AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 9/2018

Misstrauen gegen Medien "...dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe"

Unter Gebildeten wächst die Wut auf die etablierten Medien - auch auf den SPIEGEL. Zu recht?

Zeitungsständer
DPA

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Artus Krohn-Grimberghe ist ein kluger Kopf. Aber die "FAZ" liest er schon lange nicht mehr. Den SPIEGEL hat er vor fünf Jahren abbestellt. Die "Tagesschau" guckt er nur noch ab und zu im Netz. Mit allen dreien ist er groß geworden, "mediale Institutionen" waren das einmal für ihn. Doch das ist vorbei. Mit den deutschen Mainstream-Medien sei er durch, sagt Krohn-Grimberghe.

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Dieser Artikel ist aus dem SPIEGEL
Heft 9/2018
Macht, Gewalt und Rache in der Filmindustrie

Krohn-Grimberghe, 37 Jahre alt, blondes Haar, randlose Brille, Jeans und Rolli, ist seit fünf Jahren Junior-Professor an der Universität Paderborn. Sein Fachgebiet heißt "Analytische Informationssysteme und Business Intelligence", maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz also. Rationaler geht es kaum.

Aber wenn er über Medien redet, wird Krohn-Grimberghe zornig. "Ich finde es widerlich, dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe", sagt er.

Die Stationen seiner Entfremdung kann Krohn-Grimberghe genau benennen: die Berichterstattung über das Schuldendrama in Griechenland, die Flüchtlingskrise, die Debatte um den Atomausstieg. Was er in den deutschen Medien darüber gelesen und gesehen habe, "hat mehr mit Wunschdenken zu tun als mit der Realität", sagt er.

Lügenpresse? Das Wort mag Krohn-Grimberghe nicht. "Mir ist egal, ob Journalisten schlampig sind oder absichtlich einseitig berichten oder ob sie nur betriebsblind sind." Lieber ist ihm das Wort Qualitätspresse in Anführungszeichen: "Qualitätspresse", sogenannte. Es ist die gebildete Version der Verachtung.


Im Video: "Penner, naive Gutmenschen"
Viele Journalisten werden von Lesern in E-Mails und Briefen beleidigt, beschimpft, manchmal gar bedroht. SPIEGEL-Redakteurin Isabell Hülsen hat sich mit Kritikern getroffen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, warum der Groll gegen Medien zur Zeit allgegenwärtig ist.

Sven Döring / Agentur Focus

Krohn-Grimberghe gehört nicht zu denen, die sich auf Marktplätze stellen und Journalisten bepöbeln. Bisher hat er nicht einmal wütende Leserbriefe geschrieben, dafür hat er keine Zeit. Bis vor Kurzem hat er neben seinem Job an der Uni noch ein IT-Start-up geleitet, er besucht Konferenzen im Silicon Valley.

Mit Menschen wie Krohn-Grimberghe hat das Misstrauen gegenüber Medien ein neues Milieu und eine neue Qualität erreicht. Es hat sich vorgefressen: vom Rand in die Mitte der Gesellschaft, dorthin, wo sich Zeitungen und Magazine sicher wähnten - zu den Gebildeten, politisch Interessierten. Das journalistische Selbstverständnis speiste sich bisher aus der Annahme, dass kluge Menschen ohne klassische Medien nicht leben könnten. Journalisten glaubten zu wissen, für wen sie berichten, enthüllen, kommentieren.

Viele Redaktionen aber machen nun die Erfahrung, dass ein wachsender Teil dieser Leser die vermeintliche Beziehung gekündigt hat - manche, wie Krohn-Grimberghe, sind still gegangen, andere machen ihrer Wut und Enttäuschung in Leserbriefen oder bei Facebook Luft.

39 Prozent der Deutschen glauben, dass Medien die Wahrheit verdrehten und Tatsachen verschwiegen, hat eine Allensbach-Umfrage 2015 erhoben. Von "Lügenpresse" wollen inzwischen zwar nur noch 13 Prozent sprechen, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Publizistik der Uni Mainz zeigt. Aber 17 Prozent der Deutschen vertrauen Medien grundsätzlich nicht, weitere 41 Prozent nur teilweise. Zu den Leserbriefschreibern, die Journalisten als "verblendete Gutmenschen", "Idioten" und "Penner" bezeichnen, gehören Rechtsanwälte, Steuerberater, Beamte und Apotheker; klassisches Bürgertum also. Das Buch "Lügen die Medien?" schaffte es 2017 auf die Bestsellerliste. Was ist passiert in diesem Land, dass die Zweifel an der journalistischen Redlichkeit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen sind?

