AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 26/2017

Hochkonjunktur Hey Boss, ich krieg mehr Geld

Der Wirtschaftsboom zahlt sich endlich für die Angestellten aus: Viele können die Bedingungen diktieren - und die Arbeitgeber fügen sich.

Unternehmer Melzer: Fangprämie von 20.000 Euro
Dominik Butzmann/ DER SPIEGEL

Unternehmer Melzer: Fangprämie von 20.000 Euro


Einen Nachteil hat der Job von Larissa Groneberg dann doch: Sie muss tatsächlich auch arbeiten. Ansonsten hat sie es gut getroffen: Sie ist bei IMS Gear in Donaueschingen angestellt. Die Firma beliefert Autozulieferer in aller Welt unter anderem mit Antrieben für Fensterheber und Sitze. Bereits während ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau war Groneberg zufrieden mit der Ausstattung ihres Jobs: 35-Stunden-Woche, 30 Urlaubstage, betriebliche Altersvorsorge, vergünstigte Mitgliedschaft im Fitnessklub, kostenlose Sprachkurse - und ein vierwöchiger Mexikoaufenthalt auf Firmenkosten.

Titelbild
Dieser Artikel ist aus dem SPIEGEL
Heft 26/2017
Das vergiftete Erbe des Helmut Kohl

Seit dem Ende ihrer Ausbildung kümmert sich Groneberg um die Zollabwicklung für Exporte. "Nebenbei habe ich genug Freizeit, um mein Leben zu genießen", sagt die 21-Jährige.

Und ausreichend Geld: Industriekaufleute im ersten Berufsjahr verdienen bei IMS Gear rund 45.000 Euro. Damit gehören sie in der Firma nicht einmal zu den Topverdienern unter den Berufsanfängern. Ein Haupt- oder Realschüler, der nach seiner Ausbildung als Industriemechaniker im Schichtbetrieb arbeitet, kann es im ersten Jahr nach der Lehre sogar auf mehr als 50.000 Euro bringen.

Sieht so die Zukunft aus? Die Regel ist es noch nicht, aber der Trend ist eindeutig.

Auch wenn es in einem der reichsten Länder der Welt noch immer zahlreiche Menschen gibt, die vom Boom nicht profitieren und sich mit schlecht bezahlten Jobs durchschlagen müssen: Der Arbeitsmarkt hat sich dramatisch gewandelt. Vor wenigen Jahren waren die meisten Deutschen froh, überhaupt eine Stelle zu haben. Entsprechend diktierten die Arbeitgeber die Bedingungen, die Arbeitnehmer fügten sich.

Industriekauffrau Groneberg: Ein Monat Mexiko während der Ausbildung
Nicole Maskus-Trippel/ DER SPIEGEL

Industriekauffrau Groneberg: Ein Monat Mexiko während der Ausbildung

Weil die geburtenstarken Jahrgänge sich dem Rentenalter nähern und wenig Junge nachrücken, wird das Angebot an Arbeitskräften knapper. Verschärft wird die Entwicklung dadurch, dass die Bundesrepublik den ökonomischen Widrigkeiten Europas und der Welt trotzt und seit 2010 immer weiterwächst.

Im April dieses Jahres gab es erstmals mehr als 44 Millionen Erwerbstätige. Drei Viertel davon sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, auch das ein Rekord.

Der Effekt ist nicht nur ein statistischer. Die Arbeitnehmer bekommen ihn konkret zu spüren.

Sie sind in immer mehr Branchen und Regionen die eigentlichen Chefs. Sie bestimmen die Bedingungen, unter denen sie sich vorstellen können, eine Ausbildung anzufangen oder einen Job anzunehmen. Sie bekommen höhere Löhne und mehr Urlaub. Sie können im firmeneigenen Fitnessstudio trainieren, sich weiterbilden, im Ausland arbeiten.

Auch wenn die Digitalisierung der Arbeitswelt, künstliche Intelligenz und die Robotisierung des Alltags auf mittlere Sicht viele Jobs überflüssig machen könnten - erst einmal ist menschliche Arbeit zumindest in Deutschland nachgefragt wie selten und entsprechend teuer.

