Hirn-Training Wer verblödet, ist selbst schuld

Das Gedächtnis wird mit den Jahren schlechter? Und der Mensch kognitiv insgesamt immer leistungsschwächer? Ein Irrglaube. Wir können eine Menge tun, um weiterhin Neues zu lernen - und auch zu behalten.

Viele Gehirnjogging-Aufgaben bringen das Gedächtnis nicht nennenswert auf Trab
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Viele Gehirnjogging-Aufgaben bringen das Gedächtnis nicht nennenswert auf Trab


Sich richtig in die Philosophie vertiefen: Diesen Traum wollte sich der Steueranwalt Frank Graubner(*) erfüllen - und schrieb sich gleich zum Rentenbeginn für ein Fernstudium ein. Anfangs stürzte er sich mit Elan und Ehrgeiz in Logik, Ethik und Erkenntnistheorie. Doch nach wenigen Monaten erschöpfte ihn die Aufgabe. Er konnte sich die neuen Fachwörter nicht merken, Zusammenhänge schlecht verstehen, musste alles mehrmals lesen. "Ich habe mich gequält und war darüber verwundert. Ich dachte, es würde mir leichterfallen", sagt der 69-Jährige. In seinem Alter sei das Gedächtnis wohl einfach zu schlecht für neue Lerninhalte, so sein Fazit.

Mit der Erfahrung, dass die grauen Zellen nicht mehr so reibungslos arbeiten "wie früher", ist der pensionierte Jurist nicht allein. Viele Menschen werden mit zunehmendem Alter vergesslicher, können sich neue Namen nicht mehr gut merken, kommen nicht mehr auf den Titel alter Lieblingsfilme oder verlegen ständig die Schlüssel. Das heißt jedoch nicht, dass man - wie es dann oft halb scherzhaft heißt - "bald dement wird". Und erst recht nicht, dass man nichts Neues mehr behalten kann.

"Es wäre undifferenziert zu sagen, dass Gedächtnis und Lernfähigkeit generell schlechter werden", sagt der Kognitionspsychologe Hans Markowitsch, der an der Universität Bielefeld viele Jahre lang den Lehrstuhl für Physiologische Psychologie innehatte. Auf der einen Seite gebe es natürliche Abbauprozesse, die sich ab etwa 50 Jahren bemerkbar machten und vor allem die sogenannte Speed-Leistung der Intelligenz beträfen, also die Auffassungsgeschwindigkeit und das Kurzzeitgedächtnis, so Markowitsch.
Auf der anderen Seite werde die Power-Leistung des Gehirns, also die Fähigkeit, inhaltlich Dinge zu durchdenken und zu beurteilen, oft sogar besser. Denn das Allgemeinwissen und der Wortschatz nehmen mit dem Alter meist zu - die Lebenserfahrung auch - und verhelfen Menschen so lebenslang zu herausragenden kognitiven Leistungen. Wie kann man das befördern?

Die Altersforscherin Ursula Staudinger vom Columbia Aging Center der gleichnamigen Universität in New York wählt das Bild einer Bibliothek, um zu erklären, welche Gedächtnisbereiche im Alter schlechter werden und welche stark bleiben: "Die Bücher in den Regalen sind immer da, werden sogar immer mehr, aber um an sie heranzukommen, braucht man Leitern. Und die werden mit der Zeit morsch." Angesichts dieses Bilds stellt sich die Frage, wie uns Weitblick, Weisheit und Weltwissen da noch helfen sollen.

"Uns bleibt schlicht die Möglichkeit, beim Lernen clevere Strategien anzuwenden", sagt Hans Markowitsch. Das Zauberwort sei "Assoziation". Mit zunehmendem Alter gehe es immer stärker darum, bekannte Wissensbereiche mit unbekannten geschickt zu verknüpfen. Wer französische Vokabeln paukt, sollte bereits bekannte Wörter aus romanischen Sprachen als Merkhilfe heranziehen. Natürlich sind viele schon während der Schul- und Ausbildungszeit ordentliche Eselsbrückenbauer. Doch geht es mit zunehmendem Alter darum, Merkhilfen noch systematischer und selbstverständlicher einzusetzen. Natürlich habe so ein Vorgehen Grenzen, sagt Markowitsch: "Ganz artfremde Bereiche lassen sich fast nicht miteinander verknüpfen."