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen spricht von einem neuen "Lügenpresse-light-Milieu", das zwar die aggressive Vokabel scheut, in dem das Unbehagen am Journalismus aber gedeiht. Kritik an den Mainstream-Medien, sagt Pörksen, werde "allmählich selbst zum Mainstream".

Die Flüchtlingskrise hat nur an die Oberfläche gespült, was sich lange angestaut haben muss: das Gefühl, Journalisten berichteten nicht neutral, sondern maßten sich an, ihre Leser und Zuschauer zu manipulieren, indem sie Fakten bögen oder unterschlügen. Nicht an der Wahrheit seien Medien interessiert, sie wollten, bewusst oder unbewusst, ihre Leser erziehen, was gut und böse sei, was in Deutschland gesagt werden dürfe und was nicht. Von "FAZ" bis "SZ", von der "Welt" bis zum SPIEGEL herrsche ein Meinungskartell politischer Korrektheit, das glaube, es besitze selbst in Zeiten der Ultrahocherhitzung durch Facebook, Twitter und alternative Nachrichtenportale noch die Macht, Fakten zu verschweigen, die nicht ins Bild passten.

Das "Lügenpresse"-Gebrüll eines Marktplatz-Mobs, der keine Argumente kennt, nur Wut, ließe sich noch abtun. Doch die Verachtung von Bildungsbürgern nagt am Selbstbewusstsein: Was haben die Medien falsch gemacht? Was ist berechtigte Kritik der Leser, was einfach Ärger darüber, dass das Ergebnis einer Recherche nicht in ihr Weltbild passt? Studien, die sich detailliert mit den Gründen für die Entfremdung zwischen Lesern und Presse beschäftigen, gab es bisher nicht. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Publizistik der Universität Mainz macht zumindest Hoffnung: Je mehr Leser über die Arbeitsweise des Journalismus wissen, desto größer ist ihr Vertrauen.

Portrait von Artus Krohn-Grimberghe am 22.01.2018 an der Universitaet Paderborn. Foto: Marcus Simaitis
Marcus Simaitis/ DER SPIEGEL

Portrait von Artus Krohn-Grimberghe am 22.01.2018 an der Universitaet Paderborn. Foto: Marcus Simaitis

"Ich finde es widerlich, dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe."

Artus Krohn-Grimberghe, Leser

Artus Krohn-Grimberghe nervt vor allem eines: "Als Wissenschaftler finde ich es unerträglich, wenn mir etwas als alternativlos verkauft wird", sagt er. In Parteien und Medien allerdings werde ständig so getan, als könne und dürfe es keine Alternative geben. Zur Europäischen Union nicht, zur Flüchtlingspolitik nicht, zum Atomausstieg nicht. Er wolle sich selbst ein Urteil bilden, von den Medien aber werde ihm dauernd vorgegeben, was er zu denken habe: dass Migranten willkommen zu heißen seien, auch Wirtschaftsflüchtlinge. Dass Europa ohne die EU nicht denkbar sei und eine Frauenquote zwingend fortschrittlich. "Anmaßend finde ich das", sagt er.

Krohn-Grimberghe kommt aus einem konservativen Haushalt. Er selbst war Mitglied der Jungen Union und später der CDU - und ist aus Protest gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik und ihre "Rückgratlosigkeit", wie er sagt, ausgetreten.

Über den gewaltsamen Tod der Deutschen Mia in Kandel sei anfangs in der "Tagesschau" nicht berichtet worden, über den der türkischen Tugce vor drei Jahren sehr wohl. Dass die "Tagesschau" einen Tag später doch berichtete? Beeindruckt Krohn-Grimberghe nicht. Zu deutlich, sagt er, sei der Widerwille der Redaktion zu spüren gewesen. Was nicht ins Bild passe, finde erst mal nicht statt.

Krohn-Grimberghe ist blitzschnell im Kopf und rhetorisch so flink, dass man ihm schwer Paroli bieten kann. Wo soll man anfangen, das Knäuel aus berechtigter Kritik, haltloser Unterstellung, Urteil und Vorurteil zu entwirren? Das Ringen um die Argumentationshoheit macht ihm sichtlich Spaß - auch deshalb ist es kaum zu fassen, dass jemand wie Krohn-Grimberghe als Leser von der Fahne gehen konnte.

Doch er ist nicht bloß ein enttäuschter Leser, sondern auch ein Leser neuen Typs: Krohn-Grimberghe liest nur noch über Google News, mal hier einen Artikel, mal dort einen. Sein Urteil steht trotzdem fest: "In den deutschen Medien gibt es zu vielen Themen einfach keine differenzierte Darstellung, ich fühle mich da materiallos."