Von der Spirale nach oben haben nicht nur die schon lange umworbenen Hochqualifizierten etwas. Dank des Dauerbooms profitieren auch normale, durchschnittlich ausgebildete Arbeitnehmer.

Wer da als Arbeitgeber nicht mithalten kann, gerät zusehends in Nöte. Als Nico Müller einen Friseursalon in einer angesagten Ecke von Berlin eröffnete, dachte er, sein größtes Risiko seien ausbleibende Kunden. Heute weiß er, dass vor allem fehlende Mitarbeiter sein Wachstum bremsen. "Ich könnte sofort mehrere Leute einstellen", sagt er, "aber ich finde niemanden." Dabei ist Müller in seiner Branche ein guter Arbeitgeber. Nach Abitur, Ausbildung und Meisterprüfung musste er selbst für 5,50 Euro pro Stunde arbeiten. Weil er davon kaum leben konnte, wollte er, dass es seinen Angestellten besser ergeht.

Als er seinen Laden 2011 eröffnete, nahm er Preise, mit denen er seine Mitarbeiter ordentlich bezahlen konnte. Sie bekamen bereits mehr als den Mindestlohn, bevor der eingeführt wurde. Eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr gab es dazu. Und wenn jemand besondere Wünsche hatte, willigte Müller meist ein.

Trotzdem konnte der 31-Jährige mit seinem Salon nicht so wachsen, wie es möglich gewesen wäre. Mal reduzierte ein Mitarbeiter die Stundenzahl, mal zog einer weg. Manchmal ließen ihn seine Angestellten einfach sitzen. Eines Morgens rief eine Mitarbeiterin an, sie müsse wegen Bauchschmerzen ins Krankenhaus. Als sie sich nach zwei Wochen immer noch nicht gemeldet hatte, hakte Müller nach. Sie erklärte ihm, ein Kind bekommen zu haben.

Müller hat sich von all den Widrigkeiten nicht entmutigen lassen. Guten Mitarbeitern zahlt er inzwischen 12,50 Euro. Für Friseure ist das ein mehr als ordentlicher Lohn. Aber nach Müllers Überzeugung ist es noch immer zu wenig: "Richtig attraktiv wird der Job erst, wenn ich 15 Euro zahle." Mit Trinkgeld kämen dann rund 2000 Euro netto zusammen, rechnet er vor.

Ingenieurin Weiffen: "Mehr Zeit mit meinen Kindern"
Dominik Butzmann/ DER SPIEGEL

Ingenieurin Weiffen: "Mehr Zeit mit meinen Kindern"

Allerdings müsste Müller dafür die Preise anheben - und das traut er sich nicht. Noch nicht. "Mittelfristig habe ich keine Wahl", sagt er. "Sonst gibt es irgendwann keine Friseure mehr."

Wie dramatisch der Nachwuchsmangel in vielen Berufen ist, zeigt sich an der Zahl der Azubis: 2016 machten rund 22.000 Jugendliche eine Ausbildung zum Friseur. Vor 15 Jahren waren es noch doppelt so viele. Auch in anderen Branchen - vom Bäcker über den Maurer bis zum Buchhändler - ist die Entwicklung ähnlich.

Um den Trend zu stoppen, sind die Vergütungen für Azubis teils deutlich gestiegen. Der Nachwuchs wird auch sonst mehr umsorgt denn je: Inzwischen gibt es Betriebe, die Handys oder Autos versprechen oder auch mal eine Reise nach New York.

Geholfen hat all das nur bedingt. Schließlich sorgt nicht nur die demografische Entwicklung für einen Rückgang der Zahl an Jugendlichen, die für eine Berufsausbildung infrage kommen. Inzwischen ist jeder zweite Schulabgänger studienberechtigt. Mitte der Neunzigerjahre war es nur rund jeder dritte, 1970 sogar nur jeder zehnte.

Das Streben nach formal immer höheren Bildungsabschlüssen ist politisch gewollt. Doch die Folgen sind kurios: Weil ein Studium nun die Regel und nicht mehr die Ausnahme ist, müssen sich viele Akademiker mit mäßig bezahlten Jobs durchschlagen. Gleichzeitig herrscht in vielen Ausbildungsberufen ein solcher Nachwuchsmangel, dass das Sprichwort "Handwerk hat goldenen Boden" mehr denn je zutrifft.

