AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 9/2018

Ermittlungsverfahren gegen Ex-Minister Günther Krause Wunder sind seine Spezialität

Günther Krause, einer der wichtigsten Politiker der deutschen Einheit, will die Energieerzeugung revolutionieren - mit Teilchen, die durchs Weltall sausen. Dafür interessiert sich jetzt die Staatsanwaltschaft.

Bankrotteur Krause: "Was in zehn Millionen Jahren in der Erde geschah, machen wir in zehn Sekunden"
Christian Schroedter/ Imago

Bankrotteur Krause: "Was in zehn Millionen Jahren in der Erde geschah, machen wir in zehn Sekunden"

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Der Weg zum Verkehrsminister a.D. ist holprig. Ackerland, so weit das Auge reicht, und eine Straße, auf der schon Tempo 60 zu viel ist. Ausgerechnet hier wohnt der Mann, dem Deutschland das Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz verdankt. Eine Vorstellung, so paradox wie eine 350-Quadratmeter-Villa mit Schwimmbad, Sauna, Solarium und schneeweißer Orgel tief in der mecklenburgischen Provinz.

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Heft 9/2018
Macht, Gewalt und Rache in der Filmindustrie

Und doch gibt es das alles wirklich: den Mann und die Villa, den Pool und die Orgel. Fincken, Ortsteil Knüppeldamm, Hausbesuch bei Günther Krause, dem Staatssekretär der ersten und letzten frei gewählten Regierung der DDR, einst gefeiert als "Wunderkind der Wende". Schon beim ersten Klingeln schlagen zwei Hunde an, mit wütendem Gebell springen sie ans Gartentor. Es erscheint ein molliger Mittsechziger in Jeans, Pantoffeln, rotkariertem Hemd.

1990 verhandelte Günther Krause, damals 36 Jahre alt, mit Wolfgang Schäuble den Einheitsvertrag, anschließend machte er im Westen Karriere als Minister. Ein Platz in den Annalen der deutschen Geschichte ist ihm sicher. Doch Krause will mehr, viel mehr.

Im Kabinett Helmut Kohl galt der Ingenieur wegen seines Hochmuts als "Besser-Ossi". Nun sieht er sich auf bestem Wege, Naturgesetze auszuhebeln und die Energieprobleme der Welt ein für alle Mal zu lösen. Neutrino-Technologie heißt das Zauberwort, damit will er noch einmal Geschichte schreiben. Neutrinos sind Elementarteilchen, die durchs Weltall rasen. Der Ex-Politiker und seine Partner wollen sie mithilfe speziell beschichteter Metalle nutzen, um Energie zu gewinnen - wie ein Perpetuum mobile. Es wäre das erste in der Geschichte der Menschheit.

Physiker halten den Plan, mit Neutrinos Energie zu erzeugen, für Humbug. Die Prüfer des Europäischen Patentamts haben der Neutrino Deutschland GmbH schon 2016 signalisiert, dass es mit einem Patent schwierig werden könne, weil "eine Gewinnung von Gleichstrom aus Sonnenenergie, insbesondere Neutrinostrahlung, den gängigen physikalischen Gesetzen" widerspreche.

Diskutieren möchte Krause darüber an diesem Vormittag nicht. Die Kritiker seien "Leute von gestern", sagt er verächtlich. "Alle Visionäre wurden anfangs verlacht, sogar Jesus, bis zu seiner Auferstehung." Für den Jesus von Knüppeldamm ist das Thema damit erledigt. "Lassen wir's für heute gut sein", sagt Krause.

Gut aber ist nichts im Leben des Mannes, der einst Angela Merkel zu ihrem ersten Bundestagsmandat verhalf. Ende Januar hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Anklage gegen ihn erhoben: wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts. Seine Beratungsfirma IBP schuldet Gläubigern fast 900.000 Euro. Krause weist die Vorwürfe zurück; es sei genügend Kapital vorhanden. Da macht es wohl nichts, dass aus der Insolvenzmasse zwei Luxuskarossen seit Monaten spurlos verschwunden sind, darunter ein Mercedes CLS 63 AMG mit mehr als 500 PS.

