AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 34/2017

DDR-Vergnügungspark "Kulti" Disneyland Ost

Der VEB Kulturpark in Berlin gehörte zu den beliebtesten Ausflugszielen in der DDR. Nun soll hier wieder ein Vergnügungsgelände entstehen.

Riesentassen-Karussell: Katalysator für Erinnerungen
Jacob Schmidt/ Archiv Grün Berlin GmbH

Riesentassen-Karussell: Katalysator für Erinnerungen

Von Katharina Stegelmann


Berlin-Treptow, Samstag, 10.40 Uhr, es regnet Bindfäden. Ein paar Menschen stehen in einem Wald nahe der Spree vor einem verschlossenen Tor. Um Punkt elf Uhr, inzwischen warten 30 Personen, wird es geöffnet. Die Besichtigung des Spreeparks, einstmals VEB Kulturpark im Plänterwald, darf losgehen.

Der "Kulti" genannte Spaßpark, 1969 zum 20. Jahrestag der Republik eröffnet, war der einzige ständige Vergnügungspark der DDR. "Europas größtes Riesenrad" war eine Attraktion auf Weltniveau im Arbeiter-und-Bauern-Staat - allerdings deutlich niedriger als das Riesenrad vom Wiener Prater. Bald kamen jährlich bis zu 1,7 Millionen Besucher.

Nach der Wiedervereinigung übernahm ein privater Betreiber das Geschäft. Nach intensiven Umbauten, Millioneninvestitionen und viel Ärger meldete die Spreepark GmbH 2001 Insolvenz an. Seither blieb das Gelände so gut wie sich selbst überlassen.

Seit Januar 2016 arbeitet die landeseigene Firma Grün Berlin GmbH daran, einen Plan zu entwickeln, um den ehemaligen Kulti der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Ein Vergnügungspark à la Disney soll es nicht werden, ein "Kunst- und Kulturpark" ist das Ziel. Attraktiv für Anwohner und Touristen gleichermaßen, kein Kommerz und viel Kunst, dabei naturverträglich und geschichtsbewusst. Die Planung zur Quadratur des Kreises läuft mit Bürgerbeteiligung, die Besichtigungen an Wochenenden und Feiertagen gehören zum Konzept. Seit dem 31. Juli 2016 sind fast 7000 Besucher gekommen. Die Tickets für fünf Euro müssen im Internet gekauft werden, oft sind die Touren - auf Anfrage auch englischsprachig - über Wochen im Voraus ausgebucht.

Zur Einstimmung spricht der Tourführer ein paar mahnende Worte. Die Gruppe möge zusammenbleiben, das Verlassen der Wege sei verboten, die Absperrungen seien zu beachten, und bitte Abstand zu den maroden Bauten halten - es ist durchaus gefährlich, sich hier aufzuhalten. Gefährlich! Verboten! Die Spannung steigt.

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
travelfox42 15.09.2017
1. Kulti?
Ich kenne den Park nicht unter dem Namen. Wir nannten ihn einfach nach seiner Lage "Plänterwald". Zu meinem 12. Geburtstag sind wir damals 1981 von Leipzig nach Berlin gefahren und ich konnte endlich einmal Achterbahn fahren. :-)
HeinzOtto 15.09.2017
2. Plänterwald
Kulti kenne ich nicht. Aber war auch erst Ende der 80er da. Vielleicht hieß der ja mal früher so. Keine Ahnung.
Strichnid 15.09.2017
3.
Zitat von HeinzOttoKulti kenne ich nicht. Aber war auch erst Ende der 80er da. Vielleicht hieß der ja mal früher so. Keine Ahnung.
Nö, war immer einfach Plänterwald. Aber so ein Artikel klingt eben besser, wenn man einen angeblichen Spitznamen erwähnen kann. Übrigens wurde der Palast der Republik auch nicht "im Volksmund" Erichs Lampenladen genannt. Oder die Siegessäule "Goldelse". Ich weiß nicht, woher diese Begriffe immer stammen. Vermutlich aus den Redaktionsstuben.
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