Viele Menschen versuchen gerade im Alter, sich Felder zu erschließen, von denen sie bisher noch gar nichts verstehen, fangen etwa mit dem Klavierspielen an, weil sie schon immer davon geträumt haben, ein Instrument zu beherrschen. Sich solche Herzenswünsche zu erfüllen sei nicht falsch, so Markowitsch. Nur müsse man damit rechnen, sehr langsam Fortschritte zu machen. Dankbarer ist es, sich mit zunehmendem Alter bei der Suche nach neuen Aufgaben und Lernfeldern daran zu orientieren, was man bisher schon gelernt hat - sich also quasi am Bücherregal im Kopf entlangzuhangeln. So verankert man neue Lerninhalte leichter und trainiert sein Gedächtnis trotzdem effektiv.

Dranzubleiben ist überhaupt das beste Training fürs Gedächtnis. "Wenn man sich immer wieder in neue Aspekte einarbeitet, zum Beispiel bei der Arbeit, fordert man das Gedächtnis optimal", sagt Ursula Staudinger. Ihre Aufforderung zum "lebenslangen Lernen" bezieht sich also nicht nur darauf, nach der Erwerbstätigkeit geistig rege zu bleiben. Solches Lernen beginnt damit, dass man sich bereits im Berufsleben immer wieder mit neuen Lernaufgaben fordert - vom neuen Computerprogramm bis zum neuen Arbeitsfeld. Staudinger und ihre Kollegen haben Erwerbsbiografien untersucht und herausgefunden, dass Berufstätige, die regelmäßig zu Fortbildungen gehen oder sich in ihrer Arbeitssituation immer weiterentwickeln, viel bessere kognitive Leistungen zeigen als solche, die im Job immer wieder die gleichen Routinen absolvieren.

Wie fatal schon kurze Lernpausen fürs Gehirn sind, zeigt eine Studie des Neuropsychologen Robert Rogers von der Universität Houston in Texas. Er untersuchte, wie sich die Gehirndurchblutung von Menschen im Ruhestandsalter - die Probanden waren bei Studienbeginn 65 Jahre alt - über einen Zeitraum von vier Jahren änderte. Verglichen wurden drei Gruppen: eine, die trotz Rentenbeginn weiterarbeitete, eine zweite, die in den Ruhestand ging, aber aktiv blieb. Und eine dritte, die im Ruhestand tatsächlich "ausruhte" und nur noch wenig körperlich und sozial aktiv war. Bei dieser Gruppe nahm die Gehirnaktivität innerhalb weniger Jahre rapide ab. Bei den aktiven Rentnern und bei den Arbeitenden blieb sie dagegen über vier Jahre konstant hoch.

Studienergebnisse wie diese sind auch der Grund, warum manche Hirnforscher, etwa der bekannte Alzheimer-Experte Konrad Beyreuther, es als "Verbrechen" bezeichnen, Menschen überhaupt zu pensionieren. Ursula Staudinger ist ähnlicher Ansicht: "Durch die gute gesundheitliche Versorgung gewinnen wir heute etwa 30 Jahre dazu. Diese einfach nur als Ruhezeit zu verstehen ist fatal fürs Gehirn." Für Staudinger muss aber nicht jeder zwingend nach der Rente erwerbstätig bleiben. Ihrer Meinung nach kann man genauso gut ein Hobby pflegen, auf Enkel aufpassen und sich ehrenamtlich engagieren. "Wichtig ist aber eine bestimmte Regelmäßigkeit - und dass man auch Verantwortung trägt", so Staudinger. Denn dann gäbe es ganz automatisch im täglichen Tun Momente, in denen man das Gedächtnis trainiert.