Es ist schon erstaunlich. Der Wunsch nach Konsens galt jahrzehntelang als Geheimnis politischer und gesellschaftlicher Stabilität in Deutschland. Was ist plötzlich so schlimm daran, dass sich Medien in manchen Dingen einig sind? Etwa darin, dass Deutschland eine humanitäre Verantwortung hat, sich um Flüchtlinge zu kümmern, und Rassismus in diesem Land keinen Platz haben sollte. An den USA lässt sich ablesen, was eine polarisierte Medienlandschaft anrichten kann. Der Meinungskrieg zwischen Fox News und Breitbart auf der rechten und CNN auf der linken Seite hat zu einer gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, die Rassenhass und Gewalt beflügelt - und eine sachliche Debatte kaum noch möglich macht.

Was aber, wenn die deutschen Medien nicht bemerkt haben, dass ihr Konsens längst viel breiter ist als der gesellschaftliche und wie eine Glocke über dem Land hängt? Ja, "Bild" tickt in der Europapolitik anders als die "SZ", der SPIEGEL steht im Zweifel links und der "Focus" rechts. Doch das nehmen womöglich nur noch Journalisten als mediale Pluralität wahr. Für manche Leser scheinen das eher Nuancen zu sein. Und es stimmt ja: Eigentlich alle Medien sehen in der EU eine Errungenschaft, deren Sinn kaum bezweifelt werden kann. Ähnlich verhält es sich mit der Klimapolitik und der Genderdebatte, die als Ausweis gesellschaftlicher Modernisierung gelten und als solche kaum hinterfragt werden. Viele Leser jedoch haben offenbar Diskussionsbedarf, wo viele Journalisten keinen mehr sehen.

Auf Krohn-Grimberghes Leseliste schaffen es deshalb oft alternative Blogs wie "Achse des Guten" oder "Tichys Einblick". Aus der Wut auf klassische Medien haben sie ein neues Geschäftsmodell gemacht. Roland Tichy, früher Chef der "Wirtschaftswoche", beschimpft Journalisten als "Kaste der Bevormunder", als "Zensoren", die ihr "Meinungsglyphosat" versprühten, damit nichts Unerwünschtes mehr wachse. In den Kommentaren unter seinen Texten wird er dafür als Retter gegen den "PMK-Filz" (Politisch Medialer Komplex) gefeiert, als "Hoffnungslichtlein im düsteren Wald der deutschen Hofberichterstatter".

Krohn-Grimberghe weiß, dass er hier nicht unbedingt bekommt, was er in den klassischen Medien vermisst - Offenheit, vor allem: Raum für unterschiedliche Meinungen. Diese Blogs sind für ihn eher ein Beleg, dass man Dinge auch anders sehen kann. "Labsal für die Seele" sei das.

Nur eine etablierte Zeitung liest er seit Kurzem wieder gern: die "Neue Zürcher Zeitung" ("NZZ"). Die "alte Tante" aus der Schweiz profiliert sich derzeit als Anlaufadresse für deutsche Leser, denen in den heimischen Medien zu viel Konsens herrscht. Das Blatt bezeichnet "Multi-Kulti-Anhänger" schon mal als "nützliche Idioten muslimischer Scharfmacher" und geht die deutsche Kanzlerin hart an. In AfD-nahen Kreisen bekommt die "NZZ" dafür Applaus: als neutrale "Stimme der Vernunft" oder gar "neues Westfernsehen". Deutschland wäre nach dieser Lesart eine neue DDR, in der die Wahrheit nur noch über freie, ausländische Medien zu erfahren ist.

Eric Gujer gehört zu den Profiteuren der bürgerlichen Medienwut, und er spielt damit virtuos. Der Chefredakteur der "NZZ" war bis 2008 zehn Jahre lang Korrespondent in Berlin. Vor der deutschen Bundestagswahl hat er den Newsletter "Der andere Blick" gestartet, der sich gezielt an "NZZ"-Leser in Deutschland wendet, vor allem an jene, denen das "Justemilieu" in Deutschland zu weit links steht.

Gujer empfängt in seinem Büro: Holzdielen, schwarze Ledersessel. Es ist ein Ort nüchterner Noblesse, und Gujer passt perfekt hinein, mit rosafarbenem Hemd unter dem dunklen Jackett und glatt-grauem Haar. Seit 238 Jahren ist die "NZZ" eine liberale Institution, geschätzt für ihr Korrespondentennetz in aller Welt und lange auch für ihre nüchterne Tonlage.

Den Beifall aus der rechten deutschen Ecke "streben wir nicht an", sagt Gujer. Doch die Angst, von der falschen Seite gelobt zu werden, könne nicht die Richtschnur sein. Den Erfolg in Deutschland erklärt sich Gujer so: Die "NZZ" habe schon im Herbst 2015, als viele Deutsche noch begeistert die Flüchtlinge willkommen geheißen hatten, geschrieben, dass Merkels Politik nicht gut gehen könne, und sich damit positioniert: außerhalb des deutschen Medienkonsenses.

