30.09.2013

BERLIN

Don Juan kommt aus dem Krieg.Premiere am 15.10. im Berliner Ensemble. Auch am 19., 24. und 29.10., Tel. 030/28 40 81 55.

Ödön von Horváth schrieb die Vorlage, Samuel Finzi spielt, Luc Bondy inszeniert den Mann, dem die Frauen alle gleich wenig bedeuten. Außer einer, aber die ist tot.

Das Schottenstück. Konzert für Macbeth.Premiere am 9.10. in der Volksbühne. Auch 10. und 19.10., Tel. 030/24 06 57 77.

Aberglaube und Krieg - eine unheilige Allianz. Der Musiktheaterregisseur David Marton betrachtet Shakespeares Schauerstück unter diesem Aspekt.

Ende.Premiere am 8.10. im HAU 3. Auch 10.-13.10., Tel. 030/25 90 04 36.

Als Gott die Welt schuf, war Schluss mit Chaos. Das ist der Ausgangspunkt der Performance des Kollektivs She She Pop: Jedes Ende ist ein potentieller Neuanfang.

BONN

Karl und Rosa.Uraufführung am 2.10. in den Kammerspielen. Auch am 13., 19., 25. und 27.10., Tel. 0228/77 80 22.

Zum Auftakt der ersten Spielzeit unter der neuen Bonner Schauspieldirektorin Nicola Bramkamp inszeniert Alice Buddeberg die fast hundert Jahre alte Geschichte der Sozialrevolutionäre Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, "eine Geschichte zwischen Himmel und Hölle".

FRANKFURT/MAIN

Die Geierwally.Premiere am 22.10. in der Box des Schauspiels. Auch am 23.10., Tel. 069/21 24 94 94.

Die Nachwuchsregisseurin Johanna Wehner inszeniert die große Constanze Becker als einsame Frau vom Berg.

FREIBURG

Schulden - die ersten 5000 Jahre.Uraufführung am 10.10. im Theater. Auch am 12., 13., 19. und 20.10., Tel. 0761/201 28 53.

Wer immer noch gegen Romane auf der Bühne wettert, hat die Entwicklung verpasst: Jetzt sind die Sachbücher dran. Andreas Liebmann inszeniert David Graebers aufrührerischen Bestseller.

HAMBURG

Parzivalpark.Uraufführung am 16.10. auf Kampnagel. Auch 17.-20.10., Tel. 040/27 09 49 49.

Beim neuen Projekt von Nina Ender und Stefan Kolosko sind neben "Neuro-Normalos" (Stars wie Thomas Thieme und Anne Ratte-Polle) auch Autisten und Menschen mit Downsyndrom dabei.

Der nackte Wahnsinn.Premiere am 5.10. im Thalia Theater. Auch am 6., 8., 11. und 26.10., Tel. 040/32 81 44 44.

Kann der Regisseur Luk Perceval auch komisch? Aber Michael Frayns Stück um das Leben auf und hinter der Bühne ist ohnehin eher ein Drama voll komischer Verzweiflung.

KÖLN

Der Streik.Premiere am 12.10. im Depot 1. Auch am 13., 15., 19., 20. und 27.10., Tel. 0221/22 12 84 00.

Kapitalismus! schreit das Buch der amerikanischen Autorin Ayn Rand. In der zweiten Runde seiner Eröffnungspremieren greift der neue Kölner Schauspielchef Stefan Bachmann mit der Inszenierung dieses Romans nun auch selbst als Regisseur ins Geschehen an seinem Haus ein.

Kippenberger!Uraufführung am 11.10. im Depot 2. Auch am 13., 17., 21., 22. und 27.10., Tel. 0221/22 12 84 00.

Die Regisseurin Angela Richter, selbst Ehefrau eines Malers, stellt Szenen aus dem Leben des Kölner Künstlers und Selbstdarstellers Martin Kippenberger (1953 bis 1997) als "Exzess des Moments" auf die Bühne.

LEIPZIG

Emilia Galotti.Premiere am 5.10. im Schauspiel. Auch am 12., 18. und 27.10., Tel. 0341/126 81 68.