Weil Krause bereits 2009 rechtskräftig wegen Betrugs und Konkursverschleppung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist, drohen ihm nun mehrere Jahre Haft. Verschärfend kommt hinzu, dass seit Ende 2017 auch bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg ein Verfahren gegen ihn anhängig ist. Dabei geht es um den Verdacht, dass er sich in die Villa in Knüppeldamm geschlichen hat wie ein Enkeltrickbetrüger in die Herzen alter Menschen.

"Ich habe ihm einfach vertraut", sagt Hedwig Schreiber(*), in deren Haus Krause nun wohnt. Die Unternehmerin sitzt im Büro ihres Landmaschinenhandels bei Donauwellen und Filterkaffee. "Der hat mich auf der Ostschiene gekriegt, das war meine schwache Stelle. Krause wusste genau, welche Melodie er spielen musste." Es war das Lied vom DDR-Menschen, dessen Leben in nur wenigen Monaten aus den Fugen geriet, von Biografien, die plötzlich einen Bruch hatten. Und von jenen, die es dann - allen Hindernissen zum Trotz - im neuen Deutschland schafften, als Politiker oder Unternehmer.

"Wir beide haben nicht vergessen, wo wir herkommen, liebe Frau Schreiber, aber wir wissen auch, was wir geschafft haben und wo wir hinwollen", soll Krause gesagt haben, und die Geschäftsfrau mit der sozialistischen Vergangenheit fühlte sich verstanden und wertgeschätzt.

Krause-Domizil in Fincken

Krause-Domizil in Fincken

Dass der Kaufinteressent seit seinem von Affären umwölkten Rücktritt als Minister 1993 auf dem Weg in den Abgrund ist, wusste Schreiber damals nicht.

Was auch immer der Unternehmer Krause anfasste, endete im Desaster. Schon im Jahr 2001 musste er die eidesstattliche Versicherung über seine Vermögensverhältnisse abgeben, im Volksmund Offenbarungseid genannt. 2013 folgte die Privatinsolvenz. Sein Schwung als Unternehmer blieb ungebremst. Wunder waren seine Spezialität.

Vor seinem Einstieg in die Neutrino-Welt wollte Krause aus Stroh und Abfall Erdöl gewinnen: "Was in zehn Millionen Jahren in der Erde geschah, machen wir in zehn Sekunden." Doch irgendwie klappte es nicht mit dem Abfall und dem Öl - und Krause machte wieder einmal aus Gold nur Stroh.

Dass ausgerechnet so jemand sie leimen konnte, nagt an Schreiber, einer erfolgreichen Unternehmerin mit 120 Angestellten. "Ich hätte nur googeln müssen, aber daran habe ich nie gedacht. Mir wäre im Traum nicht eingefallen, dass ein Mann mit seiner Geschichte es sich leisten kann, so zu lügen und zu betrügen." Dabei war ihr zunächst gar nicht klar, wen die Maklerin mit freudiger Stimme als möglichen Käufer ihrer Villa ankündigte. Günther Krause wolle ihr Haus besichtigen. Günther wer? "Na Krause, Günther Krause, Günther mit th, der Einheits-Krause, du weißt schon." Mehr als ein Jahr lang hatten Schreiber und ihr Mann versucht, die Villa zu verkaufen, weil sie ihr Berufsleben beenden und nach Schleswig-Holstein umziehen wollten. Rund eine Million Euro hätten sie 2003 in den Ausbau des Hauses gesteckt, nun wollten sie es für weniger als die Hälfte verkaufen.