Als er Journalist wurde, vor 35 Jahren, sagt Gujer, seien die deutschen Tageszeitungen noch "zurückhaltende Chronistenmedien" gewesen, die sich mit Meinung nicht hervortaten, schon gar nicht jenseits der Kommentarspalten. Politische Haltung blieb den Magazinen vorbehalten. Heute, glaubt Gujer, "schreiben alle so wie 'Stern' und SPIEGEL". Die Trennung von Fakten und Meinung sei vielerorts verloren gegangen und mit ihr das Vertrauen der Leser.

Und die "NZZ"? Macht aus ihrer neoliberalen Haltung doch auch kein Geheimnis und geht damit sogar gezielt auf Leserfang. Gujers Newsletter "Der andere Blick" strotzt nur so vor Meinungsjournalismus. Das Problem, sagt Gujer, sei nicht so sehr die Haltung, sondern vielmehr der Versuch, so zu tun, als sei man neutral.

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor gut einem Jahr saß Gujer den ganzen Abend vor dem Fernseher und guckte ARD und ZDF. "Die Art und Weise, wie dort alles abgebügelt wurde, was auf einen Zusammenhang zwischen Flüchtlingspolitik und Terrorismus hinwies", hat ihn befremdet. Vor allem im "heute-journal" im ZDF sei "spürbar gewesen, dass wir unsere Grundhaltung zur Migrationspolitik auch nicht durch ein Ereignis wie dieses infrage stellen wollen". Die Medienbranche, sagt er, müsse ehrlicher mit sich selbst werden: "Sind wir wirklich willens, Pro und Kontra zu berücksichtigen? Sind wir bereit, unsere eigene Haltung infrage zu stellen?"

Es gibt vermutlich wenige Redaktionen, in denen Journalisten nicht immer wieder anmahnen, das eigene Blatt brauche eine klare Haltung, damit der Leser wisse, wo das Medium seines Vertrauens steht. Und nun? Wie viel Haltung ist gut, wie viel ist zu viel? Wo hört Journalismus auf, und wo fängt Aktivismus an?

Das Grundgesetz hat Medien die Pressefreiheit geschenkt - damit geht die Verpflichtung einher, die demokratischen Werte zu verteidigen. Dazu gehört, Rassismus auch dann Rassismus zu nennen, wenn es Lesern nicht schmeckt. Oder zu berichten, was Leser oder Zuschauer unter Umständen nicht wahrhaben wollen. Journalismus hat einen Selbstwert, der nicht immer von allen geschätzt werden muss.

Doch die Gefahr ist groß, dass daraus eine Ausflucht wird: Wer nicht glaubt, was Medien schreiben, hat nicht verstanden oder will nicht verstehen, sitzt in seiner Facebook-Filterblase oder irgendeiner Echokammer fest. Vielleicht ist nicht die politische Haltung von Journalisten das Problem, sondern eine Haltung, die es sich zu einfach macht. Der Leser will nicht glauben müssen, sondern sich ein Urteil bilden dürfen. Er will mit guten Argumenten überzeugt, nicht bevormundet werden. Dazu braucht es nicht die saubere Trennung von Nachricht und Kommentar, sondern in erster Linie Respekt.

Kein Medium nimmt heute noch für sich in Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben, nicht einmal mehr der SPIEGEL. Die moralische Bugwelle ist kleiner, die Demut größer geworden. Gleichzeitig sind Journalisten und ihre persönliche Sicht auf die Dinge in den Vordergrund gerückt.

Das liegt auch daran, dass sich der Journalismus "magazinisiert" hat: weg von der nüchternen und oft drögen Faktensammlung, hin zur Erzählung. Das Weltgeschehen wird immer öfter an Personen entlangerzählt, kleine Szenen zu einer Geschichte verwoben, die von Thesen und Deutung des Autors lebt. Hinzu kommt, dass sich manche Journalisten heute wie Künstler vermarkten. Auf ihren Twitter- und Facebook-Profilen treten ihre politischen Ansichten meist offen zutage. Der Nimbus der Neutralität geht auch dort verloren.

Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, twitterte vor vier Wochen in einer Euphorie über den Parteitag der Grünen, als bewürbe sie sich dort für ein Spitzenamt. Wer danach noch glauben soll, Hassel berichte in der "Tagesschau" ganz unvoreingenommen, muss großes Vertrauen in die journalistische Integrität haben. Für alle anderen ist es ein weiterer Beleg, dass Journalisten Narzissten sind, die ihr Medium als Megafon für persönliche Meinungen missbrauchen.

