AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 20/2017

Fifa-Generalsekretärin 30.000 Franken für den Putztrupp - wie kann man das nicht bemerken?

Wischen de luxe: Rund 30.000 Franken bezahlte die Fifa, um die Wohnung ihrer Generalsekretärin Fatma Samoura sauber zu halten. Als die Summe herauskam, gab diese sich überrascht und überwies das Geld heimlich zurück.

Generalsekretärin Samoura
FIFA/Getty Images

Generalsekretärin Samoura

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Am Donnerstag war der Himmel über Manama wolkenlos, die Außentemperatur betrug 39 Grad. Und im Messezentrum der Hauptstadt Bahrains übertrafen die Mächtigen der Fifa die Sonne im Blenden.

Es war der jährliche Kongress des Fußballweltverbands, und Präsident Gianni Infantino behauptete, die neue Führung baue die Glaubwürdigkeit der Fifa wieder auf. Neben ihm saß die Generalsekretärin Fatma Samoura und lächelte viel an diesem Tag. Sie ist Senegalesin, hat vorher für die Vereinten Nationen gearbeitet. Nach Jahren voller Lug und Trug, Gier und Größenwahn im Fußball stand die Inthronisierung einer Außenstehenden für ein neues Zeitalter. Das war zumindest der Plan.

Nun steckt Samoura selbst im Fifa-Schlamassel. Der Verband hatte Reinigungskosten in fünfstelliger Höhe für die Privatwohnung seiner Generalsekretärin übernommen. Erst von der Fifa engagierte Wirtschaftsprüfer stießen auf diese Transaktionen. Als Kontrolleure Samoura darauf ansprachen, zahlte sie das Geld still und heimlich an die Fifa zurück.

Ist die Putzaffäre Nachlässigkeit der neuen Frau an der Spitze? Oder ein Fall von Untreue, also ein Skandal?

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Heft 20/2017
Emmanuel Macron rettet Europa ... und Deutschland soll zahlen


insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
darthmax 17.05.2017
1. Interesse
auch in unseren Dachverbänden der Sportvereine wird Geld verbrannt, da niemand wirklich Einspruch einlegen kann. Da fahren Funktionäre dann schnell mal nach Brasilien, um internationale Kontakte zu pflegen und nutzen den Sport als Alibi Funktion ..zahlen tun die Amateure und deren Vereine, die sieht man auf Olympiaden aber nicht mehr.
ctulhu 17.05.2017
2. Zur Einordnung
Wöchentliches Putzen einer 120 qm Wohnung 1 Mal wöchentlich kostet legal günstig zwischen 6000 und 7000 Franken jährlich (3h Putzen). Bei Umgehung professioneller Firmen. Die entscheidende Fragen sind: 1) wie gross ist die Wohnung 2) wird sie 1 oder 2 mal pro Woche gereinigt? (durchaus üblich bei Besserverdienern in der Schweiz) So doof es klingt, bei 2 Mal die Woche reinigen a 5h (wenn die Wohnung/Haus 200 qm+ ist) - und man kommt pro Jahr tatsächlich auf 30.000CHF.
gunpot 17.05.2017
3. Ich sehe in Madame Samoura
eher ein Opfer als eine "bénéficiaire" des FIFA Systems. Die Firma hat wie immer fakturiert, wie es in höheren FIFA Kreisen Gang und Gäbe ist. Nun sollte man auch die Rechnungen dieser Firma hinsichtlich anderer hochrangiger FIFA Angestellter überprüfen. Frau Samoura hat ohne Wimperzucken die 30.000 Schweizer Franken beglichen. Das sollte man ihr hoch anrechnen im Hinblick auf die versteckten Tantiemen für Blatter und Platini, die immer noch meinen, sie hätten nichts Unrechtes getan. Andererseits rate ich Frau Samoura, die Firma aufzufordern, ihre exorbitant hohe Rechnung zu rechtfertigen.
kraftmeier2000 17.05.2017
4. Einfach
nur korrupt diese Funktionärsbande, und sicher nicht nur bei der FIFA. Ist aber egal, mich interessiert dieser Zirkus eh nur noch am Rande, viel schlimmer ist es doch bei vielen z. B. afrikanischen Präsidenten, die sich auf kosten der Bevölkerung unanständig bereichern.
masaryk 18.05.2017
5. Stattlicher Verdienst
Zitat von ctulhuWöchentliches Putzen einer 120 qm Wohnung 1 Mal wöchentlich kostet legal günstig zwischen 6000 und 7000 Franken jährlich (3h Putzen). Bei Umgehung professioneller Firmen. Die entscheidende Fragen sind: 1) wie gross ist die Wohnung 2) wird sie 1 oder 2 mal pro Woche gereinigt? (durchaus üblich bei Besserverdienern in der Schweiz) So doof es klingt, bei 2 Mal die Woche reinigen a 5h (wenn die Wohnung/Haus 200 qm+ ist) - und man kommt pro Jahr tatsächlich auf 30.000CHF.
Ich komme da auf einen Stundenlohn von 46 Franken brutto. Das ist ordentlich für eine Putzkraft. Wie kommt das zusammen? Der ergäbe Jahreslöhne jenseits der 70000 Franken. Oder wie muss ich das verstehen?
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