"Das ist wirklich ein Schnäppchen", befand der Bundesminister a.D. gleich zu Beginn des Besichtigungstermins. Auch seine Ehefrau Heike war von der Immobilie angetan. Eine halbe Stunde später war alles klar: "Heike, ich kauf's." Geld, so erinnert sich Schreiber, sei kein Problem, habe Krause betont: "Einen Kredit brauch ich nicht. Wenn Sie wollen, können wir morgen zusammen in die Schweiz fahren und die halbe Million in bar abholen." Als die Unternehmerin ablehnte und um Überweisung bat, habe Krause mit den Schultern gezuckt und gesagt: "Wenn Sie unbedingt für Wolfgang Schäuble arbeiten wollen, dann überweise ich es halt."

Mit Schwimmbad, Sauna, Solarium

Mit Schwimmbad, Sauna, Solarium

Hedwig Schreiber spendierte eine Flasche Sekt, und das Unglück nahm seinen Lauf. Zweimal musste der Notartermin verschoben werden. Das Geld sollte von einem befreundeten Unternehmer kommen, der plötzlich "unerwartete Verzögerungen" beklagte. Dann hakte es bei den "strengen Compliance-Anforderungen" eines ausländischen Kreditinstituts, weshalb "sich der genaue Buchungstag nicht genau voraussagen" lasse.

Schreiber blieb dennoch zuversichtlich. Krause habe schließlich nach jedem Überweisungsflop wieder Barzahlung in der Schweiz angeboten, mal mit UBS-Verrechnungsscheck, mal ohne. Und die Ehepaare lernten einander auch privat näher kennen, etwa bei einem gemeinsamen Essen in einem Restaurant in Plau am See.

Krause erzählte launig von früher. Wie er mit Helmut, "dem Dicken", nachts um halb drei im Kanzleramt Cognac gekippt habe, nachdem sie tagsüber im Schweinsgalopp die deutsche Einheit vorangebracht hätten. "Und von genau diesem Cognac habe ich noch eine Flasche, als eiserne Reserve. Wenn das Geld auf Ihrem Konto ist, dann köpfen wir die, zur Feier des Tages." Am 6. März 2017 trafen sich die Ehepaare Krause und Schreiber in den Büroräumen einer Notarin in Waren an der Müritz, um den Kaufvertrag zu unterschreiben. Den Cognac hatte Krause nicht dabei.

Unglücklicherweise hatte es mit dem Geld mal wieder gehakt, irgendwelche Widrigkeiten in der arabischen Bankenwelt. Aber das Geld sei so gut wie unterwegs, versicherte Krause, kein Grund zur Sorge. Als die Notarin anmerkte, dass sie unter diesen Umständen den Kaufvertrag eigentlich nicht beurkunden wolle, habe Krause den beleidigten Ehrenmann gegeben. Ob sie ernsthaft glaube, er könne den Kaufpreis nicht bezahlen? Er, der DDR-Unterhändler des Einheitsvertrags, Bundesverkehrsminister a.D., Professor für Ingenieurwissenschaften und Unternehmer? "Wollen Sie wirklich unterstellen, ich säße hier für eine Luftnummer?" Das wollte die Notarin dann doch nicht. Der Vertrag wurde besiegelt, nicht mit dem Verhandlungsführer, sondern mit seiner Ehefrau. Ein Umstand, den er schon beim Besichtigungstermin so erklärt hatte: "Sie wissen doch, es sind die Frauen, die die Hand auf dem Geld haben", so Krause. Ach so. Na dann.

Sechs Wochen später, an einem Dienstag, kam der erlösende Anruf. Am anderen Ende der Leitung, so erzählt es Schreiber: Günther Krause. Dubai habe das Geld angewiesen. Endlich. Jetzt dauere es höchstens noch eine Woche, bis es auf ihrem Konto sei. Ob er dennoch schon am Freitag einziehen dürfe? Krause durfte.