Europa, Deutschland, Brandenburg, Neuhausen. Hartmut Richter, 26 Jahre treuer SPIEGEL-Leser. 10.01.2018 © 2018 Sven Döring / Agentur Focus
Sven Döring/ DER SPIEGEL

Europa, Deutschland, Brandenburg, Neuhausen. Hartmut Richter, 26 Jahre treuer SPIEGEL-Leser. 10.01.2018 © 2018 Sven Döring / Agentur Focus

"Journalisten fällt es leichter, klug mit Politikern in Washington zu reden als mit dem Stammtisch."

Hartmut Richter, Leser

Hartmut Richter hat 26 Jahre lang den SPIEGEL gelesen. Richter ist im Osten aufgewachsen, bis zur Wende war er Leiter in einem DDR-Chemiefaserwerk. Von seinem ersten Westgeld hat er sich den SPIEGEL gekauft. Um das Magazin habe er den Westen immer beneidet, "weil es sich etwas traute, zum Beispiel im Umgang mit Strauß, das war ja in der DDR undenkbar". Richter fand nach der Wende einen guten Job als Vertriebler beim Pharmakonzern Schering. Abends saß er im Hotel und las den SPIEGEL.

Im September hat der 67-Jährige seinen ersten und einzigen Leserbrief geschrieben, per E-Mail. Betreff: "Warum man keinen SPIEGEL mehr lesen sollte".

Er wohnt in einem gelb getünchten Einfamilienhaus in Sergen, einem Dorf mit 400 Einwohnern bei Cottbus. Hinter dem Grundstück geht es über den Acker in den Wald, am Horizont stehen die weißen Dampfwolken der Kohlekraftwerke.

Richter - Jeans, blauer Pulli, grauer Kinnbart - ist seit gut einem Jahr in Rente. Seine drei Kinder arbeiten in der Schweiz, in Berlin und München. Der Schwiegersohn ist Italiener, die Freundin des einen Sohnes Türkin. "Wir sind keine Wendeverlierer und auch nicht Dunkeldeutschland", sagt Richter. Seine Söhne haben ihm abgeraten von dem Gespräch, doch Richter will erklären, wie aus einem treuen Leser ein verärgerter wurde.

In seinem Brief hat er dem SPIEGEL vorgeworfen, "die intelligenteste und gleichzeitig bösartigste Verdummung der Leser zu betreiben". Die Redakteure fänden "alles heraus, rechnen jeden Parkzettel und jede Hotelrechnung eines ungeliebten Politikers nach und jagen, hetzen ihn und lassen nicht locker, bis er fällt", schrieb er. Wenn der SPIEGEL jemanden möge, stehe da: Er "sagt", "erklärt", alle anderen "jammern", "lamentieren". Die Wortwahl ist ihm zu wertend. Überhaupt, der Umgang mit Menschen: "Ich mag Christian Wulff nicht, und Verfehlungen im Amt gehören bestraft", sagt Richter, "aber die Verfolgung ins Private, das Niedermachen als Mensch" sei ihm zu weit gegangen. Selbst Leute, die einem unsympathisch seien, würden so für den Leser bemitleidenswert.

Es sind bei Richter wie bei vielen anderen Lesern oft die gleichen Stationen der Entfremdung, und der Fall des Ex-Bundespräsidenten Wulff gehört fast immer dazu. Er steht darin als Beispiel für jene Momente, in denen die moderne Medienwelt ihre ganze Dynamik entfaltet: schneller, spitzer, mehr. Jeder will, muss etwas Neues herausbekommen, den Skandal finden. Das muss nicht schlecht sein, hinterlässt jedoch im schlimmsten Fall beim Leser das Gefühl, eine lechzende, sabbernde Meute sei von der Leine gelassen worden. "Die Leser wollen das nicht", sagt er.

Richter redet ruhig und besonnen, er diskutiert gern. Dass sich überhaupt jemand dafür interessiere, was ihn als Leser nerve, habe ihn überrascht. Medien und Politik, glaubt er, seien doch oft von Dingen, über die sie urteilen, gar nicht selbst betroffen. Die "wirklichen Probleme, das, was die Leute 'allemacht', kann er am eigenen Beispiel erzählen: Flüchtlinge gebe es in Sergen nur deshalb nicht, weil es in der Gemeinde keinen Arzt, keinen Supermarkt und keine Kneipe mehr gibt und auch kein schnelles Internet. "Das ist für Flüchtlinge unzumutbar, aber wir leben hier", sagt Richter.

Mit den Leuten im Dorf kratzt er totgefahrene Rehe und Wildschweine von der Straße, "während die Grünen ihre Stadtklientel bedienen", die "in der Kneipe Ingwertee trinkt, ohne vom Windrad oder Wolf belästigt zu werden".

