AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 10/2017

Haushaltsüberschuss Was tun mit dem vielen Geld?

24 Milliarden Euro - auf diese stolze Summe belaufen sich inzwischen die Haushaltsüberschüsse. Auch weil der Staat es derzeit nicht schafft, die Mittel auszugeben. Was also sollte der Finanzminister mit dem Geld anfangen?

DPA

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Zu den erstaunlicheren Erkenntnissen der jüngeren deutschen Geschichte zählt, dass es der Politik offenbar genauso schwerfällt, den Überfluss zu verwalten wie den Mangel. Seit drei Jahren nimmt der Staat mehr ein, als er ausgibt, und stets stellt sich die Frage, was mit dem Geld zu geschehen hat. Soll der Finanzminister Schulden tilgen, Investitionen hochfahren oder Steuern senken?

Auf rund 24 Milliarden Euro summierten sich 2016 die Überschüsse von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen. Sind sie vorübergehende Episode oder Dauerphänomen?

Die Frage ist nicht belanglos, wenn es darum geht, wie das Geld zu verwenden sei. Ist das Plus in den Kassen glücklichen Umständen zu verdanken, etwa einem hohen Privatisierungserlös oder einmalig hohen Steuereinnahmen, dann sollten sich die Politiker hüten, darauf dauerhafte Belastungen für den Haushalt zu gründen. Die Überschüsse können ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.

Stattdessen sollten sie Schulden tilgen oder die Investitionen für ein Jahr aufstocken. Sie verhalten sich dann ähnlich verantwortungsvoll wie ein Privatmann, der sich mit einem Lotteriegewinn ein neues Auto leistet oder eine Sondertilgung für den Hauskredit vornimmt, aber jeden Gedanken verwirft, mit dem zusätzlichen Geld langfristige Verpflichtungen einzugehen.

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DER SPIEGEL

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Heft 10/2017
Wie viel Putin steckt in Trump?


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insgesamt 19 Beiträge
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diospam 06.03.2017
1. Relativ Einfach: Die Kommunen entlasten!
Sämtliche soziale Kommunalleistungen müssen vom Bund übernommen werden. Warum die Kommune zu 50% am Haken hängt wenn der Bund beschließt Geld für Sozialleistungen zu vergeuden ist ein absoluter Anachronismus und der Untergang für strukturschwache Regionen.
janne2109 06.03.2017
2. teilen
einen Teil den Kommunen für Schulen geben und den Rest zum Schulden bezahlen oder aufheben aber gibt ja keine Zinsen, also Schulden abzahlen, solange der Bürger noch sein Handy bezahlen kann gehts ihm nicht so schlecht.
r.thomas.ber 06.03.2017
3. Wie wäre es denn mal mit Schuldenabbau!?!
Deutschland sollte ein gutes Vorbild für ganz Europa sein und dem Leben auf Pump mit Schuldenabbau begegnen. Die Kinder Deutschlands werden es danken. Die nächste Zinserhöhung kommt bestimmt und dann kann man viel mehr mit den eingesparten Schuldenzinsen Ausrichtung als den gierigen Banken noch mehr in den Rachen zu werfen. Aber man kann natürlich kurzfristig auch wieder Geschenke verteilen, die wie Tropfen auf den heißen Stein verpuffen.
joe_ann 06.03.2017
4. Unsere lieben Politiker
Haben wohl schon länger keine Uni mehr von innen gesehen. Ich war letztens an der Uni HH und der TU Berlin. Ich finde es echt gruselig, wie z.B.die Toiletten da aussehen. In 2 Jahren, wenn unser Sohn eingeschult wird, wird es uns wahrscheinlich das nächste mal kalt den Rücken runter laufen, wenn wir uns diverse Schulen ansehen...KiTas, sozialer Sektor (Krankenpfleger, Altenpfleger). Möglichkeiten gibt es genug.
auf_dem_Holzweg? 06.03.2017
5. Schulen, Bildung, Familienförderung braucht das Land
ganz besonders braucht es aber Bildung, da ist die letzten Jahrzehnte deutlich etwas auf der Strecke geblieben, wie ja der derzeitige Stand der Berliner Politik deutlich beweist. Ansonsten kämen die Herrschaften selbst darauf was schon lange überfällig ist.
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