Im neuen SPIEGEL: Gestresste Schüler; Überleben in Syrien; Sheryl Sandberg über Facebook; Das Treiben der Pharma-Lobby

Von , stellvertretender SPIEGEL-Chefredakteur

Brinkbäumer Zur Großansicht
DER SPIEGEL

Brinkbäumer

Liebe Leserin,
lieber Leser,

wenn ich mich an die eigene Schulzeit erinnere, verbinde ich das mit jugendlicher Freiheit und jugendlicher Unsicherheit und nicht mit dem Wort "Stress", und so ging es auch den Autoren unserer Titelgeschichte. Doch bei ihren Recherchen trafen die SPIEGEL-Redakteure auf viele Menschen unter Druck - Schüler, Eltern, Lehrer. Waren die Anforderungen früher wirklich geringer? Und: Wie schlimm ist es heute wirklich? Meine Kolleginnen und Kollegen sahen sich in Schulen und Nachhilfe-Instituten um, sie suchten Beratungspraxen und Familien auf, und sie hörten viele Klagen über Stress. "Am Anfang hatte ich alle im Verdacht, Jammerlappen zu sein", sagt Titelautor Markus Verbeet. Doch er lernte hinzu: Die Belastung etwa durch die Verkürzung der Gymnasialzeit ist offenbar für viele Schüler tatsächlich ein weitaus größeres Problem, als sich vorstellen kann, wer die Schulzeit längst hinter sich hat.

Ganz Syrien scheine mittlerweile auf der Flucht zu sein, sagt SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter, der seit Ausbruch des Konflikts bereits zehnmal im Land unterwegs war. Waren früher, vor einem Jahr, die Menschen vor einrückenden Truppen geflohen, treibt die Bewohner der Vorstädte von Damaskus heute um, was zu tun sei im Falle eines Gasangriffs. In den Keller flüchten? Oder gerade nicht, weil das Gas zu Boden sinkt und es in den oberen Stockwerken sicherer ist? Dort wiederum sind sie dem normalen Beschuss der Panzer, Hubschrauber und Jets ausgesetzt. "Es sind Fragen zur besten Überlebensstrategie, sie stellen sich jeden Tag neu", sagt Reuter.

Dass Facebook-Vizechefin Sheryl Sandberg die Frauenförderung ernst nimmt, merkten Susanne Amann, Marcel Rosenbach und ich am vergangenen Donnerstag schnell: Zum Gespräch in der Hamburger Deutschland-Zentrale brachte Sandberg gleich drei leitende Kolleginnen mit. Damit waren mehr als zwei Drittel der Anwesenden weiblich - was für deutsche Wirtschaftsjournalisten zumindest ungewohnt ist. "Bei Gesprächen in deutschen Chefetagen", sagt die Kollegin Susanne Amann, "sitzt man in der Regel ausschließlich Männern gegenüber."

Die SPIEGEL-Redakteure Markus Grill und Veronika Hackenbroch haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Fälle recherchiert, in denen die Pharma- und Kliniklobby Gesetze in ihrem Sinn beeinflusst hat. Warum sind diese Leute so erfolgreich in Berlin? "Sie verkaufen den Politikern ihre Spezialinteressen mit geschickten Argumenten als Allgemeininteressen", sagt Grill, "und die wenigsten Bundestagsabgeordneten sind in der Lage, diesen Bluff zu durchschauen." Auf offene Ohren stoßen die Verbandsvertreter vor allem bei Mitgliedern der Regierungskoalition wie dem CDU-Politiker Jens Spahn, den viele in Berlin für den eigentlichen Gesundheitsminister halten. Er hat gegenüber meiner Kollegin Hackenbroch zugegeben, sich in manchen Wochen mit bis zu 20 Lobbyisten zu treffen.

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Klaus Brinkbäumer

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