Die "Gutmenschen" in Medien und Politik wollten bestimmen, was andere auszuhalten hätten. Wer das infage stelle, werde schnell als Rechter abgestempelt. In der Gemeinde hat jeder Dritte die AfD gewählt, auch Richter. Er findet 90 Prozent des Parteiprogramms und des Personals indiskutabel, "aber nicht wählen wird ja als Protest nicht ernst genommen", sagt er.

Es ist der Frust darüber, dass Politik und Medien der Lebensleistung "normaler Bürger" nicht genug Respekt entgegenbringen, der Richter so aufregt. Die Artikel über Sorgen und Nöte des Normalbürgers, vor allem im Osten, hätten "immer etwas von 'Dschungelcamp' oder 'Bauer sucht Frau'", sagt er, "weil das nicht Ihre Welt ist".

Richters Kritik trifft. Redaktionen sind heute überwiegend Akademikerterrain. Mehr als 73 Prozent der Politikjournalisten in Deutschland haben studiert. Der Blick der deutschen Leitmedien ist oft der einer urbanen Elite, die aus ihren Altbauwohnungen in Berlin, Hamburg oder München auf das Land schaut. Nicht die Leser haben sich also entfremdet, sondern umgekehrt, die Journalisten von den Lesern und ihrer Lebensrealität? Es muss Medienmacher zumindest nachdenklich stimmen, wenn in der genannten Studie der Uni Mainz mehr als ein Drittel der Befragten findet: "Themen, die mir wichtig sind, werden von den Medien gar nicht ernst genommen."

Vor der Bundestagswahl schwärmten Heerscharen von Journalisten in ostdeutsche Dörfer und abgehängte Stadtteile im Ruhrpott, um zu ergründen, was die Menschen umtreibt. Dass die sich eher beurteilt als verstanden fühlen, erstaunt nicht.

Die Distanz zur Lebenswelt vieler Leser hat noch eine andere Schattenseite: Sie rückt Medien fast unweigerlich in die Nähe der Politik. Das klingt ungeheuerlich, angesichts der vielen Politskandale, die Journalisten laufend enthüllen, von Steuerhinterziehung bis Amtsmissbrauch. Aber, sagt Richter, "Journalisten fällt es doch leichter, klug mit Politikern in Washington zu reden als mit dem Stammtisch".

Richter kauft noch regelmäßig eine Regionalzeitung, ab und zu auch den SPIEGEL, und er guckt Nachrichten bei ARD und ZDF. Und dabei ärgert er sich oft. Vor allem über Claus Kleber und Marietta Slomka. Wenn die Moderatoren des "heute-journals" Interviews führten, sei immer klar, wen sie "in die rechte Ecke drängen wollen". Richter hat mal überlegt, Kleber zu schreiben. "Aber was soll das bringen?" Solche Stars antworteten ja nicht.

Claus Kleber bekommt viele Zuschriften empörter Zuschauer. Ab und zu ruft er die Leute einfach an. Die seien erst perplex und dann meist sehr höflich, sagt er.

Das ZDF-"heute-journal" ist das wichtigste Nachrichtenmagazin des Abends und Kleber schon deshalb das TV-Gesicht des "Mainstreams". Durchschnittlich 3,9 Millionen Zuschauer sitzen jeden Abend davor. Kritik gab es immer, auch weil sich die Zuschauer wegen der Gebühren als Miteigentümer von ARD und ZDF wähnen. Doch auch Kleber beobachtet, dass die "Kritik zunehmend aus Zirkeln kommt, aus denen man sie nicht erwartet". Oft lautet der Vorwurf an ihn und seine Kollegen, sie steckten mit der Regierung unter einer Decke, "als Teil eines sich gegenseitig bestätigenden Machtapparats", sagt Kleber.

Im Auto auf dem Weg zum Mainzer Lerchenberg klingelt Klebers Handy. Es ist die Sprecherin von Außenminister Sigmar Gabriel, der in den USA zu Besuch ist und abends interviewt werden soll. Um was es in dem Interview denn gehen solle, will sie wissen. Und: Gabriel werde in den USA natürlich nichts über die GroKo sagen. Kleber antwortet, es gehe um die Themen, die auf der Hand lägen: Iran, Nordkorea, und er werde natürlich eine Frage zur GroKo stellen, ob Gabriel wolle oder nicht. Abends in der Sendung fragt Kleber - und bekommt eine Antwort.

Mehr als das spreche er vor einem Interview nie ab, sagt Kleber. "In der Redaktion hat auch noch kein Politiker angerufen, um Wünsche zu äußern." Es ist nicht nur die angebliche Kungelei mit der Politik, es sind vor allem Klebers weltdeutenden Moderationen, seine oft gegnerisch geführten Interviews, die ihm im Netz Bezeichnungen eintragen wie "öffentlich-rechtlicher Haltungsjournalist". Gemeint ist das als Schimpfwort.