Mit einer systematischen Überforderung des ganzen Hauses, die er als wegweisende "Energieleistung und Vielfarbigkeit" verstanden wissen will, startet der neue Intendant Enrico Lübbe in seine erste Spielzeit. Sechs Premieren in vier Tagen sind geboten; Lübbe selbst stellt sich seinem Publikum vor mit Lessings Klassiker über eine hin- und hergerissene Frau.

MANNHEIM

Die Welt von hinten wie von vorne.Uraufführung am 5.10. im Nationaltheater. Voraufführungen am 2. und 3.10.; weitere Vorstellungen am 13., 29. und 30.10., Tel. 0621/168 01 50.

Felicia Zeller, die mit "X-Freunde" laut "Theater heute" das Stück des Jahres geschrieben hat, beschäftigt sich in ihrem neuen Werk mit Meinungsmachern, den Magiern in unserer Mediendemokratie. Es inszeniert Burkhard C. Kosminski.

MÜNCHEN

Reise ans Ende der Nacht.Premiere am 31.10. im Residenztheater, Tel. 089/21 85 19 40.

Militarismus, Kolonialismus, Industrialisierung - all die großen Themen des 20. Jahrhunderts, die den Regisseur Frank Castorf seit je umtreiben, vereint der Roman von Louis-Ferdinand Céline, den er sich jetzt vornimmt.

STUTTGART

5 morgen.Uraufführung am 26.10. im Nord. Auch am 29. und 30.10., Tel. 0711/20 20 90.

Ähnlich wie sein Leipziger Kollege beginnt auch der neue Stuttgarter Schauspielchef Armin Petras mit einem Riesenaufgebot (s. auch links). Dieses postapokalyptische Stück inszeniert er nicht nur selbst, er hat es auch, wie üblich unter dem Pseudonym Fritz Kater, selbst geschrieben.

Die Reise.Premiere am 25.10. im Nord. Auch am 27. und 28.10., Tel. 0711/20 20 90.

Martin Laberenz, geboren 1982, beleuchtet das Leben von Bernward Vesper anhand seines autobiografischen Romans, in dem sich die Geschichte der Bundesrepublik spiegelt: Vesper war der Sohn eines Nazi-Dichters und der Lebensgefährte der späteren RAF-Terroristin Gudrun Ensslin.

Szenen einer Ehe.Premiere am 26.10. im Schauspielhaus. Auch am 30.10., Tel. 0711/20 20 90.

Scheinbar privat, doch auch dies ist ein Blick auf die Gesellschaft der Siebziger: Jan Bosse inszeniert Ingmar Bergmans Beziehungsanalyse; es spielen Joachim Król und Astrid Meyerfeldt.

WIEN

Die letzten Zeugen.Premiere am 20.10. im Burgtheater, Tel. 0043/1/514 44 41 40.

Wie war das damals? Die Fakten sind geklärt, aber von persönlichen Erinnerungen können nicht mehr viele erzählen. 75 Jahre nach der "Reichskristallnacht" lassen der Autor und Historiker Doron Rabinovici und Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann Zeitzeugen zu Wort kommen.

Die Wohlgesinnten.Uraufführung am 4.10. im Schauspielhaus. Auch am 5., 18. und 19.10., Tel. 0043/1/317 01 01 18.

Der Regisseur Antonio Latella wagt sich an die Dramatisierung von Jonathan Litells skandalisiertem Nazi-Roman.

ZÜRICH

Die Physiker.Premiere am 19.10. im Pfauen (Schauspielhaus). Auch am 23., 24. und 29.10., Tel. 0041/44/ 258 77 77.

Corinna Harfouch und Wolfram Koch sind u. a. dabei, wenn der Regisseur Herbert Fritsch in Friedrich Dürrenmatts Drama die Grenzen zwischen verrückt und normal neu auslotet.

FESTIVAL

Hamburger Theater Festival.12.10.-10.11.,

www.hamburger-theaterfestival.de

Wer noch Karten haben will, muss sich sputen bei diesem privaten Best-of-Festival. Zu den Highlights gehören in diesem Jahr u. a. "Ödipus Stadt" mit Ulrich Matthes (Deutsches Theater Berlin, Regie: Stephan Kimmig) und "Tartuffe" mit Joachim Meyerhoff (Burgtheater Wien, Regie: Luc Bondy).


KulturSPIEGEL 10/2013
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