26.10.2009

Neue Musik-DVDs

Thomas Dolby: "The Golden Age of Wireless"

(EMI)

Die Karriere dieses Briten verlief merkwürdig. Als Produzent verantwortete er Geniestreiche wie Prefab Sprouts' "Steve McQueen", als Gast musizierte er mit Pink Floyd, und unter eigenem Namen gelangen ihm versponnene Electro-Pop-Platten. Sein tolles Debüt ist nun erweitert wieder zu haben und lohnt allein für die DVD mit einem Konzertfilm.

Jethro Tull: "Live at Madison Square Garden"

(Chrysalis)

Eine Rockband mit einem Flöte spielenden Derwisch als Sänger konnte nur aus England kommen. Ebenso irrwitzig waren die Lieder, in denen sie Folklore, Jazz und Prog-Rock kreuzten. Auf Bühnen begeisterten sie auch Amerikaner wie bei diesem legendären Auftritt 1978 in New York mit Klassikern wie "Locomotive Breath". Obendrauf gibt's eine Audio-CD.

Madonna: "Celebration"

(Warner)

Bevor Frau Ciccone ihre Platten bei einer neuen Firma abliefert, wird die Rumpelkammer ausgeräumt: Diese Doppel-DVD enthält 47 Videos für hartgesottene Madonna-Fans: Klassiker wie "Material Girl", Raritäten wie "I'll Remember", "I Want You" und ihren aktuellen Halbhit "Celebration" aus der YouTube-Gegenwart.

Ane Brun: "Live at Stockholm Concert Hall"

(DetErMine Records). Ab 20.11.

In Norwegen und Schweden räumt Ane Brun Preise ab. Ihre fragilen Lieder, die an Björk und Joni Mitchell erinnern, ziehen dort viele Menschen in Konzerte. Das Finale einer langen Europa-Tournee feierte die Bardin mit einer Show, die für diese DVD (plus Audio-CD) gefilmt wurde. Mit Gästen wie Anna Ternheim und Lisa Ekdahl und sanften Hits wie "Lift Me".

Vor langer Zeit, als Jugendbewegungen noch etwas bedeuteten, sorgten auch die sogenannten Mods immer wieder für Trubel. Junge, meist der Arbeiterklasse zugehörige, gutangezogene Menschen in Anzügen und Parkas, die zu Jazz, Soul und Rock tanzten. Diese erstklassige Dokumentation berichtet mit vielen historischen Clips, wie The Who mit ihrem Meisterwerk "Quadrophenia" zu Helden der Mod-Welt wurden. Es plaudern prominente Mods wie Paolo Hewitt und Acid-Jazz-Chef Eddie Piller zu toller Musik von The Jam, Booker T and The MGs, Georgie Fame und natürlich The Who.

CHRISTOPH DALLACH

The Who: "The Who - The Mods" (Chrome Dreams)


KulturSPIEGEL 11/2009
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