Alex Melzer hatte nicht damit gerechnet, dass die größte Hürde bei der Personalsuche darin bestehen würde, einen Elektromeister zu finden. Der Wirtschaftsingenieur hat in Chile und Kanada Solarparks hochgezogen, bevor er die Firma Zolar mitgründete. Privatleute können sich bei dem Start-up übers Internet Solaranlagen fürs Dach bestellen. Das Unternehmen wächst, inzwischen arbeiten fast 20 Leute in der "Green Garage" in Berlin. Deutsche, Inder, Iraner. Sie bekommen alle marktgerechte Gehälter, wie Melzer sagt. Trotzdem könnten viele in Konzernen mehr verdienen. Allerdings sei es den Programmierern wichtig, an einem sinnvollen Produkt zu arbeiten. Und die Marketingprofis schätzten es, selbst über einen Facebook-Post entscheiden zu können, statt zig Freigaben in der Hierarchie einholen zu müssen.

Weil er diesen Start-up-Spirit bieten kann, hatte Melzer keine Probleme, Mitarbeiter zu finden. Allerdings benötigte er auch Elektromeister, die bei den Kunden die bestellten Solaranlagen montieren.

Der 32-Jährige sondierte den Markt - und kam sich rasch vor, als suchte er nach Einhörnern. "Von Jahresgehältern um die 60.000 Euro war die Rede", sagt er, "und einer Fangprämie von 20.000 Euro". Es sei schon absurd, dass er sich zwar genug Programmierer leisten könne, aber keine Elektromeister, so die Bilanz des Gründers, der sich selbst nur ein bescheidenes Gehalt auszahlt.

Statt eigene Leute einzustellen und sie durch die Republik zu schicken, will Melzer nun mit Betrieben vor Ort kooperieren. Für das Problem, dass viele keine Erfahrung mit der Montage von Solaranlagen haben, hat er auch schon eine Lösung: Seine Programmierer entwickeln eine App, die das Schritt für Schritt erklärt.

Von steigenden Löhnen profitieren nicht nur Arbeitnehmer in Branchen, die gerade Hochkonjunktur haben. Seit 2012 legten die Gehälter bundesweit im Schnitt um mehr als zehn Prozent zu - und das bei extrem niedriger Inflation.

Eine Studie zeigte jüngst, dass sich in den vergangenen fünf Jahren die Einkommen in allen Schichten verbessert haben. Inzwischen liegt der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten bei rund 49.000 Euro pro Jahr.

Damit ist man zwar noch um einiges entfernt von jener finanziellen Sättigungsschwelle, die US-Forscher einst definierten: Demnach steigt das persönliche Glück erst ab einem Jahreseinkommen von rund 75.000 Dollar durch zusätzliches Geld nicht mehr an. Allerdings liegt der Punkt, von dem an man eine Neujustierung der Work-Life-Balance in Angriff nehmen kann, niedriger. Wer es sich leisten kann, und sei es nur ein bisschen, tauscht Geld oft gegen Selbstbestimmung.

Großkanzleien kämpfen seit Langem damit, dass Junganwälte nach ein paar Jahren der Plackerei auf bequemere Jobs in der Industrie oder der Justiz wechseln. Manchmal verzichten sie dabei auf mehr als die Hälfte ihres Gehalts - nur um die Gewissheit zu haben, dass Freizeit auch tatsächlich Freizeit ist.

Lange standen die Großkanzleien dieser Entwicklung hilflos gegenüber. Inzwischen haben sie begonnen, die Fluchtursachen zu bekämpfen - aus purem Eigeninteresse. "Mit jedem Anwalt, der uns verlässt, verlieren wir Know-how", sagt Thomas Schmidt, Personalleiter bei Linklaters, mit rund 300 Anwälten eine der größten Kanzleien in Deutschland. Linklaters fragte die Abgänger nach den Gründen - und einer wurde immer wieder genannt: die Sehnsucht nach einem besser planbaren Job. Zusätzlich zum traditionellen Karriereweg bietet das Unternehmen deshalb seit Mai auch ein Modell mit fest vereinbarten, verlässlichen Arbeitszeiten an. Wer jeden Tag um 17 Uhr gehen will, kann das tun und muss danach auch keine Mails mehr beantworten.

