Im neuen SPIEGEL: Das neue Gesicht der Inflation, der größte Tagfalter der Welt, Kachelmanns Abrechnung

Vom stellvertretenden Chefredakteur Klaus Brinkbäumer

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DER SPIEGEL

Brinkbäumer

Liebe Leserin, lieber Leser,

der SPIEGEL lebt von Recherche und exklusiven Nachrichten, er lebt von den großen, den besonderen Texten, und er lebt von der Vielfalt.

Der neue SPIEGEL befasst sich in seiner Titelgeschichte mit der Inflation, jener, vor der sich Europa fürchtet, und jener, die bereits begonnen hat: durch niedrige Zinsen und die Entwertung von Lebensversicherungen und anderen Geldanlagen. Diese Inflation "ist kein Gespenst. Sie ist schon da. Verhalten noch, aber unübersehbar und tückisch", so schreiben es die Titelautoren. Die Deutschen, erzählte mir unser Frankfurter Korrespondent Martin Hesse, seien "besonders sensibel, wenn es um die Stabilität ihres Geldes geht, sie sind gebrannte Kinder: Die Erfahrung von Hyperinflation und Währungsreformen haben sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt. Deshalb beobachten heute viele mit Sorge, wie die Politik in der Euro-Krise Schulden aufhäuft. Die Bürger fürchten, dass sie den Preis dafür zu zahlen haben: Sie haben Angst um ihre Ersparnisse".

Und unser Heftaufmacher beschreibt das Unausgegorene, das Widersprüchliche der Energiewende. Bis 2022 soll sie vollzogen sein, aber wie kann das gelingen, wenn der eine Minister nicht will, dass der andere Minister ein bisschen Ruhm genießen kann, wenn Bayern den Strom nicht haben will, den Schleswig-Holstein für Bayern produzieren möchte, wenn Bund und Länder jenen Bereich, in dem Grundlegendes zu verbessern wäre (die Wärmedämmung von Gebäuden) vernachlässigen, weil dieses Grundlegende leider zu kompliziert ist?

Der SPIEGEL lebt natürlich vor allem von dem, was unsere Redakteure, Korrespondenten und Reporter aus Deutschland und der Welt berichten. Die Kollegin Conny Neumann befragte ganz in der Nähe, im Musterfreistaat Bayern, eine Schulleiterin, die aus Verzweiflung über die ständige Überforderung gekündigt hat; und Susanne Koelbl hat aufgeschrieben, wie es im fernen, neuen Nordkorea des jungen Herrschers Kim Jong Un zugeht. Zehn Tage lang war unsere Reporterin in jenem geheimnisvollen Land unterwegs, das sich mittlerweile wandelt. Und öffnet. Ein bisschen.

Und der SPIEGEL lebt durchaus auch von einer Form des Interviews, auf die wir stolz sind und die wir pflegen. In der Ausgabe 1/1957 erschien das erste SPIEGEL-Gespräch (mit Franz Josef Strauß); bis heute sind 5055 SPIEGEL-Gespräche gedruckt worden, im Durchschnitt 1,7 pro Heft. Diesen Schnitt heben wir in dieser Woche an, was vermutlich gegen die Heftmischung spricht, aber nicht gegen diese vier SPIEGEL-Gespräche: Der iranische Außenminister und Vizepräsident Ali Akbar Salehi diskutiert mit meinen Kollegen Erich Follath und Dieter Bednarz die Syrien-Krise und die Gefahren für den Weltfrieden; Dirk Nowitzki erzählt von den letzten Jahren seiner Basketball-Karriere und einer möglichen Rückkehr nach Deutschland; Uli Hoeneß analysiert den Konflikt des Trainers von Bayern München, Jupp Heynckes, mit dem Manager Matthias Sammer; und Jörg und Miriam Kachelmann rechnen mit der deutschen Justiz ab, und nicht nur mit dieser: "Frauen haben ein Opfer-Abo", sagt Jörg Kachelmann.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Eine inspirierende und unterhaltsame Lektüre wünscht

Ihr

Klaus Brinkbäumer

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