Mit dem Schlüssel für die Villa in der Tasche lieferte der Ex-Minister dann sein Meisterstück ab - als Hausbesetzer. Er drückte Schreiber Papiere in die Hand und sagte feierlich: "Das sind Neutrino-Aktien im Wert von fünf Millionen Dollar. Bitte nehmen Sie die als Pfand, bis das Geld endgültig auf Ihrem Konto ist." Hedwig Schreiber wollte keine Aktien. "Mir reicht Ihr Wort. Das habe ich doch, oder?" Natürlich habe sie das, versicherte Krause. Es gehe ja auch nicht um sie, sondern um ihn. Er wolle sich ebenfalls gut fühlen und an diesem Tag nicht mit leeren Händen dastehen. Deshalb solle sie die Aktien nehmen, als Zeichen dafür, dass sie nicht denke, er habe kein Geld. Schreiber nahm das Paket und bestätigte, die Aktien zurückzugeben, sobald der Kaufpreis bezahlt sei.

Der Minister a.D. bestreitet alle von Schreiber ihm zugeschriebenen Äußerungen. Nur: "Richtig ist, dass eine Flasche Cognac Jahrgang 1941 bereitsteht, um die Abwicklung der Verträge zu feiern." Unstreitig ist, dass die Staatsanwälte in Neubrandenburg Ende 2017 Ermittlungen gegen Krause und seine Ehefrau Heike eingeleitet haben, wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Betrugs. Ebenfalls im Visier der Fahnder: Holger Thorsten Schubart, "President" der im US-Bundesstaat Montana registrierten Neutrino Inc., jenes Unternehmens, dessen Aktien Krause als Sicherheit überreicht hatte.

Seit Jahren sind die beiden verbandelt. Krause ist als Ansprechpartner für die Neutrino Energy Forschung & Entwicklung UG und als "Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats" der Neutrino Deutschland GmbH aufgeführt. Einen Beleg, dass die Aktien, die Krause mit großer Geste überreichte, irgendeinen Wert haben, sind der Ex-Politiker und sein Geschäftspartner bislang schuldig geblieben.

Hinzu kommt: Der Neutrino-Deutschland-Geschäftsführer Schubart ist vorbestraft - verurteilt zu einer Haftstrafe von mehr als sechs Jahren, wegen besonders schweren Betrugs. Bei der Staatsanwaltschaft Berlin sind derzeit mehrere Ermittlungsverfahren gegen ihn anhängig, wegen des Verdachts des Betrugs und anderer Delikte.

Schubart habe "Redlichkeit durchweg vermissen lassen", das hatte, einer Lokalzeitung zufolge, schon 2003 ein Richter in Göttingen festgestellt. "Immer wieder" habe Schubart versucht, sich "mit Unwahrheiten in ein positives Licht zu stellen".

Eine Neigung, die er offenbar bis heute beibehalten hat. Auf seiner Firmenwebsite findet sich ein Artikel aus der "Chicago Evening Post". Darin ist von "Zeichen" die Rede, die schon im Herbst 2015 zu sehen gewesen seien, als "zwei Forscher des internationalen NEUTRINO-Teams" den Physik-Nobelpreis erhalten hätten. Über dem Text ist auf einem Foto zu sehen, wie Schubart die Hand des kanadischen Nobelpreisträgers Arthur McDonald schüttelt. McDonald und einem japanischen Kollegen war tatsächlich der Nachweis gelungen, dass Neutrinos Masse haben.

Nobelpreisträger McDonald erklärt gegenüber dem SPIEGEL, er "habe zu keiner Zeit und in keiner Weise Verbindungen zur Neutrino GmbH oder irgendeinem ihrer Repräsentanten gehabt". Das Foto sei auf einem Empfang nach einer Vorlesung entstanden, die er im vorigen Jahr in Dresden gehalten habe. "Angesichts des öffentlichen Charakters der Veranstaltung konnte ich den Handschlag mit Herrn Schubart nicht vermeiden", so McDonald. Er habe die Neutrino Deutschland GmbH aufgefordert, das Foto und jeden Hinweis, der eine Verbindung zwischen ihm und dem Unternehmen nahelege, von der Website zu löschen.

