii wünschte.

Foth sagt auf Anfrage, sie "habe keine direkten Kontakte zur Tabakindustrie gepflegt". Sie habe nur einmal Forschungsgelder bei einem Philip-Morris-Projekt beantragt. Ihr sei es darum gegangen, die Gesundheitsfolgen durch Tabakrauchen näher zu ergründen. Den Kollegen schätze sie als Wissenschaftler. Einen Einfluss auf ihre Arbeiten und ihre Ämter habe dies nicht gehabt.

Auffällig ist, wie genau Foths Veröffentlichungen in die Argumentationen der Tabakbranche passen. Ihre Publikationen streiten den negativen Einfluss des Rauchens nicht ab, aber sie relativieren die Gefahren. Kronzeugen der Industrie beziehen sich deshalb auf ihre Arbeiten.

Foth ist eine der profiliertesten deutschen Toxikologen. Sie berät die Bundesregierung als stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen. Bis 2010 war sie zudem Vorsitzende der Gesellschaft für Toxikologie (GT). Beide Gremien halten sich aus den Nichtraucherschutzdebatten weitgehend heraus.

Friedrich Wiebel kann die verdächtige Nähe seiner Fachkollegen zur Tabakindustrie nicht rückgängig machen. Aber er will zumindest dafür sorgen, dass Wissenschaftler nicht mehr so greifbar sind. Zur Jahrestagung der GT Ende März stellte er den Antrag, dass Forscher künftig auf Gelder der Tabakindustrie verzichten sollen. Der GT-Vorstand aber meint, man könne die Tabakindustrie so nicht brandmarken. Er vertagte die Entscheidung.

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1. Ein alter Hut.
CyberDyne 27.04.2011
Das ist doch Schnee von gestern und schon lange bekannt, dass es ein Wissenschaftler gibt, die sich für die Forschung zugunsten der Zigarettenindustrie gut bezahlen lassen. Dann noch die FDP kaufen und die Lobby hat wieder ganze Arbet geleistet!
2. ?
dipl_arch 27.04.2011
Wer heutzutage noch raucht oder damit anfängt ist selbst schuld. Jeder der lesen kann hat auch mitbekommen das Rauch tötet, Mitmenschen gefährdet etc. Der "Staat" wird nichts dagegen unternehmen- warum auch? Viel Interessanter ist warum unsere sogenannten Gesundheitskassen dieses Spiel mitspielen. Als Nichtrauchender Betragszahler möchte ich doch gerne deutlich weniger bezahlen als jemand der 3 Päckchen am Tag niederraucht Das Gleiche bei Alkoholkranken die einen Haufen Geld kosten.
3. Was soll diese
JEW-T 27.04.2011
Anfertigung von Studien innerhalb der EU, wenn die USA die Zusatzstoffe schon lange verboten haben? Es würde doch reichen, die grundlegenden USA-Studien zu nehmen - wenn die Zusatzstoffe Amerikaner süchtiger machen oder 'anfixen', wird das ja bei Europäern nicht anders sein.
4. zusatzstoffe
oliveras999 27.04.2011
wer das rauchen aufgeben will, sollte zunächst mal versuchen, auf zigaretten ohne zusatzstoffe umzusteigen. nach meinem eindruck muss man erstmal von diesen runterkommen. einfach ausprobieren! nach ein paar wochen wird einem dann von jeder "normalen" zigarette nur noch übel
5. Überrraschung!
spigalli 27.04.2011
Zitat von sysopZusatzstoffe in Zigaretten stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Deutsche Wissenschaftler helfen der Tabaklobby dabei, ein Verbot der Substanzen zu verhindern. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,759053,00.html
Überraschung!!! - sowas kann doch vorher keiner ahnen. Da lassen wir durch unsere Regierung Verantwortung in die Hände von 'Sachkundigen Experten' geben,ohne gleichzeitig sicher zu stellen, dass diese Ihre Verantwortung auch in unserem Sinne wahrnehmen - und schwupps, wird diese Situation ausgenutzt. Nein, ich habe auch keine wirklich gute Idee, wie man das verhindern kann. Jedenfalls fallen mir im Rahmen unseres Rechtstaats keine Mittel ein, mit denen man jemanden aufhalten könnte, der nahezu beliebige finanzielle Mittel besitzt - und unser Rechtssystem ist ja lediglich darauf ausgerichtet finanziell zu bestrafen.*Was anderes wäre, wenn auf fahrlässig falsch erstellte Gutachten Haft stünde oder ungeschützte persönliche Konfrontation mit den Geschädigten... Grüße aus der Welt in der ich lebe...
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Rauchverbote in Deutschland
Deutschlandweit
DPA
Das seit dem 1. September 2007 geltende Gesetz zum Nichtraucherschutz schreibt ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen des Bundes und im öffentlichen Personenverkehr vor.

Die Rauchverbote sind in den Ländern zwar unterschiedlich strikt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2008 ist das Rauchen aber in den meisten Ländern zumindest in kleinen Einraumkneipen bis zu 75 Quadratmetern gestattet.