Jeder zweite Gasthörer an Hochschulen ist schon älter
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Jeder zweite Gasthörer an Hochschulen ist schon älter

Es muss also nicht immer gleich ein Studium sein. Gisela Hoffmann(*) hat sich nach Rentenantritt eine neue Beschäftigung gesucht. Die Enkel wohnten weit weg, der Mann starb, also nahm die Bremerin eine ehrenamtliche Stelle beim Roten Kreuz an. Täglich arbeitet sie dort mehrere Stunden, hilft in der Küche, plaudert mit den Rettungssanitätern, organisiert beim Seniorentreff die Kaffeetafel. "Mir tut es gut, etwas um die Ohren zu haben und Leute zu treffen", sagt die 76-Jährige. "Ich bin auch nicht einsam." Ihr Gedächtnis trainiert sie auf diese Weise sehr effektiv, würden ihr Altersforscher attestieren. Nicht nur weil sie täglich aktiv ist - auch das Gefühl, sozial eingebunden zu sein und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, verbessert indirekt das Gedächtnis. "Wer mit anderen in Kontakt ist und spürt, dass er gebraucht wird, fühlt sich wohler", sagt Kognitionspsychologe Markowitsch. "Dieses positive Gefühl trägt dazu bei, dass Stresshormone reduziert werden." Und diese Hormonlage wirkt wiederum positiv aufs Gehirn, vor allem auf die Region des Hippocampus, der fürs Gedächtnis wichtig ist.

Zahlreiche Studien haben mittlerweile gezeigt, dass dieser Hirnbereich von Stresshormonen wie Cortisol angegriffen wird und bei chronischem Stress und Depressionen sogar schrumpfen kann. Das führt dann zu Zerstreuung und Vergesslichkeit. In Extremfällen kann es vorkommen, dass Menschen wegen ihrer Schusseligkeit zum Arzt gehen und sich dort herausstellt, dass sie schlicht unter Depressionen leiden. Positiv gesprochen folgt aus diesem Zusammenhang: Wer sich froh und verbunden fühlt, der tut seinem Gehirn Gutes. Und merkt sich Dinge besser.

"Um das Gehirn zu trainieren, sollte man ohnehin eher ganzheitliche Lernerfahrungen suchen", erklärt Ursula Staudinger weiter. "Von einem isolierten Gedächtnistraining raten wir ab." Diese Aussage hat weitreichende Konsequenzen. Sie besagt nämlich, dass viele Gewohnheiten, die sich ältere Menschen als eine Art täglicher Gehirnfitness zulegen, letztlich nichts bringen. Ob "Scrabble"-Turniere, Kreuzworträtsel, Sudokus oder Gehirnjogging-Aufgaben, diese Arten von spezialisiertem Denksport bringen das Gedächtnis nicht nennenswert auf Trab.

Der Neurowissenschaftler Adrian Owen von der Universität Cambridge hat das mit einer Untersuchung belegt, an der 11.000 Versuchsteilnehmer aller Altersstufen beteiligt waren: Die Probanden nahmen sechs Wochen lang an einem Gehirnjogging-Training am Computer teil. Das Training enthielt bestimmte Merk- und Problemlösungsaufgaben und war von Neurowissenschaftlern und Alzheimer-Forschern konzipiert worden. Nach sechs Wochen waren Merkfähigkeit und Problemlösefähigkeit der Probanden nicht messbar besser geworden. Einzig in den Aufgabentypen, die sie wochenlang geübt hatten, schnitten sie ein wenig besser ab als eine Kontrollgruppe, die nicht trainiert hatte. "Wer Sudokus macht, wird in Sudokus besser. Viel mehr folgt daraus aber nicht", sagt Neurowissenschaftler Hans Markowitsch. Natürlich können Knobel- und Spielfreunde ihrer Leidenschaft weiter nachgehen: weil es Spaß macht. Abbauprozesse des Gedächtnisses hält man damit aber nicht effektiv auf.

Wer alltägliche Routinen etablieren will, um das Gedächtnis zu fördern, sollte Sport machen: "Sich körperlich fit zu halten, scheint die allerwichtigste Voraussetzung zu sein, um das Gedächtnis vor Abbauprozessen zu schützen", erklärt Ursula Staudinger. Das Sprichwort von einem gesunden Geist, der in einem gesunden Körper wohnt, scheint zu stimmen. Studien, die Staudinger und ihr Team durchgeführt haben, zeigen etwa, dass leichtes Ausdauertraining wie Nordic Walking die kognitive Leistungsfähigkeit effektiv steigert.