Verhandlungspartner Schäuble, Krause 1990: "Wunderkind der Wende"
Schoelzel

Verhandlungspartner Schäuble, Krause 1990: "Wunderkind der Wende"

Den Verdacht, dass Schubarts deutsche Dependance ebenfalls nur Fassade ist, erhärtet ein Besuch an der noblen Firmenadresse in Berlin. Unter den Linden 21-23, Ecke Friedrichstraße, residiert auch die Volkswagen AG. Ein Hinweis auf die Neutrino Deutschland fehlt. Die Frage nach den Räumen der Firma entlockt der Dame am Empfangstresen ein Lächeln. "Sind Sie Anleger?" Nein. "Na, da haben Sie aber Glück. Versuchen Sie es mal bei Regus in der fünften Etage." Auch am Empfang des Anbieters "flexibler Bürodienstleistungen" sorgt die Frage nach der Neutrino GmbH für Heiterkeit. "Der Herr Schubart ist hier Kunde, schon länger", sagt die Frau. Und dass man bei Regus "virtuelle Büros" mieten könne, ab 150 Euro pro Monat. Eine "renommierte Geschäftsadresse für Ihr Image", wie es auf der Website der Firma heißt. Schubart räumt ein, "den Telefon-/Postservice" von Regus zu nutzen. Allerdings nur zusätzlich. "Wir haben eigene Räume." Angeblich "Unter den Linden 23", entsprechende "Schilder" seien "bereits beauftragt".

Von Schubarts Eskapaden wusste Hedwig Schreiber nichts. Sie zog erst im Sommer 2017 die Reißleine, als sie immer noch vertröstet wurde - diesmal mit E-Mails, die Krauses Ehefrau Heike einen Millionenkredit zusicherten, dessen Auszahlung sich aber dann doch wieder verzögerte.

Anfang August drohte Schreibers Anwalt Arne Trimpop den Rücktritt vom Kaufvertrag an, sollte das Geld nicht bis zum Ende des Monats da sein. Gleich am nächsten Tag legte Krause im Auftrag seiner Ehefrau "Widerspruch ein" - mit einer Begründung, die zeigte, wie sorgsam der Bankrotteur seinen Haus-Coup geplant hatte.

Die "Vertragsbeteiligten" hätten "bei Übergabe des Grundstücks eine Vereinbarung geschlossen, die kaufpreisersetzend wirkt", schrieb Krause an Trimpop. Familie Schreiber habe "ein Aktienpaket im Nennwert von fünf Millionen US-Dollar" als Sicherheit erhalten.

Im September reichte der Anwalt Klage ein. Heike Krause-Augustin möge das Grundstück herausgeben und die Villa räumen. Für den 27. Februar sind die Kontrahenten ins Landgericht Neubrandenburg geladen, zum Gütetermin.

So lange wollte Schreiber ihren Ärger nicht in sich hineinfressen. Anfang Januar sei sie zu ihrer Villa gefahren. "Ich wollte Krause von Angesicht zu Angesicht fragen, ob er gut schläft, in unserem Ehebett, auf unseren Matratzen, wie er lebt mit unseren Möbeln. Außer der Orgel und seinem Flügel hat er ja kaum was mitgebracht." Sie klingelte, die Hunde schlugen an. Es dauerte Minuten, bis Krause erschien; im Morgenmantel, mit hochrotem Gesicht. Allem Anschein nach hatte Schreiber ihn aus der Sauna geklingelt. Auf ihre Frage, wie es ihm denn so gehe in einem Haus, das er gegen jeden Anstand bewohne, habe Krause geantwortet: "Es geht mir gut."

* Name geändert.



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