Baden-Württemberg
Gaststätten müssen rauchfrei sein, können aber abgeschlossene Raucherräume einrichten. Rauchen in Einraumkneipen ist erlaubt. In Discotheken darf nur in vollständig abgetrennten Nebenräumen ohne Tanzfläche gequalmt werden, wenn sie nicht von Jugendlichen besucht werden. Das Rauchen in Festzelten ist erlaubt.
Bayern
Seit August 2010 ist Qualmen in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten ausnahmslos verboten. Auf dem Oktoberfest durfte 2010 noch geraucht werden.
Berlin
Rauchen ist nur in abgetrennten Raucherräumen von Restaurants und Kneipen erlaubt sowie in Kneipen, die kleiner als 75 Quadratmeter sind. Clubs und Discotheken, die auch von unter 18-Jährigen besucht werden, müssen rauchfrei sein. Wenn nur Erwachsene Zutritt haben, dürfen separate Raucherräume eingerichtet werden. In Schischa(Wasserpfeifen)-Gaststätten ohne Alkoholausschank darf geraucht werden, wenn Minderjährige draußen bleiben.
Brandenburg
In Brandenburg darf geraucht werden, wenn die Gastfläche nicht größer als 75 Quadratmeter ist, kein abgetrennter Nebenraum existiert und keine zubereiteten Speisen angeboten werden. Das Lokal muss als Rauchergaststätte gekennzeichnet sein. Bei größeren Einheiten darf ein Raum für Raucher abgetrennt werden.
Bremen
In Gaststätten und Discotheken sind separate Raucherräume erlaubt, wenn Minderjährige keinen Zutritt haben. In Einraumgaststätten bis 75 Quadratmeter darf geraucht werden, wenn sie als Raucherkneipe gekennzeichnet sind und unter 18-Jährige keinen Zutritt haben. In Festzelten, auf Jahrmärkten und Volksfesten müssen Nichtraucher den blauen Dunst ertragen.
Hamburg
Qualmen war in Kneipen, Restaurants und Discotheken komplett verboten, wenn dort Essen angeboten wurde. Doch nun hat das Verfassungsgericht entschieden: In Hamburg darf in Restaurants unter bestimmten Umständen wieder geraucht werden. Restaurants muss die Einrichtung abgetrennter Raucherräume erlaubt werden. Gaststätten, in denen es kein Essen gibt, können ohnehin separate Raucherräume einrichten. In Lokalen ohne Essensangebot, die nur einen Raum und eine Gastfläche von weniger als 75 Quadratmeter haben, kann Rauchen erlaubt sein, wenn unter 18-Jährige keinen Zutritt haben.
Hessen
In Einraumkneipen darf gequalmt werden, in größeren Gaststätten und Discotheken nur in Nebenräumen. In Festzelten, die nur vorübergehend betrieben werden, gilt das gesetzliche Rauchverbot nicht.
Mecklenburg-Vorpommern
Tabakqualm ist in Kneipen und Restaurants nur in separaten Nebenräumen erlaubt. Für Einraumkneipen gelten Ausnahmen. In Discotheken darf generell nicht geraucht werden.
Niedersachsen
In Restaurants, Kneipen und Discotheken ist das Rauchen nur in abgetrennten Räumen erlaubt. In Einraumkneipen darf geraucht werden, wenn dort kein Essen serviert wird. Die Kneipe muss als Rauchergaststätte gekennzeichnet werden, Jugendliche unter 18 Jahren haben keinen Zutritt.
Nordrhein-Westfalen
Rauchen ist in Einraumgaststätten erlaubt, die nicht größer als 75 Quadratmeter sind. Sie müssen als Raucherkneipen gekennzeichnet sein, Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keinen Zutritt haben, und in solchen Kneipen dürfen keine zubereiteten Speisen serviert werden. In Discotheken darf nur in abgetrennten Räumen gequalmt werden.
Rheinland-Pfalz
In Gaststätten und Discotheken können Nebenräume als Raucherräume deklariert werden. Die Gäste von Einraumgaststätten unter 75 Quadratmetern dürfen qualmen. Vorübergehend aufgestellte Festzelte müssen nicht rauchfrei sein.
Saarland
Der blaue Dunst ist derzeit nur in separaten Nebenräumen, in einer inhabergeführten Gaststätte oder einer Gaststätte mit einem Schankraum unter 75 Quadratmetern ohne Speisenangebot erlaubt. Nach einem neuen Gesetz soll das Rauchen bald in allen Gastronomiebetrieben grundsätzlich verboten sein.
Sachsen
Kneipen können einen separaten Raucherraum einrichten. Außerdem dürfen Einraumgaststätten, Spielhallen und Discotheken ihren Gästen das Qualmen erlauben, wenn Minderjährige keinen Zutritt haben. Zulässig ist das Rauchen außerdem bei geschlossenen Gesellschaften wie bei Familienfeiern.
Sachsen-Anhalt
Gaststätten können einen Raucherraum einrichten, Jugendliche dürfen diesen nicht betreten. In Einraumkneipen darf gequalmt werden, in Nebenräumen von Discotheken nur, wenn Minderjährige generell keinen Zutritt haben.
Schleswig-Holstein
Gequalmt wird in Einraumkneipen und in Nebenräumen von Gaststätten. In diese Nebenräume dürfen nur Erwachsene. Vorübergehend aufgestellte Festzelte sind vom Rauchverbot ausgenommen.
Thüringen
Thüringen hat sein Nichtraucherschutzgesetz abgeschwächt. Damit darf in Einraumkneipen wieder offiziell geraucht werden. In größeren Gaststätten ist der Griff zum Glimmstängel nur in separaten Raucherräumen erlaubt. (Quellen: dpa/DAPD)