Die Leute verstünden oft nicht, sagt Kleber, dass das "heute-journal" keine nüchterne Nachrichtensendung sei, sondern ein Magazin, dessen Haltung kritisch, aber unparteiisch sei. Und dass man als Interviewer immer gegenhalten müsse, unabhängig von der eigenen Meinung.

Allerdings ist auch Kleber vorsichtiger geworden. Beim Thema Trump etwa meidet er inzwischen sachlich unnötige Spitzen, "den kleinen Soupçon", wie er sagt, weil sich manche Zuschauer darüber so aufregen, dass sie nicht mehr zuhören.

Im vergangenen Jahr hat er ein kleines Buch mit großem Titel geschrieben: "Rettet die Wahrheit". Und Kleber wäre nicht Kleber, wenn er nicht glauben würde, dass er dazu berufen sei. Aber es enthält ein Eingeständnis, das allen Medien guttäte: In jeder Redaktion gibt es tief sitzende, oft unausgesprochene Denkmuster, die am Ende den Eindruck nähren, es gebe einen Mainstream: Militär ist schlecht, NGOs sind gut, die Industrie durchtrieben, Verbraucherschutzorganisationen ehrlich und Wetterphänomene im Zweifel eine Folge des Klimawandels. "Das sind bequeme Möglichkeiten, sich um das Nachdenken zu drücken, ohne im eigenen Team anzuecken", sagt Kleber. Die Kritik der Zuschauer habe dazu geführt, dass in der Redaktion heute mehr debattiert und hinterfragt werde als vor einigen Jahren.

Empörte Zuschriften bekommt die Redaktion nicht nur aus dem AfD-Lager, sondern auch von FDP-Anhängern: Wirtschaftsprüfern, Managern, Steuerberatern. Also gerade keine gesellschaftlichen Verlierer, sondern eher die konservativ-liberale Elite. Als Marietta Slomka nach dem Jamaika-Aus ein Interview mit FDP-Chef Christian Lindner führte und ihn dabei so hart anpackte, dass der Verdacht der Politiknähe jedenfalls nicht aufkam, wurde sie im Netz geprügelt: Politikaktivismus sei das. Sie solle sich doch bei den Grünen bewerben, oder: Es lohne nicht, sich aufzuregen, die "Zeiten, da die (Pseudo)Linken die Deutungshoheit hatten, sind vorbei". Ende Januar bekam Slomka für ihre Interviews den Deutschen Fernsehpreis. Im Netz wurde sie daraufhin obszön beleidigt. "System-Marionetta" werde für ihre "Regierungshörigkeit" belohnt, gehörte noch zu den eher gesitteten Kommentaren.

Kritik an der "Journaille" gab es immer, im Netz allerdings finden sich die Kritiker zu einer lauten, mächtigen Horde zusammen, die sich berauscht an einer immer grelleren, ätzenderen Wortwahl. In der Masse wähnen sich die Anti-Mainstream-Schreier als neue Mehrheit - das enthemmt.

Was macht selbst Menschen, denen es nach objektiven Maßstäben in dieser Gesellschaft nicht schlecht geht, so wütend, dass sie derart drauflosschimpfen? Und: Muss man das ernst nehmen? Medien können die Welt nicht so einfach machen, wie es sich manche Zuschauer oder Leser offenbar wünschen. Die Unübersichtlichkeit und die Unordnung, die Zeitungen und Fernsehsender jeden Tag in die Wohnzimmer ihrer Nutzer tragen, überfordern offenbar nicht bloß die "Abgehängten" in dieser Gesellschaft.

Für den Soziologen Heinz Bude ist die Wut der Mittelschicht Auswuchs einer Gesellschaft, die ständig auf Wettbewerb getrimmt ist. Der Wohlfahrtsstaat der Nachkriegszeit enthielt ein Versprechen: Wer sich anstrengt und bildet, wird einen angemessenen Platz in der Gesellschaft finden.

Aus dem Aufstiegsversprechen ist heute eine Exklusionsdrohung geworden. Die Angst, niederkonkurriert, übervorteilt und ausgestochen zu werden, sitzt deshalb auch bei denen tief, die um ihren erkämpften Aufstieg bangen. Bude hat dafür einen wunderbaren Begriff gefunden: "postkompetitive Verbitterungsstörung". Alles Erreichte steht dauernd zur Disposition. Da macht es Angst, wenn andere ohne Leistung etwas bekommen, wenn Werte wie Ehe, Familie, das Verhältnis von Männern und Frauen, Einheimischen und Fremden neu verhandelt werden. Medien und Politik werden darin zu einem Komplott, das den Bürgern entreißen will, was ihnen heilig, teuer und selbstverständlich ist: von der klassischen Ehe bis zum Dieselauto.

