AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 7/2017

Im Dschungel verirrt Ohne Proviant und Verstand

Zwei Wochen lang irrte Andrew Gaskell allein durch den Dschungel. Ohne Essen und Orientierung. Bis die Retter den Touristen schließlich entdeckten. Wie hat er überlebt?

Gaskell, Retter
DPA

Gaskell, Retter

Von Theresa Hein


Als der malaysische Suchtrupp durchs Gebüsch bricht, sitzt Andrew Gaskell, auf 40 Kilogramm abgemagert, mit zerschundenen Füßen und Maden unter der Haut, auf einem Stein und ruht sich aus. Er hat gerade Bananen gepflückt, 14 Stück.

Vielleicht ist er zu erschöpft, um in Jubel oder Tränen auszubrechen, vielleicht ist es auch einfach seine höfliche Art, dass er seine Retter mit einem schlichten "Oh, hello" begrüßt.

So erinnert sich Gaskell an den Augenblick, als er jetzt, Wochen später, zu Hause in der Sicherheit der Zivilisation am Telefon seine Geschichte erzählt.

Von einer großen Reise hatte Gaskell, 26, ein ruhiger Typ mit schwarz gerahmter Brille, schon lange geträumt. Er wollte raus aus seiner Heimat, Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens, weg von zu Hause, aber nach der Schule hatte er sich nicht getraut. Er fing an zu studieren, Ingenieurwesen, brav, wie sein Vater. Er fand einen Job bei einer kleinen Firma in Cairns im Nordosten Australiens. Aber glücklich wurde er dort nie.

Als Gaskell im Juni 2016 seinen Job verliert, bucht er einen Flug nach Kuching in Malaysia. Auf seinem Blog kündigt er an, er werde auf Reisen gehen, um sich selbst zu finden.

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insgesamt 4 Beiträge
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Bernd.Brincken 17.02.2017
1. Probleme
14 Bananen, das sind genug Nährstoffe, Vitamine und Wasser, um lange durchzuhalten. Vielleicht sollte man bei der Planung solcher Selbstfindungstrips einfach auf passendes Schuhwerk achten.
Tata_Mamic 17.02.2017
2. Abgemagert
Nach 2 Wochen auf 40 Kilo abgemagert? Also das schlägt jede Diät, frage mich wie viel der junge mann gewogen hat bevor er diese "Wahnsinnsreise" angetreten hat.......erscheint mir sehr unglaubwürdig, dieser Gewichtsverlust, selbst dann wenn er 2 Wochen keine Nahrung zu sich genommen hat.
fxe1200 17.02.2017
3. Es ist ja nicht so schwierig,..
...einfach in eine Richtung zu gehen, meinetwegen Ost. Sicherlich stößt man dann in Malaysia irgendwann auf eine Straße oder Siedlung. Orientierung wäre die Sonne am Tage, oder aber die Sterne, und der Mond in der Nacht. Denn alle Gestirne gehen im Osten auf und im Westen unter. Zudem ist das Kreuz des Südens in Malaysia sehr gut zu sehen, so dass auch schon weit vor Sonnenaufgang, die Laufrichtung bestimmt werden kann. Da stimmt die Überschrift: "......ohne Verstand"!
alternativloser_user 17.02.2017
4. ...
Jeder der behauptet es wäre so einfach sich nicht zu verlaufen, dem rate ich, einfach mal einen tropischen Dschungel in einem fremden Land aufzusuchen und dort 20 Meter vom Weg abzuweichen und schon verirrt man sich hoffnungslos. Sonne und Sterne sieht man dort übrigens nicht. Das einzige was am Himmel zu sehen ist, ist das dichte Blätterdach des Dschungels. Das dort vorhandene Licht ist auch eher eine Art von Zwielicht gemischt mit Wasserdampf. Und sobald es Dunkel wird sieht man quasi garnichts mehr. Geradeaus gehen geht übrigens auchnicht, da die Bäume und Pflanzen die Blöde Angewohnheit haben einfach Kreuz und Quer durcheinander zu wachsen. Denen ist das egal ob jemand geradeaus gehen möchte. Wenn man nicht zufällig in einem Dschungel aufgewachsen ist oder Survival Experte ist, ist man binnen kürzester Zeit tot. Dahingerafft von Krankheiten, Erschöpfung, Entzündungen, Parasiten oder wilden Tieren.
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