27.01.2014

Making-of einer Kulturrevolution

Alan Sepinwall: "Die Revolution war im Fernsehen". Aus dem Amerikan. von Bresemann/Lux/ Kühn. Luxbooks; 452 Seiten; 24,80 Euro. Ab ca. 10.2.
Kurz nachdem Alan Sepinwall angefangen hatte, als Fernsehkritiker zu arbeiten, kam es zu einer sehenswerten Revolution: Zwölf US-Fernsehserien erneuerten die Kunst des Erzählens und wiesen dem Fernsehen einen neuen, relevanteren Platz zu. Darunter die "Sopranos", "The Wire", "Lost" und "Deadwood". In zwölf Essays erzählt Sepinwall in diesem Buch, was jede dieser Serien ausmacht, wie sie entstanden und sich gegenseitig beeinflussten. Er würdigt die oft übersehene Gefängnisserie "Oz" dabei genauso wie die Schwarzblende am Ende der "Sopranos". Die Autoren kommen ausführlich zu Wort, und so ist dieses Buch zu einem unprätentiösen und umfangreichen Making-of geworden, das Serien-Nerds ebenso zu empfehlen ist wie Liebhabern und Kritikern. Denn man kann aus jedem Satz herauslesen, dass auch Sepinwall alles in Personalunion ist.
Von Maren Keller

KulturSPIEGEL 2/2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


KulturSPIEGEL 2/2014
Titelbild
Abo-Angebote

Sichern Sie sich weitere SPIEGEL-Titel im Abo zum Vorteilspreis!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

  • Doku über Filmemacher Ulrich Seidl: Ist das denen nicht peinlich?
  • Kampf für zweites Brexit-Referendum: Mr. Cobb gibt nicht auf
  • Seidlers Selbstversuch: Abwracken für Anfänger
  • Von wegen stilles Örtchen: Singende Klofrau begeistert Kaufhauskunden