Was aber bedeutet das für die Medien? Wenn ein Teil der Wut gar nichts mit der Qualität des Journalismus zu tun hat, sondern mit gesellschaftlichen Umständen? Einfach ignorieren? Wäre fahrlässig. Denn dass Medien ihren Teil zur Vertrauenskrise beigetragen haben, ist wahr. Wie also lässt sich die Beziehung wieder kitten? Wütenden Lesern nach dem Mund zu schreiben ist journalistisch betrachtet keine Option. Vertrauen heißt, dass Leser und Zuschauer ihr Medium auch dann für glaubwürdig halten, wenn es ihnen Informationen serviert, die gerade nicht ins eigene Weltbild passen. Weil sie wissen, dass Journalisten gewissenhaft arbeiten und sich nach Kräften bemühen.

Journalismus ist deshalb heute harte Beziehungsarbeit. Wie die aussehen kann, hat die "Mittelbayerische Zeitung" aus Regensburg im vergangenen Jahr ausprobiert. Die Redaktion hat eine Glaubwürdigkeitsinitiative ins Leben gerufen.

Claudia Bockholt / Mittelbay. Zeitung Nachrichtenchefin fÃ?r Der Spiegel +++ Claudia Bockholt / Mittelbay. Zeitung Nachrichtenchefin an ihrem ARbeitsplatz im Newsroom
Roderick Aichinger/ DER SPIEGEL

Claudia Bockholt / Mittelbay. Zeitung Nachrichtenchefin fÃ?r Der Spiegel +++ Claudia Bockholt / Mittelbay. Zeitung Nachrichtenchefin an ihrem ARbeitsplatz im Newsroom

"Wir waren überzeugt, die Moral auf unserer Seite zu haben."

Claudia Bockholt, "Mittelbayerische Zeitung"

Claudia Bockholt gehört zu den treibenden Kräften dahinter. Die Leiterin des Newsrooms ist seit 25 Jahren bei der "Mittelbayerischen". Während der Flüchtlingskrise hat Bockholt einen syrischen Vater und seinen Sohn begleitet. Und hat dabei erlebt, dass "die Leute in einen Artikel hineinlesen, was sie wollen". Den einen war die Redakteurin zu pessimistisch, für die anderen war sie ein naiver Gutmensch.

Bockholt hat schon mit den Tränen gekämpft, weil ein Leser sie am Telefon so arg beschimpft hatte. Bei der Lokalzeitung rufen die Menschen auch einfach mal eben an, um ihren Groll abzulassen.

Weil die Tonlage immer rauer wurde, entschlossen sich Bockholt und einige Kollegen im April 2017 zu handeln. Sie luden drei ihrer eifrigsten Facebook-Kommentatoren ein, Befürworter und Gegner der Flüchtlingspolitik, und diskutierten in kleiner Runde mit ihnen. Für das Format musste Bockholt in der Redaktion Überzeugungsarbeit leisten. Einige Redakteure glaubten, "wir müssen doch Haltung zeigen. Wir hatten uns so schön eingerichtet, wir waren überzeugt, die Moral auf unserer Seite zu haben", sagt Bockholt.

Das Format war ein Erfolg, weil "wir beide Seiten ernst genommen haben", sagt sie. Es war der Start für die Glaubwürdigkeitsinitiative. Die Redaktion bat 60 Leserbriefschreiber und Facebook-Kommentatoren zu einem Event in die hauseigene Kantine, um zu diskutieren. "Wir wussten, dass das mutmaßlich wehtun würde", sagt Bockholt. Am Ende waren auch die Bedenkenträger im eigenen Haus überzeugt. Vor der Bundestagswahl haben die Redakteure eine weitere Konferenz veranstaltet, diesmal mit den lokalen Kandidaten, um über Themen zu sprechen, die Leser bewegen: von Rente über Bildung bis Steuern. In der Zeitung selbst hat sich ein neues Format etabliert: "Ein Thema - zwei Meinungen". Das soll auch ein Signal in die Redaktion sein: Kollegen sollen den Mut haben zu sagen, dass sie anderer Meinung sind. "Früher gab es in der Redaktion ja auch viele stramme CSUler, nicht bloß linksliberale Geisteswissenschaftler", sagt Bockholt.

Dass manchen Lesern das Ergebnis einer Recherche nicht gefällt, daran kann auch Bockholt nichts ändern. "Aber wir können den Lesern zeigen: Es interessiert uns, was ihr denkt. Wir geben den Leuten nicht mehr das Gefühl, wer uns nicht glaubt, ist dumm." Nicht Anbiederung ist also gefragt, sondern Respekt.


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