Im neuen SPIEGEL: Was Frauen von Männern trennt; 20 Ideen, die unser Leben verändern; Syrien vor dem Zusammenbruch; SPIEGEL-Gespräch mit Sahra Wagenknecht

Von , stellvertretender Chefredakteur

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DER SPIEGEL

Brinkbäumer

Liebe Leserinnen und Leser,

vier Schwerpunkte prägen unser Silvester-Heft, die SPIEGEL-Ausgabe Nr. 1 des neuen Jahres:

In der Titelgeschichte erzählt unser Autoren- und Autorinnen-Team vom starken oder manchmal nicht mehr so starken Geschlecht: "Oh, Mann!" Welche Auswirkungen hat es, dass in den USA, aber auch in Deutschland Industrie-Arbeitsplätze verschwinden; und dass längst Mädchen bessere Schulnoten und Frauen bessere Studienabschlüsse schaffen als Jungs und Männer? Der Soziologe Klaus Hurrelmann, einer der Leiter der Shell Jugendstudie, berichtete meiner Kollegin Kerstin Kullmann von einem Graben, der sich in Deutschland zwischen Männern und Frauen auftun werde: 80 Prozent der jungen Frauen möchten in ihrem Leben nicht auf ihren Beruf verzichten, aber nur 40 Prozent der jungen Männer können sich vorstellen, das zu unterstützen. "Man kann es nicht anders sagen", so der Soziologe, "das passt nicht zusammen."

Georg Diez beschreibt im Kulturteil, wie um die Deutung Anne Franks gerungen wird. Zwei Bücher, ein juristischer Streit und ein Filmprojekt zeigen die Autorin des so berühmten wie bewegenden Tagebuchs "heutiger, komplizierter, jüdischer", wie Diez schreibt.

Cordt Schnibben hat ein Projekt koordiniert, für das sämtliche Ressorts unserer Redaktion recherchiert haben: "20 Ideen, die unser Leben verändern". Welche Ideen, welche Erfindungen, welche Gedanken und Theorien werden das Jahr 2013 prägen, welche Menschen gestalten die Welt von morgen? Die Antworten finden Sie im neuen SPIEGEL.

Der vierte Schwerpunkt ist eine Reportage: Christoph Reuter berichtet aus Syrien, wieder einmal. Auf bislang acht Reisen - seit Juni 2011 - traf unser Kollege Menschen, die sich nicht mehr wie Leibeigene in ihrem Land behandeln lassen wollen. Und zuletzt traf er vor allem auf solche, die Rache fordern für all die Toten. Kein anderer deutscher Journalist ist seit Beginn des Aufstands so im Land herumgekommen wie Reuter, der vor 23 Jahren in Damaskus studierte und Ende Januar vom "medium magazin" als "Reporter des Jahres" ausgezeichnet werden wird. Reuters Fazit: "Assad wird fallen. Doch was danach kommt, weiß niemand."

Außerdem im neuen Heft: fünf außergewöhnliche SPIEGEL-Gespräche. Wir haben unter anderem mit dem Handball-Torwart Silvio Heinevetter gesprochen, mit der begnadeten Gastgeberin Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.

Denn Ludwig Erhard gilt zwar seit Jahrzehnten als Ikone der deutschen Wirtschaftsliberalen; erstaunt waren die Berliner SPIEGEL-Redakteure Alexander Neubacher und Michael Sauga aber darüber, dass nun ausgerechnet Wagenknecht diesen Ludwig Erhard zum ideologischen Inventar der Linkspartei zählt. Was lag also näher, als ein Streitgespräch zwischen ihr und einem der führenden Wirtschaftsliberalen über das Erbe des ersten bundesdeutschen Wirtschaftsministers zu führen? Das Problem war, dass die Wirtschaftsliberalen der Republik sich nicht mit Wagenknecht streiten wollten. FDP-Chef Philipp Rösler sagte genauso ab wie der nordrhein-westfälische Liberale Christian Lindner und der CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz. Und so vertieften sich meine Kollegen selbst noch einmal in Erhards Schriften, um mit Wagenknecht über ihre These zu streiten. Heute, sagte Wagenknecht, "wäre Erhard in der Linkspartei am besten aufgehoben".

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Eine anregende SPIEGEL-Lektüre und ein erfolgreiches und gesundes 2013 wünscht

Ihr
Klaus Brinkbäumer

DER SPIEGEL

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