Wer sich als Berufsanfänger für eine geregelte 40-Stunden-Woche entscheidet, erhält statt 120.000 Euro Einstiegsgehalt 80.000 Euro. Damit lässt sich immer noch gut leben. Außerdem kann jeder, der sich für das Downsizing entschieden hat, zurück in den Volle-Verfügbarkeit-Modus wechseln. Personaler Schmidt rechnet damit, dass sich mittelfristig jeder fünfte Anwalt für die neue Variante entscheidet. "Gerade auch junge Männer finden solche Angebote attraktiv", sagt er.

Natürlich ist das Modell "Sehr gutes Gehalt bei überschaubarer Arbeitszeit" nicht auf den gesamten Arbeitsmarkt übertragbar. Dennoch steht es für eine Entwicklung, von der langfristig der Großteil der Angestellten profitieren könnte.

Welche Konsequenzen hat all dies für den Standort Deutschland? Bislang hatten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen fast immer im Blick. Davon zeugen die Exportrekorde. Die Macht der neuen A-Klasse könnte nun dazu führen, dass in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt Arbeit so teuer wird, dass die Unternehmen gezwungen sein werden, noch mehr und noch schneller in Digitalisierung und Robotisierung zu investieren - um sich unabhängiger zu machen von der Einsatzbereitschaft ihrer Angestellten.

Ob es tatsächlich so weit kommt, darüber entscheidet auch ein gesellschaftliches Experiment, wie es derzeit bei der Deutschen Bahn (DB) läuft. Bis Ende Juni können 130.000 Mitarbeiter auf die Frage anworten, was ihnen wichtiger ist: Geld oder Freizeit?

Der Staatskonzern hat sich im vergangenen Jahr mit der Gewerkschaft EVG auf einen revolutionären Tarifvertrag geeinigt. Jeder Arbeitnehmer kann entscheiden, ob er Anfang 2018 eine 2,6-prozentige Lohnerhöhung will - oder lieber sechs Tage mehr Urlaub.

Kathrin Weiffen arbeitet gern. Die 38-Jährige hat im Unternehmen Karriere gemacht. Nun verantwortet sie den Neubau mehrerer Bahnbrücken in der Hamburger Innenstadt, großes Budget, viele Leute. Das zusätzliche Geld könnte sie eigentlich gut gebrauchen. Gerade hat sie mit ihrem Mann ein Haus gebaut.

Trotzdem nimmt Weiffen lieber die sechs Tage mehr Urlaub. Sie hat zwei Kinder, die beide noch nicht in die Schule gehen. Die Großeltern wohnen weit weg. Ihr Mann arbeitet ebenfalls Vollzeit, an manchen Tagen ist in ihrer Familie jede Minute so eng getaktet wie der Fahrplan ihres Arbeitgebers. "Jeder freie Tag gibt mir die Möglichkeit, mehr Zeit mit meinen Kindern zu verbringen", sagt Weiffen, "oder einfach mal die Dinge zu erledigen, zu denen ich sonst nicht komme."

Offenbar sehen das Zehntausende Mitarbeiter ähnlich. Rund die Hälfte der Bahner dürfte sich gegen eine Lohnerhöhung und für den zusätzlichen Urlaub entscheiden. Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahl für ein Plus an Freizeit weniger vom Alter als von der eigenen Lebenssituation abhängt. Viele wollen wie Weiffen mehr Zeit für die Familie haben, manch einer will häufiger in den Urlaub fahren oder sich einfach längere Pausen zwischen der kräftezehrenden Schichtarbeit gönnen.

Allerdings bringt es ein Unternehmen, das einen wesentlichen Teil seiner Angestellten im Schichtbetrieb einsetzt, an organisatorische Grenzen, wenn Zehntausende Mitarbeiter ein paar Tage mehr Urlaub nehmen. Deshalb setzen die Personalexperten der DB darauf, dass der Geld-oder-Freizeit-Tarifvertrag eine einmalige Aktion bleibt.