Dass die Gehirnleistung durch Jogging und nicht durch Gehirnjogging verbessert wird, hat zwei Gründe. Zum einen wird der Blutdurchfluss durchs Gehirn bei Bewegung gesteigert, die grauen Zellen werden besser versorgt. "Zum anderen weiß man heute, dass auch Muskeln und Knochen Organe sind, in denen sich metabolische und hormonelle Prozesse abspielen", erklärt Staudinger. Wenn diese bewegt werden, regt das die Produktion bestimmter Wachstumshormone an, die das Gehirn und das Gedächtnis stärken.

Natürlich gibt es zahlreiche Menschen, die Sport machen, sozial gut eingebunden sind, nie aufgehört haben, neugierig zu sein und zu lernen, und trotzdem ab einem bestimmten Alter merken, dass das Gedächtnis nachlässt. Ursula Staudinger findet das letztlich normal: "Es geht darum, nicht zu viel von sich zu erwarten - aber trotzdem weiter zu lernen." Viele Menschen, die erste kleine Verschleißerscheinungen an sich bemerken - sei es körperlich oder geistig -, würden zu leicht resignieren, sich immer weniger zutrauen und dadurch ihre Leistungsfähigkeit senken. So ließ sich in einer Studie belegen, dass 65-Jährige, die angaben, "Gedächtnisprobleme" zu haben, unter Laborbedingungen gute Ergebnisse erzielten. Sie hatten sich aufgrund ein paar kleiner Gedächtnisschwächen viel zu sehr mit der Rolle des vergesslichen Seniors identifiziert.

"Es geht darum anzuerkennen, dass Dinge langsamer gehen. Dass man vielleicht auch etwas weniger scharfsinnig ist als früher. Und trotzdem kann man noch sehr viel lernen", sagt die Biologin und Autorin Carola Kleinschmidt. In ihrem Buch "Jung alt werden" beschreibt sie, dass es uns mit zunehmendem Alter oft leichterfällt, uns realistische Lernziele zu setzen und diese auch zu verfolgen. Um zu veranschaulichen, wie man mit den allmählichen kognitiven Einschränkungen umgehen kann, bringt Kleinschmidt das sogenannte SOK-Modell des Psychologen Paul Baltes ins Spiel: Danach werden beim Lernen in zunehmendem Alter die Prozesse von Selektion, Optimierung und Kompensation wichtiger.

Das heißt, dass man zum Ersten besser auswählt, was man lernt, sich also Ziele setzt. Zum Zweiten geht es darum, Können, das man schon hat, immer wieder aufzugreifen und zu optimieren. Und unter "Kompensation" werden zum Dritten Strategien gefasst, mit denen man auftretende Beschränkungen ausgleicht. Kleinschmidt hat für ihr Buch zahlreiche betagte Menschen zu ihren Lern- und Gedächtnisstrategien befragt, unter anderem eine 85-jährige Heilpraktikerin. Die holte sich in fortgeschrittenem Alter eine Assistentin in die Sprechstunde, die ihr die Präparate aus dem voll gepackten Regal heraussuchte und für sie schrieb. Ihr eigenes Können - welches Mittel für welches Wehwehchen passt - hat sie aber immer weiter optimiert. Sie arbeitet jede Woche mehrere Stunden und trainiert so auch im hohen Alter täglich ihr Gedächtnis. Mit der SOK-Faustregel können wir das Lernen und Aneignen von Neuem optimieren - und die Frustschwelle deutlich senken.

Der philosophiebegeisterte Steueranwalt Frank Graubner hat sich irgendwann dafür entschieden, sich nicht weiter in Sokrates und Sartre zu vertiefen - der Stoff ist zu weit weg von seinem bisherigen Fach. Stattdessen unterrichtet er jetzt stundenweise Steuerrecht an einer Hochschule. Dafür muss er sein bisheriges Wissen optimieren, ständig in Bücher gucken, sich Zusammenhänge wieder anlesen und auch Neues lernen. Um sein schlechtes Gedächtnis hat er sich jedenfalls schon lange nicht mehr gesorgt. Er hat gar keine Zeit dazu.