Zwar überlegt die zuständige Leiterin Tarifpolitik bei der Frage, wie oft sich die Aktion wiederholen lässt, kurz. Doch dann antwortet Sigrid Heudorf: "Es ist klar, dass nicht jedes Mal sechs weitere Tage Urlaub dazukommen können."



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ruhepuls 25.06.2017
1. Marktwirtschaft....
So funktioniert eben Marktwirtschaft: Wer etwas zu verkaufen hat, was begehrt ist, der kann den Preis bestimmen. Läuft die Wirtschaft gut, dann sind Arbeitskräfte (mit dem richtigen Beruf) in der besseren Verhandlungsposition. Läuft die Wirtschaft wieder schlechter, dann sind die Arbeitsplatzanbieter am längeren Hebel. Wie heißt es so schön: Augen auf bei der Berufswahl...
Freifrau von Hase 25.06.2017
2.
"Wie heißt es so schön: Augen auf bei der Berufswahl..." Leider kann niemand in die Zukunft schauen: Noch vor 20 Jahren hat man den Leuten zu einer Ausbildung als "Radio- und Fernsehtechniker" geraten, das sei krisensicher, weil es Fernsehen & Radio immer geben werde. Noch vor 10 Jahren hätte man ohne zu zögern zu einer Banklehre geraten. Das sei etwas seriöses und absolut krisensicher, weil es immer Banken geben werde. Und heute? Pilot? In naher Zukunft fliegen Flugzeuge allein. Lastkraftfahrer? das gleiche Spiel. Was mit IT? Nur, wenn man wirklich gut ist - ansonsten konkurriert man mit halb Asien. Ein Geschäft aufmachen? Bis zu 50% der Läden im Einzelhandel sollen in den nächsten Jahren verschwinden.
Rooo 25.06.2017
3. So viel zur Aufforderung der OECD und anderer, es mögen doch bitte mehr Leute studieren...
So viel zur Aufforderung der OECD und anderer, es mögen doch bitte mehr Leute studieren, anstatt eine Ausbildung zu machen. Wer nicht gerade einen der nachgefragteren IT- oder Ingenieursstudiengänge studiert oder aber in den künstlich verknappten Bereichen Medizin, Zahnmedizin, etc. unterwegs ist oder zu den Top-Juristen gehört, der wird wahrscheinlich mit weniger Einstiegsgehalt anfangen, als der Industriekaufmann bei diesem Unternehmen hier. Auf jeden Fall mit weniger als der Industriemechaniker. Wenn er denn überhaupt eine zu seinem Studium passende Stelle findet. Und der Witz an der Sache: Von diesen Leuten hätte garantiert ein Großteil diese Ausbildungen mit Bravour bestehen können und sie hätten dann wahrscheinlich deutlich weniger Stress gehabt, da geregeltes Einkommen, geregeltes Leben, wenig Zukunftsangst, nach der Arbeit Kopf abschalten, usw.
Smarty- 25.06.2017
4. Schön Wetter Bericht
Der beschriebene Fall ist die absolute Ausnahme. Selbst Bachelor Absolventen steigen gerne mit nur 36k€/a brutto ein. Deutschland bleibt mit mehr als 4 Mio Arbeitslosen als Reservearmee der Arbeitgeber ein Niedriglohnland.
Freifrau von Hase 25.06.2017
5.
Zitat von Smarty-Der beschriebene Fall ist die absolute Ausnahme. Selbst Bachelor Absolventen steigen gerne mit nur 36k€/a brutto ein. Deutschland bleibt mit mehr als 4 Mio Arbeitslosen als Reservearmee der Arbeitgeber ein Niedriglohnland.
Ein Studium lohnt sich leider immer seltener. Verdienstausfall plus Kosten und dann noch das eine oder andere Jahr, das man ggf. hinterher als niedrig oder gar unbezahlter Praktikant /Freier usw. abreißen muss - da hat der Auszubildende 10 Jahre Gehaltsvorsprung und ist mit Ende 20 ggf. schon mittlere Führungskraft.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© DER SPIEGEL 26/2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.