* Name geändert


Weiterlesen (ANZEIGE)

Hans Markowitsch: "Das Gedächtnis. Entwicklung. Funktionen. Störungen". C.H. Beck; 128 Seiten; 8,95 Euro.
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Sven Voelpel: "Entscheide selbst, wie alt du bist: Was die Forschung über das Jungbleiben weiß". Rowohlt Polaris; 288 Seiten; 14,99 Euro.
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Carola Kleinschmidt: "Jung alt werden. Warum es sich mit 40 schon lohnt, an 80 zu denken". Ellert & Richter; 240 Seiten; 14,95 Euro.
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insgesamt 12 Beiträge
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PeterPaulPius 10.04.2017
1. Life Kinetik
Ich mache seit einem halben Jahr Life Kinetik. Die Übungen schaffen neue Synapsen. Dabei werden Bewegungen mit kognitiven Herausforderungen kombiniert. Und das immer wieder neu. Sobald eine Automatisierung eintritt, kommt eine neue Übung. Die Übungen schaffen neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen.Je mehr Vernetzungen das Gehirn hat, desto besser werden Stressreduzierung, Handlungsschnelligkeit, Aufmerksamkeit, allgemein die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns. Mir fällt jetzt weniger aus der Hand, ich bewege mich besser und kann geistig noch besser mit jüngeren mithalten. Der Kurs war eine sehr gute Entscheidung. Einfach mal googeln - gibt's fast in jeder Stadt.
kratzdistel 10.04.2017
2. wer soll das den glauben
auslöser für Morbus alzheimer sind u. a. unlösliche eiweißbestandteile, die sogenannten beta-amyloid-Peptide, die sich vor allem in der Umgebung von Nervenzellen im gehirn anreichern und diese schädigen. Der schriftsteller Walter Jens und viele andere sehr geistig rege menschen sind der beste beweis, dass ohne Medikamente die schädigungen der zellen nicht aufzuhalten ist bzw. reversibel ist. bei der Plastizität des gehirnes können noch gesunde zellen durch entsprechendes Training die aufgaben der geschädigten zellen übernehmen, wie z. b. bei schlaganfallpatienten. es gibt gute ansätze in der Forschung für alzheimer, wie z. b. mit ticagrelor oder Medikamenten die das verkleben von blutblätchen verhindern können. ein Muskel der nicht bewegt wird erschlafft. so ist es auch mit dem Gehirn. aber das andere ist derzeit damit nicht aufzuhalten.
felisconcolor 10.04.2017
3. Entschuldigung
dieser (Hurra)(Werbe) Bericht ist eine Ohrfeige für alle älteren Menschen die ob sie wollen oder nicht an Alzheimer oder Demenz erkranken oder erkrankt sind. Als wenn diese Menschen etwas dafür könnten das sie davon heimgesucht werden. nach dem Motto hätten sie halt Philosophie studieren sollen im Alter von 60.... Ehrlich so ein Artikel geht überhaupt nicht. Auch daruf hätte man nach 5 Minuten Nachdenken drauf kommen können
dhvenus 12.04.2017
4. Ich habe mal von ein Doki gehört
Es nützt nichts stets mit die gleichen Aufgaben das Gehirn zu belasten. Z.*B. wer ständig Sudokus löst, wird nur im Sudoku lösen immer besser, mehr nicht.
Arnos_Weltbild 13.04.2017
5. Falsch verstanden
Trainingsmethoden für schnelleres Laufen beziehen sich nicht auf Beinamputierte oder Erkrankte an Kinderlähmung. Und Training für geistige Fähigkeiten eben auch nicht für Alzheimer-Patienten. Hier geht es darum, geistig interessiert und aktiv zu bleiben, nicht darum, schlimmer Krankheiten wundersam zu heilen. Als Sohn eines Vaters, der in den 70ern an "partieller Hirnatrophie" (so hieß es damals; ich nehme an, es würde heute wohl Alzheimer diagnostiziert...) erkrankte und verstarb, erkennt man schon einen Unterschied zwischen Erkrankten und geistig Alternden. Hoffentlich bringe ich die Energie auf, im Alter fit zu bleiben, es ist immer wieder erstaunlich, wie beweglich manch Älterer bleibt - und in der Tat, irgendeine Art von Gymnastik machen die meisten Fitten, ob die nun Walking, 5 Tibeter, Kinetik, Pilates oder Aerobic heißt...
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